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Sepp Blatter (l.) ist seit 1998 FIFA-Präsident © AFP

FIFA-Präsident Sepp Blatter ist Sieger des internen Machtkampfs. In der internationalen Presse wird er dennoch nicht gefeiert.

Köln - Das Ethik-Komitee sprach FIFA-Präsident Joseph S. Blatter im Korruptionsskandal frei, die internationale Presse nicht (BERICHT: Bin Hammam gibt auf).

Selbst der Schweizer "Blick", in dem Blatter Kolummnen schreibt, kommentierte bissig: "Wer mit Blatter in den Ring steigt, der sollte wissen, worauf er sich einlässt. Kein Sportfunktionär lobbyiert schlauer als dieser Fuchs. Und keiner zieht sein Netz der Macht geschickter und skrupelloser über alle Kontinente."

SPORT1 zeigt internationale Pressestimmen im Überblick:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Korruption und Verrat - im Rennen um die FIFA-Führung bleibt Blatter ohne Rivalen. Die FIFA versinkt im Chaos, der Eindruck ist, dass der Skandal noch nicht zu Ende ist und dass sich diese Schande noch weiterentwickeln wird. Blatter wird freigesprochen und segelt einer Wiederwahl entgegen. Wer den großen Boss herauszufordern versucht, wird bestraft".

Corriere dello Sport: "Die FIFA ist zu einem Schlachtfeld geworden. Am Sonntag ist der erste Kopf gefallen: Blatters Gegner Mohammed Bin Hammam wirft wegen des Vorwurfs der Korruption das Handtuch. Jetzt bleibt nur Blatter im Rennen. Am Mittwoch kann er problemlos bei der ersten Runde wiedergewählt werden, doch sein Ansehen ist zutiefst angekratzt".

Tuttosport: "Sepp Blatter erhält wieder einmal grünes Licht. Am Mittwoch wird er zum vierten Mal zum Kaiser des Weltfußballs gekrönt."

SCHWEIZ

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Blick: "Wer mit Blatter in den Ring steigt, der sollte wissen, worauf er sich einlässt. Kein Sportfunktionär lobbyiert schlauer als dieser Fuchs. Und keiner zieht sein Netz der Macht geschickter und skrupelloser über alle Kontinente. Kurz: Das Intrigenspiel, das in den letzten Wochen rund um die Macht im Weltfußball gespielt wurde, ist genau sein Spiel. Niemand beherrscht es so gut wie er. ... Im Netz von Blatter hat sich nun auch Bin Hammam verfangen. Aber wie naiv der steinreiche Mann in die Falle getappt ist, das ist doch erstaunlich."

Neue Zürcher Zeitung: "Im Führungszirkel der FIFA werden oft Ellbogen ausgefahren. Wenn es drauf ankommt, dominieren Grobheit und Machtkalkül und nicht Fairplay, das der Weltfußballverband so penetrant predigt. Andere stolpern und stürzen - Blatter übersteht seit Jahren alle Stürme."

ÖSTERREICH

Der Standard: "Noch so ein Sieg von Joseph S. Blatter, und die FIFA ist endgültig verloren."

ENGLAND

The Sun: "Die FIFA ermittelt nicht gegen Sepp. Der Verband suspendiert Mohamed Bin Hammam und Jack Warner. Der Kampf um die Führung der FIFA wird zu einer Farce."

Daily Mirror: "Alles steht bereit, damit Blatter König der FIFA bleibt. Sepp Blatter wurde der Weg zu einer widerstandslosen Wiederwahl freigemacht."

The Telegraph: "Die FIFA treibt die Präsidentschaftswahl trotz der Suspendierung von Mohamed Bin Hammam voran und riskiert mit einer Wahl, bei der Sepp Blatter inmitten eines sich ausbreitenden Korruptionsskandals der einzige Kandidat ist, Hohn und Spott."

SPANIEN

Marca: "Die FIFA erteilt Blatter die Absolution und suspendiert Bin Hammam."

AS: "Die FIFA entlastet Blatter und suspendiert Bin Hammam. Der Katarer kündigt seinen Rückzug an und macht den Weg frei für den Schweizer. Sepp Blatter wird am Mittwoch als FIFA-Präsident wiedergewählt."

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