vergrößernverkleinern
Diego Maradonas Argentinier siegten bei seinem Debüt in Schottland mit 1:0 © getty

Auf den argentinischen Nationaltrainer sollte offenbar ein Attentat verübt werden. Der Machtkampf in Peru geht weiter.

München - Der neue argentinische Nationaltrainer Diego Maradona ist einem Attentat offenbar nur knapp entgangen.

Bei seinem Länderspieldebüt auf der Bank der "Albiceleste" in Schottland hatte ein geistig verwirrter Brite anscheinend einen Anschlag auf Maradona geplant.

Ian Wellworth wollte mit einer Machete bewaffnet das Fußball-Idol angreifen, wurde aber bereits vor dem Spiel verhaftet.

Der 43-Jährige hatte vor dem WM-Viertelfinale 1986 angeblich 1000 Pfund auf einen Sieg der Engländer gegen Argentinien gewettet. Die "Three Lions" verloren das Spiel jedoch durch das als "Hand Gottes" bekannt gewordene Handspiel von Maradona.

Wellworth musste nach dem Verlust angeblich Insolvenz anmelden und wurde von seiner Frau verlassen. Nun wollte sich der Brite rächen, die Polizei kam seinen Plänen jedoch zuvor. Nun droht eine lange Gefängnisstrafe.

Sport1.de hat weitere internationale Meldungen zusammengefasst.

Machtkampf in Perus Fußball geht weiter

Trotz Perus Ausschluss von allen internationalen Wettbewerben durch die FIFA hält der umstrittene Verbandspräsident Manuel Burga an seinem Amt fest.

"Das Problem ist, dass Perus Gesetze nicht zu den Statuten des Weltverbandes FIFA passen. Jeder andere würde deswegen in der gleichen Situation sein wie ich. Ich entschuldige mich aber dennoch bei allen Menschen in Peru für die entstandenen Probleme", sagte Burga.

Die FIFA hatte die Südamerikaner am vergangenen Montag wegen anhaltender Querelen zwischen der staatlichen Sportbehörde IPD und dem nationalen Verband FPF nach Ablauf eines Ultimatums zur Klärung suspendiert.

Der Weltverband sieht die Ablehnung Burgas durch die IPD wegen angeblicher Wahlmanipulation als unerlaubte Einmischung staatlicher Stellen in die Belange eines FIFA-Mitgliedsverbandes an.

Zagreb feuert Trainer Ivankovic

Kroatiens Meister Dinamo Zagreb (Kader) hat Trainer Branko Ivankovic entlassen. Kurz vor dem UEFA-Cup-Heimspiel am Donnerstag gegen Spartak Moskau erfolgte die Trennung offiziellen Angaben des Spitzenreiters zufolge in beiderseitigem Einvernehmen.

Bis zur Winterpause übernimmt der frühere Dinamo-Manager Marijan Vlak auf Interimsbasis die Verantwortung.

Dinamo, das 2007 unter Ivbankovics Regie das Double gewonnen hatte, führt die Tabelle in Kroatiens Meisterschaft an.

Der Vorsprung des Titelverteidigers auf Verfolger Hajduk Split beträgt allerdings nach bereits drei Saisonniederlagen nur einen Punkt.

Lippi löst Manieren-Debatte aus

Weltmeister-Trainer Marcello Lippi hat mit seiner Kritik an den Manieren italienischer Fußballer eine Stil-Debatte ausgelöst.

Ex-Nationalspieler Gianluca Vialli, früherer Teammanager des FC Chelsea, fordert die Einführung eines Verhaltenskodexes; Schwalben, verbale Angriffe gegen Schiedsrichter und gegnerische Spieler sollten resoluter bestraft werden.

"Fair Play zwischen Konkurrenten und Respekt für die Schiedsrichter sollten die goldene Regel sein", sagte Vialli am Dienstag. Lippi hatte am Montag betont, die italienischen Fußballer müssten sich aber auf dem Spielfeld besser erzogen zeigen.

Für einen gepflegteren Umgang auf dem Spielfeld hat sich inzwischen auch Francesca Menarini, Präsidentin des FC Bologna, eingesetzt. Menarini appellierte an die Spieler des Serie-A-Klubs, künftig auf Flüche und Schimpfwörter zu verzichten.

Logenplätze als Liverpools größte Einnahmequelle

Der FC Liverpool will in seinem neuen Stadion im Stanley Park mehr als die Hälfte der Zuschauereinnahmen durch den Verkauf von Logenplätzen generieren. Die Anzahl dieser exklusiven Tickets wird von derzeit 3000 für die Arena an der Anfield Road auf 10.000 ansteigen.

Aufgrund der Finanzkrise haben die Reds den Baubeginn des neuen Stadions allerdings vorerst verschoben.

Tribünen des EM-Stadions landen im Schmelzofen

Die Zusatz-Tribünen des EM-Stadions in Innsbruck sind ein Fall für den Schmelzofen. Fünf Monate nach dem Ende der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz sind die Pläne des Generalunternehmers für den Wiederaufbau der Stahlteile in Litauen oder Weißrussland gescheitert.

Die 4000 Tonnen Stahl werden derzeit auf Freiflächen südlich und westlich des Tivoli gelagert und sollen demnächst entsorgt werden. Bereits seit zwei Wochen läuft die Zerkleinerung in transportfähige Stücke, in Oberitalien soll schließlich die Einschmelzung erfolgen.

Italien will Anti-Gewalt-Maßnahmen nicht lockern

Die italienische Regierung weigert sich, die strengen Anti-Gewalt-Maßnahmen im Fußball zu lockern. Innenminister Roberto Maroni erteilte den Forderungen einiger hochrangiger Funktionäre aus der Serie A (Ergebnisse und Tabelle) eine klare Absage.

"Wir werden nicht nachgeben, weil die Vorschriften greifen. In den letzten Monaten war die Zahl der Ausschreitungen stark rückläufig. Ich sehe nicht ein, warum wir weitere Unfälle für einige Zuschauer mehr in den Stadien riskieren sollten", sagte Maroni.

Vieles habe sich bereits ins Positive gewendet: "Wir müssen noch viel machen, doch Italien steht nicht mehr an der Spitze der Liste der Länder mit den gewalttätigsten Fans."

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel