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Kein Schnäppchen: Bereits Parma kassierte 2001 von Juve 54 Millionen Euro für Buffon © getty

Die ManCity-Scheichs bieten eine Rekordsumme für den 30-Jährigen, Cristiano Ronaldo dreht durch. Internationale Splitter.

Manchester - Mit einem Traumangebot will Manchester City den viermaligen Welttorhüter Gianluigi Buffon von Juventus Turin auf die Insel locken.

Laut einem Bericht der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" bieten die "Citizens" 75 Millionen Euro Ablöse und 15 Millionen Euro Jahresgehalt für Buffon, der einen Fünfjahresvertrag unterschreiben soll.

Buffon, der bis Anfang kommenden Jahres wegen einer Adduktorenverletzung pausieren muss, hatte zuletzt angekündigt, seinen Verein bei einem Angebot von über 100 Millionen Euro selbst um den Verkauf zu bitten: "Mit diesem Geld könnte Juve gleich drei Stars kaufen."

Sollte ManCity den Transfer tatsächlich realisieren, dann wäre Buffon die teuerste Neuverpflichtung in der Geschichte des Fußballs.

Derzeit wird Buffon vom österreichischen Torhüter Alexander Manninger vertreten.

Juventus soll sich allerdings bereits nach einem dauerhaften Nachfolger umgesehen haben. Samir Hamdanovic, Torhüter von Udinese Calcio, komme infrage, berichtete die Gazzetta.

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Fußball zusammengestellt:

Ronaldo das "Großmaul"

Cristiano Ronaldo ist es nicht gewohnt, zu verlieren.

Erst recht ist es für den exzentrischen Ballkünstler eine Seltenheit, vom Gegner vorgeführt und regelrecht gedemütigt zu werden.

Beim 2:6 Portugals im Testspiel gegen Brasilien brannten dem ManUnited-Star deswegen alle Sicherungen durch.

Den ganzen Frust Ronaldos (Spielerporträt) hätte Tiago Silva, Verteidiger von Fluminense, beinahe teuer bezahlen müssen.

Mit einer Brutalo-Grätsche sprang Ronaldo in den 24-Jährigen hinein.

"Er ist ein heimtückisches Großmaul. Wenn ich nicht aus dem Weg gesprungen wäre, hätte er mir das Bein zertrümmert. Er hat die Kontrolle verloren, weil wir ihn komplett aus dem Spiel genommen haben", sagte Silva.

Während des Spiels ging Ronaldo dem brasilianischen Verteidiger Marcelo (Spielerpoträt) gar an die Gurgel - und bekam vom Schiedsrichter nur die Gelbe Karte unter die Nase gehalten.

"Das Großmaul war außer Kontrolle. Ich habe mehrmals seinen Ellbogen abbekommen, obwohl der Ball weit weg war. Nach Spielende wollte er das ganze Theater fortsetzen", echauffierte sich Marcelo nach dem Schlusspfiff.

Galliani will Reiseverbot lockern

Der Geschäftsführer des AC Mailand, Adriano Galliani, hat das italienische Innenministerium zu einer Auflockerung der strengen Anti-Gewaltregeln in der Serie A (Spielplan) aufgerufen.

Galliani plädierte für das Ende des Reiseverbots für Fans bei einigen als gefährlich eingestuften Spielen.

Die Stadien seien oft leer, dadurch würden schwere Verluste für die Klubs entstehen, heißt es in Gallianis Schreiben an den italienischen Innenminister Roberto Maroni.

In seinem Appell kann Galliani mit der Unterstützung des Liga-Chefs Antonio Matarrese rechnen.

"Der Fußball muss zur Normalität zurückfinden. Schluss mit den Einschränkungen! Die Mannschaften wollen nicht mehr in halbleeren Stadien spielen", sagte Matarrese, "außerordentliche Zustände dürfen nicht normal werden."

Das Innenministerium beharrt jedoch auf seiner Position. "Es gibt keinen Grund, die Regeln zu ändern", kommentierte Innenminister Roberto Maroni.

Der Kampf gegen die Gewalt im Fußball sei immer noch nicht gewonnen. Maroni berichtete, dass ab dem kommenden Jahr eine Fankarte eingeführt werden soll, um die Gewalt im italienischen Fußball zu bekämpfen.

Damit möchte man die Tifosi enger an ihren Klub binden und zugleich die Hooligans ausgrenzen.

?Wirft Eriksson die Finte ins Korn?

Die Ära von Sven-Göran Eriksson als mexikanischer Nationaltrainer neigt sich bereits dem Ende entgegen. Nach der peinlichen 0:1-Niederlage in der WM-Qualifikation gegen Honduras betreiben mexikanische Medien die Ablösung des Schweden.

"Schmeißt ihn raus. Es kostet nur vier Millionen Dollar", titelte "Rekord" mit dem Verweis auf eine Entschädigungsklausel in Erikssons Vertrag.

Trotz der Schlappe gegen Honduras haben sich die Mexikaner aufgrund des besseren Torverhältnis für die nächste Runde qualifiziert, Jubelstimmung will aber keine aufkommen.

Kurios: Über die Zukunft des Nationaltrainer entscheidet in Mexiko nicht der Verbandspräsident, sondern die Präsidenten aller 18 mexikanischen Erstligaklubs. Deren nächstes Meeting steigt im Dezember.

Dann könnten die Tage von Eriksson gezählt sein.

Zwangspause für Berbatov

ManUnited-Stürmer Dimitar Berbatov ist bei den kommenden beiden Partien seines Klubs zum Zuschauen verdammt.

Der Ex-Leverkusener zog sich im Länderspiel der Bulgaren eine Zerrung zu und wird sowohl am Samstag gegen Aston Villa, als auch am Dienstag in der Champions League gegen Villarreal auf der Bank Platz nehmen müssen.

Blatter stellt Peru Ultimatum bis Montag

Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter hat Peru wegen des sich seit Monaten hinziehenden Streits zwischen dem Fußball-Verband und der Regierung des Andenstaates bis Montag ein Ultimatum zur Lösung des Konflikts gestellt.

"Das Problem in Peru ist, dass es eine Einmischung der Politik in den Fußball gibt", sagte der Schweizer in einer Pressekonferenz am Freitag in Santiago de Chile.

Wie Blatter weiter erklärte, erwarte er bis zum Wochenbeginn ein von beiden Seiten verfasstes offizielles Dokument, in dem eine Lösung des Konfliktes innerhalb von zehn Tagen vereinbart wird.

Ansonsten werde man Peru aus der FIFA-Familie ausschließen, was einem Bann für alle internationalen Wettbewerbe gleichkäme. Blatter: "Sie werden von allen internationalen Aktivitäten ausgeschlossen." Eine erste FIFA-Frist war bereits am Freitag abgelaufen.

Oberste Organe aus Staat und Sport fordern den Rücktritt des Verbands-Chefs. Dem erst im vergangenen Jahr wiedergewählten Manuel Burga werden Missbrauch bei der Vergabe von Ämtern und Geldern vorgeworfen. Zudem habe er die Statuten des Verbandes nicht an die herrschenden Sportgesetze angepasst, weshalb ihm für fünf Jahre das Recht entzogen wurde, seine Funktion auszuüben.

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