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Jürgen Röber trainierte in Deutschland unter anderem Hertha, Wolfsburg und Dortmund © getty

Jürgen Röber hat einen Winter Zeit, um aus zwei Mannschaften eine zu machen, Pizarro zieht vor Gericht - und Trezeguet hat Sehnsucht.

München - Der russische Verein Saturn Ramenskoje des deutschen Trainers Jürgen Röber fusioniert aus finanziellen Gründen mit einem anderen Moskauer Vorortklub.

Der im Sommer verpflichtete Röber soll nun die Mannschaft für die im März beginnende Saison aus den beiden Erstliga-Teams von Ramenskoje und FK Chimki zusammenstellen.

Der Zusammenschluss wurde von der regionalen Politikspitze angeordnet. Die Heimspiele werden künftig abwechselnd in den beiden Heimstätten ausgetragen.

Chimki-Coach und Ex-Bundesligaprofi Sergej Juran war nach dem Saisonende vor wenigen Tagen nach dem Fast-Abstieg seiner Mannschaft aus der höchsten Spielklasse entlassen worden.

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Fußballgeschehen:

Trezeguet will zurück ins Nationalteam

Der französische Fußball-Nationalspieler David Trezeguet von Juventus Turin (alle Spiele von Juve) will doch wieder in der Equipe Tricolore spielen. "Es war nicht meine Absicht, das Nationalteam zu verlassen", sagte der 31-Jährige in einem Interview mit der Sporttageszeitung "L'Equipe".

"Ich bin davon überzeugt, dass die WM 2010 ein Ziel für mich sein könnte. Ich vermisse die Nationalmannschaft", sagte er weiter.

Trezeguet laboriert derzeit an den Folgen einer Knieoperation, das Comeback ist für Februar 2009 geplant. Er stelle keine Bedingungen für eine Rückkehr, betonte der Juve-Star. Sein letztes Länderspiel für Frankreich bestritt er im März beim 1:0 gegen England.

Hiddink ist zu teuer

Milliardär und Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch greift angeblich in seine Privatschatulle, um das Gehalt des russischen Nationaltrainers Guus Hiddink zu finanzieren.

Der Oligarch soll an den klammen russischen Verband laut russischen Medienberichten knapp vier Millionen Euro überwiesen haben, damit dieser seinen niederländischen Coach bezahlen kann. Hiddink soll zwei Monate kein Geld erhalten haben, eine Bestätigung des Verbandes liegt nicht vor.

Den Geldfluss sollen Abramowitsch, Sportminister Witali Mutko und Sergej Kapkow als Chef der russischen Fußball-Akademie bei einem Treffen am Dienstag vereinbart haben. Hiddink steht bei den Russen bis nach der WM 2010 unter Vertrag, denkt aber bereits über ein weiteres Engagement nach.

EM 2016 auf zwei Inseln?

Der schottische Fußball-Verband SFA hat erste Gespräche mit dem Verbänden von Wales und Nordirland aufgenommen, um eine gemeinsame Bewerbung um die Ausrichtung der EM 2016 auf den Weg zu bringen.

Die Europameisterschaft wird dann erstmals mit 24 Mannschaften ausgetragen. Schottland alleine hat nicht genügend adäquate Stadien. Der schottische Verband bestätigte die Kontakte, nannte die Gespräche allerdings "vorläufig".

Als Favorit auf die EM-Gastgeberrolle 2016 gilt jedoch Frankreich, das bereits 1984 eine Europameisterschaft ausgerichtet hatte. Damals errang die Equipe Tricolore, angeführt vom heutigen UEFA-Präsidenten Michel Platini, die EM-Krone.

Partynacht hat juristisches Nachspiel

Der peruanische Nationalspieler Claudio Pizarro (Spielerporträt) hofft in seiner Auseinandersetzung mit seinem Heimatverband auf Hilfe vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

Der Profi von Werder Bremen war im März mit einer Länderspielsperre von 18 Monaten belegt worden, weil er im Dezember 2007 im Anschluss an ein Spiel gegen Brasilien an einer Party mit reichlich Alkohol beteiligt gewesen sein soll.

"Ich war bei der Sache gar nicht dabei", sagte Pizarro der "Sportbild". Vor dem CAS will er nun "um die Wahrheit kämpfen".

Sperre wegen Hitlergruß

Ein geschmackloser Scherz hat Daniel Guijo-Velasco vom niederländischen Zweitliga-Klub Helmond Sport eine Sperre von fünf Spielen eingebracht.

Der Belgier hatte seinem Gegenspieler vom RBC Roosendaal den Hitlergruß gezeigt, weil dieser wie ein Deutscher herumgelaufen sei, wie Guijo-Velasco zur Begründung sagte.

Sein Verein hat bereits angekündigt, keine Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Nuno Gomes und Co. zurück auf die Schulbank

Stürmerstar Nuno Gomes und zahlreiche Profis in Portugal werden künftig freiwillig wieder die Schulbank drücken. Die Spielergewerkschaft des Landes bietet den Profis eine Weiterbildung an.

"Von 1600 Spielern haben etwa 850 Interesse bekundet", erklärte Joaquim Evangelista, der das Projekt leitet. Neben dem schon 32 Jahre alten Gomes (Benfica Lissabon) haben auch die jeweils 22 Jahre alten EM-Teilnehmer Joao Mutinho und Miguel Veloso (beide Sporting Lissabon) Interesse an der von der Regierung geförderten Weiterbildungsmaßnahme bekundet.

"Sogar sehr bekannte Spieler haben ein Bedürfnis, dies zu tun", sagte Evangelista: "Entweder tun sie es für das Selbstbewusstsein oder einfach, um besser für die Zeit nach der Karriere gewappnet zu sein."

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