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Manuel Neuer hat mit Schalke das Saisonziel in der Champions League übererfüllt © getty

Nach dem Schalker Champions-League-Aus im Viertelfinale gegen Barcelona zieht Manuel Neuer bei Sport1.de ein positives Fazit.

Barcelona - Im Hinspiel patzte er, im Rückspiel wäre er beinahe erneut zum Schalker "Held" geworden.

Manuel Neuer hielt die Königsblauen mit seinen Paraden im Viertelfinale beim FC Barcelona lange im Spiel.

Der 22-Jährige knüpfte gegen im Camp Nou an seine Galavorstellung aus dem Achtelfinal-Rückspiel beim FC Porto an.

Nachdem Neuer unter anderem gegen den frei auf ihn zulaufenden Xavi gerettet hatte, war er beim unglücklichen Gegentor durch Yaya Toure (43.) allerdings chancenlos.

"Kann von einem Glückstor reden"

"Man kann wirklich von einem Glückstor reden", meinte der S04-Keeper. "Am Ende hat Toure den Ball mit den Stollen getroffen, sonst hätte er mich wohl angeschossen."

Danach fehlte den Schalkern die Kraft, doch noch für eine Sensation zu sorgen. Dennoch zeigte sich Neuer im Gespräch mit Sport1.de wie die gesamte Mannschaft zufrieden über die Leistung gegen die Katalanen und das Abschneiden in der Champions League.

Sport1: Glückwunsch zu Ihrer Leistung. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Vorstellung?

Manuel Neuer: Danke. Aber wir sind trotzdem ausgeschieden.

Sport1: Die Fans haben die Mannschaft trotzdem gefeiert. Können Sie insgesamt stolz sein auf das Erreichte?

Neuer: Ich bin traurig, aber trotzdem stolz. Wenn einer vorher gesagt hätte, dass wir ins Viertelfinale kommen, hätte ich es nicht geglaubt. Wir sind gegen den großen FC Barcelona ausgeschieden, haben uns viele Chancen erarbeitet und waren lange gleichwertig.

Sport1: Warum hat es nicht gereicht?

Neuer: Wir haben in beiden Spielen viel investiert, aber wir hatten nicht die Konsequenz vor dem Tor. Barcelona hat uns gezeigt, wie man es macht.

Sport1: Wäre es zu hart ausgedrückt zu sagen, Schalke hat Lehrgeld bezahlt?

Neuer: Das wäre auf jeden Fall zu hart ausgedrückt. Denn wir haben Willen gezeigt, haben uns Chancen erarbeitet und hatten auch Pech.

Sport1: Der Zeitpunkt und die Entstehung des 0:1 waren besonders unglücklich. Wie tief saß in diesem Moment der Schock? Mehr zum Thema

Neuer: Unabhängig davon hätten wir ja sowieso ein Tor schießen müssen. Ein 0:0 hätte uns ja auch nicht weitergeholfen.

Sport1: Trotzdem ein kurioser Gegentreffer, oder?

Neuer: Ich weiß nicht, ob ich schon mal so ein Tor reingekriegt habe. Man kann wirklich von einem Glückstor reden. Wie es zustande gekommen ist, mit der Bogenlampe von Bordon und der Kopfballabwehr von Krstajic, das war schon Pech. Ich habe mich Toure entgegengeworfen und versucht, den Ball zu blockieren. Aber am Ende hat er den Ball mit den Stollen getroffen, sonst hätte er mich wohl angeschossen.

Sport1: Welche Eindrücke bleiben Ihnen von der Champions League?

Neuer: Die großen Spiele gegen Porto und Barcelona waren natürlich super für uns. Aber auch gegen Chelsea und Trondheim war es klasse. Die Spiele in der Champions League sind immer etwas Besonderes. Vor allem die Atmosphäre: Wenn die Musik kommt, ist das schon ein super Gefühl.

Sport1: Ist es gut für Schalke, gerade nach so einem Spiel nach Bremen zu müssen, weil man weiß, dass man auch eine spielerisch so starke Mannschaft wie Barcelona zumindest phasenweise dominieren kann?

Neuer: Das glaube ich nicht. Bremen spielt einen guten Ball, aber wir haben in den letzten Spielen dort gut ausgesehen und zuletzt zweimal da gewonnen. Wir wollen die Serie fortsetzen.

Das Interview führte Thorsten Mesch

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