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Kaka wechselte 2003 vom FC Sao Paulo zum AC Mailand © getty

Der Klub von Michael Ballack bietet 100 Millionen Euro für den Weltfußballer, dessen Berater einen baldigen Wechsel für möglich hält. Konkurrent ManUnited will einen Barca-Superstar zurück auf die Insel holen.

Von Martin Hoffmann

München - Mit der Behauptung, der FC Chelsea habe ein "astronomisches Angebot" für Weltfußballer Kaka vorgelegt, hatte AC Mailands Vizepräsident Adriano Galliani im Juli für Wirbel gesorgt.

Damals hatte er aber noch erklärt, dass die "Rossoneri" den Brasilianer keinesfalls abgeben würden.

Einen Monat später erklärt nun aber Kakas persönlicher Assistent, dass die Blues sehr wohl noch mit Milan verhandeln - und dass der 26-Jährige womöglich noch in diesem Monat das Chelsea-Trikot überstreift.

Es wäre der Top-Transfer des Sommers: Der Klub von Michael Ballack hat angeblich 100 Millionen Euro für Kaka geboten.

Warten auf Einigung der Klubs

"Ich glaube, dass ein Transfer im August weiterhin im Bereich des Möglichen ist", erklärte Diogo Kotscho gegenüber dem "Observer".

"Wir wissen, dass die Klubs über den Transfer reden, aber dass sie noch zu keinem Ergebnis gekommen sind", so Kotscho weiter.

Kaka werde nichts tun, bevor sich die Vereine einig würden: "Er wartet auf einen Deal und dann wird er mit Chelsea verhandeln."

Chelsea dementiert

Laut Kotscho hängt es vom jetzigen Klub seines Schützlings ab: "Normalerweise verkauft Milan seine besten Spieler nicht. Wir glauben, dass sie das Angebot zu schätzen wissen, aber es ist nicht leicht für sie, es zu akzeptieren. Im Moment müssen wir einfach abwarten."

Von der Stamford Bridge werden Gespräche über Kaka allerdings dementiert.

"Die Position des Klubs hat sich nicht verändert", erklärte ein Sprecher: "Aus Mailand hieß es, der Spieler sei nicht zu verkaufen, also stehen wir auch nicht in Verhandlungen."

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Transfergeschehen zusammengefasst.

Drogba bleibt Chelsea treu

Während die Personalie Kaka noch in der Schwebe ist, hat Coach Luiz Felipe Scolari bei Didier Drogba nun offenbar Planungssicherheit.

Der Stürmer von der Elfenbeinküste hat erklärt, dass er die kommenden beiden Jahre bei den Blues bleiben wird.

"Alles läuft gut hier und ich habe noch zwei Jahre Vertrag - und ich werde sie bei Chelsea verbringen", erklärte der 30-Jährige dem Magazin "France Football".

Bei allen Top-Klubs im Gespräch

Damit beendete er die Wechselspekulationen an der gleichen Stelle, wo er sie im vergangenen Jahr ins Rollen gebracht hatte.

"Nichts kann mich mehr bei Chelsea halten", hatte er im Oktober nach der Entlassung des von ihm verehrten Trainers Jose Mourinho festgestellt.

Drogba war darauf mit allen europäischen Topklubs - Barcelona, Real Madrid sowie Inter und AC Mailand - in Verbindung gebracht worden.

Manchester will Henry

Chelseas größter Premier-League-Rivale Manchester United will offenbar Thierry Henry zurück auf die Insel holen.

Wie britische Medien übereinstimmend berichten, hat der englische Meister ein 25-Millionen-Euro-Angebot an den FC Barcelona abgegeben.

Es heißt, dass ManUnited den ehemaligen Arsenal-Stürmer in einem Blitz-Transfer verpflichten will, so dass er schon am Sonntag zum Ligastart in Newcastle auflaufen kann - am Tag seines 31. Geburtstags.

Ferguson dementiert nicht

Die "Red Devils" suchen dringend einen neuen Angreifer, da der Wechsel von Tottenhams Dimitar Berbatov wohl geplatzt ist.

United-Coach Sir Alex Ferguson gilt als großer Bewunderer Henrys, daran hat auch dessen äußerst durchwachsene letzte Saison bei Barca offenbar nichts geändert.

Der Trainer dementiert das Interesse an Henry auch nicht direkt, sondern meinte vielsagend: "Ich kann darauf nicht antworten, denn ich habe keine direkte Antwort."

Roma interessiert an Baptista

Real Madrids Julio Baptista steht womöglich vor einem Wechsel zum AS Rom.

Roma-Coach Luciano Spalletti hat zumindest Interesse an dem brasilianischen Offensivakteur offiziell bestätigt.

"Es ist wahr, dass wir in Gesprächen sind, aber in entspannter Atmosphäre", bestätigt Spalletti. Er bezeichnete den 26-Jährigen wegen seine Vielseitigkeit als "idealen" Spieler für seinen Klub.

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