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Ronaldo erzielte 62 Tore im Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft © getty

Der dreimalige Weltfußballer wird gegen Rumänien sein Abschiedsspiel im Nationaltrikot geben. Eine erfolgreiche Karriere endet.

Sao Paulo - Gänsehaut werde er haben, die Tränen rollen.

Ronaldo, der die Fußball-Welt in 18 Jahren Spielerkarriere oft genug verzückt hat, sieht beim Abschiedsspiel am Dienstag in Sao Paulo starke Emotionen auf sich zukommen. Und hofft auch auf Schützenhilfe von Gegner Rumänien.

Ein Tor beim finalen Akt? "Das wäre fantastisch, dann wäre das Fest komplett", antwortete der dreimalige Weltfußballer.

Dazu müsse er aber Jungstar Neymar, der am Samstag beim 0:0 gegen die Niederlande noch wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte bekommen hatte, bitten, möglichst einen Elfmeter zu schinden.

Nur ein Kurzeinsatz

Der WM-Rekordtorjäger (15 Treffer) soll 15 Minuten vor der Pause eingewechselt werden.

Nach ein paar Tagen Fitnesstraining kam die Einsicht, dass es zu mehr nicht mehr reicht.

"Bei jeder Einheit litt ich unter den alten Verletzungen. Ein Tag trainieren, ein Tag ausruhen", äußerte der Weltmeister von 1994 und 2002 über die letzten zwei Wochen.

"Ein wunderbarer Traum"

Doch die Vorfreude auf die Partie im mit 40.000 Zuschauern gefüllten Pacaembu-Stadion, wo er beim SC Corinthians seine Karriere ausklingen ließ, ist enorm.

"Meine Historie mit der Selecao war ein wunderbarer Traum, sicherlich das wichtigste Trikot in meiner Laufbahn", sagte der heutige Geschäftsmann.

Gründung einer Sportmarketing-Agentur

Denn seit seinem Rücktritt am 14. Februar trägt er feinen Zwirn. In Zusammenarbeit mit dem weltweit agierenden Kommunikationsriesen WPP gründete "O Fenomeno" die Sportmarketing-Agentur 9ine.

[kaltura id="0_8wnna2di" class="full_size" title="Tore satt beim Gigantentreffen"]

Die Trikotnummer, die ihn berühmt werden ließ, stand Pate beim Namen.

Neymar unter Vertrag

Zwei Kronjuwelen der Selecao lassen sich schon von Ronaldo vermarkten: Neymar und Lucas.

Das junge Unternehmen sucht Sponsoren, garantiert Präsenz der Klienten in sozialen Internet-Netzwerken und kreiert Spieler-Homepages.

Der Unternehmer Ronaldo hält weiterhin Anteile an einer Fitnessstudio-Gruppe, an Immobilien, Aktien und Investmentfonds.

Mehr Arbeit - weniger Geld

"Ich arbeite mehr als vorher und verdiene weniger", jammerte der Fußball-Millionär scherzhaft, der jetzt aber immerhin "am Wochenende mehr Zeit für die Familie" habe.

Das, was er heute sei, habe er vor allem seinen Auftritten im kanariengelben Trikot zu verdanken.

"Die Selecao gab mir Popularität, Status und Stolz", so einer der besten Stürmer, die es je im Fußball gab.

Zahlreiche Stationen

Über 400 Tore zeugen von einem einmaligen Talent, das in der Halle des Clube Valqueire in der verarmten Nordzone Rio de Janeiros seinen Anfang nahm und ihn zu Europas Topklubs PSV Eindhoven, FC Barcelona, Inter Mailand, Real Madrid und AC Mailand brachte.

Am Dienstag soll dieser Teil seines Lebens mit dem 63. Treffer im Nationaltrikot enden.

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