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Diego Forlan wechselte 2007 vom FC Villarreal zu Atletico Madrid © imago

Bei SPORT1 spricht Uruguays Superstar Diego Forlan über das 1:2 gegen Deutschland, seine schwierige Saison und seine Zukunft.

Von Thorsten Mesch

Sinsheim/Frankfurt ? Bei der WM im vergangenen Jahr wurde Diego Forlan noch zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Doch Uruguays Superstar hat ein schwieriges Jahr hinter sich.

Bei Atletico Madrid hatte er Differenzen mit Trainer Quique Sanchez Flores, der ihn ausgebremst, aber den Verein mittlerweile verlassen hat.

Die Gerüchteküche brodelte, Forlan wolle Atletico verlassen, hieß es. Er wurde mit dem Maradona-Klub Al Wasl, mit Flamengo Rio de Janeiro und anderen Vereinen in Verbindung gebracht.

Forlan selbst bleibt ganz ruhig. Er habe noch Vertrag bei Atletico und fühle sich in Madrid wohl, erklärt er.

Im Juli will bei der Copa America in Argentinien wieder angreifen und gehört mit Uruguays Team zu den Favoriten.

Im SPORT1-Interview spricht Diego Forlan über das 1:2 gegen Deutschland (Bericht), seine schwierige Saison und seine Zukunft.

SPORT1: Herr Forlan, wie bei der WM hat Uruguay knapp gegen Deutschland verloren. Sind Sie dennoch zuversichtlich für die im Juli anstehende Copa America?

Diego Forlan: Ich bin guter Dinge. Wir wollten gewinnen, haben das gezeigt, was unser Spiel ausmacht, und mit unserem jungen Team eine ganz gute Leistung gebracht.

SPORT1: Was sagen Sie zur Entwicklung der deutschen Mannschaft?

Forlan: Es ist ein großartiges Team mit sehr guten Spielern. Deutschland gehört eben zu den besten Mannschaften der Welt.

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SPORT1: Glauben Sie, dass Uruguay bei der Copa America in Argentinien zu den Favoriten gehört?

Forlan: Viele sehen uns als Favorit, aber es sind viele gute Mannschaften dabei und für einen Titelgewinn muss alles passen.

SPORT1: Vor dem Spiel wurde viel darüber geschrieben, Sie seien nicht in Form. Diese Behauptung haben Sie mit Ihrer Leistung widerlegt. Wie beurteilen Sie sich?

Forlan: Ich fühle mich gut. Ich arbeite an mir und versuche, das Beste für die Mannschaft zu bringen.

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SPORT1:Haben Sie die negativen Berichte der letzten Wochen gestört?

Forlan: Nein. Es ist ja immer wichtig, dass etwas geschrieben oder gesprochen wird. Ich bin da ganz ruhig.

SPORT1: Dass Sie bei Atletico Madrid in der vergangenen Saison oft auf der Bank gesessen haben dürfte Sie aber nicht so ruhig lassen, oder?

Forlan: Dass ich häufig nicht gespielt habe, hatte ja keine fußballerischen Gründe, sondern es lag an persönlichen Problemen und einem Trainer, was sehr schade ist. Er hatte persönliche Differenzen mit mir und hat versucht, mich deshalb nicht einzusetzen. Ich habe immer versucht, gut zu trainieren mich mit Leistung anzubieten und auf den Moment meiner Rückkehr gehofft. Der Moment ist nicht gekommen, aber jetzt habe ich die Möglichkeit, in der Nationalmannschaft gut zu arbeiten.

SPORT1: Es wurde auch darüber spekuliert, Sie wollten Atletico Madrid verlassen. Wo sehen Sie Ihre Zukunft?

Forlan: Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei Atletico und fühle mich in Madrid wohl. Wie es aussieht, plant der Verein auch weiter mit mir.

SPORT1: Hatten Sie denn Angebote von anderen Klubs?

Forlan: Nein. Ich habe von keinem Angebot gehört.

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