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Franck Ribery kam beim Heim-Comeback im Stade de France in der 59. Minute ins Spiel © getty

Bayern-Star Ribery rechnete beim Heim-Comeback in der "Equipe Tricolore" mit Buhrufen der Fans. Doch davon war wenig zu hören.

Paris - Der erwartete Spießrutenlauf für den französischen WM-Sünder Franck Ribery blieb zwar aus, doch der erste Heimauftritt des Bayern-Stars im Nationaltrikot war dennoch alles andere als Normalität.

"Ich habe erwartet, dass ich ausgebuht werde, aber ich bin sehr glücklich mit der Reaktion der Fans", sagte Ribery, dessen Auftritt beim 0:0 im Test gegen Kroatien im Stade de France von St. Denis der emotionale Höhepunkt des Spiels war.

Die geteilte öffentliche Meinung in Frankreich über die Rückkehr Riberys ins Nationalteam war an den Reaktionen der Zuschauer im Stadion deutlich abzulesen. (DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Mitspieler loben Bayern-Star

Als sich der offensive Mittelfeldspieler in der zweiten Hälfte zur Einwechslung bereitmachte, waren lautstarke Pfiffe von den Zuschauerrängen zu hören.

Doch wenig später, direkt bei seinem ersten Ballkontakt, ließen sich auch "Ribery, Ribery"-Sprechchöre vernehmen.

Kritik für das Verhalten der Fans äußerte Chelsea-Profi Florent Malouda:

"Wir haben versucht, den Stade de France zu unserem Zuhause zu machen. Es ist eine Schande, dass einige Spieler eine besondere Behandlung bekommen."

Immerhin lobten die übrigen Spieler Ribery. "Wenn er links spielt, öffnet er toll die Räume", sagte Karim Benzema, der selber verletzt zu Real Madrid zurückkehrte.

Drei Spiele Sperre nach WM-Skandal

Ribery war nach dem Skandal der WM 2010 in Südafrika verbandsintern für drei Spiele gesperrt wurde.

Er galt neben Patrice Evra als Rädelsführer eines Trainingsboykotts.350007(DIASHOW: Die internationale Wechselbörse)

Sogar die Politik schaltete sich in den Fall ein, der Frankreichs Ansehen in der Welt beschmutzt haben soll.

Sportministerin Chantal Jouanno hatte sich deshalb entschieden gegen ein Comeback ausgesprochen.

Blanc fordert Ende der Debatte

Frankreichs Nationaltrainer Laurent Blanc forderte nun aber dazu auf, die Geschichte ruhen zu lassen:

"Das war gut, die WM muss endlich vergessen werden."

Sein erstes Spiel nach der Sperre hatte Ribery am vergangenen Freitag beim 2:0 gegen Luxemburg absolviert.

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