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Spaniens U 21 wurde nach 1986 und 1998 zum dritten Mal Europameister © getty

Spaniens U 21 macht es der A-Mannschaft nach und erklimmt gegen die Schweiz Europas Thron. Die Südeuropäer beerben das DFB-Team.

München/Aarhus - Die Dominanz des spanischen Fußballs setzt sich fort.

Nach Welt- und Europameisterschaft bei den Senioren holte auch die U 21 der Furia Roja den EM-Titel und trat die Nachfolge der deutschen Junioren um Mesut Özil, Manuel Neuer und Sami Khedira an, die 2009 triumphiert hatten.

Im Finale im dänischen Aarhus schlugen die Iberer die Schweiz durch Treffer von Ander Herrera (41.) und Thiago Alcantara (82.) mit 2:0 (1:0). Für Spanien war es der dritte Erfolg bei den U-21-Junioren nach 1986 und 1998.

Das DFB-Team von Trainer Rainer Adrion hatte sich nach dem Titelgewinn 2009 in Schweden diesmal nicht für die Endrunde qualifizieren können und war in der Qualifikation an Island gescheitert.

Weißrussland holt den dritten Platz

Neben den beiden Finalisten sicherte sich Weißrussland durch ein 1:0 (0:0) gegen Tschechien im Spiel um Platz drei das dritte Ticket für die Teilnahme am olympischen Fußballturnier 2012 in London.

Nur England konnte im Turnierverlauf Spanien ein Unentschieden (1:1) abtrotzen. Ansonsten brillierte die Mannschaft von Trainer Luis Milla fast wie die Auswahl von A-Nationalcoach Vicente Del Bosque.

Mit Kurzpassspiel, viel Ballbesitz, schnellen Rochaden und verwirrendem Kombinationsspiel dominierte die spanische Elf auch den Titelkampf in Dänemark.

Lopez erhält Goldenen Schuh

Überragender Spieler des neuen EM-Champions war der fünffache Turniertorschütze Adrian Lopez, der mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet wurde. Milla lobte allerdings ausdrücklich den Endspielgegner Schweiz: "Das war die beste Mannschaft, gegen die wir im Turnierverlauf gespielt haben."

Die Eidgenossen erkannten den Erfolg der Spanier derweil neidlos an.

"Die beste Mannschaft hat gewonnen", sagte der Schweizer Coach Pierluigi Tami: "Mit dem Tempo und Rhythmus der Spanier kamen wir nicht zurecht. Ich bin sehr stolz und habe mich bei den Spielern bedankt. Sie gaben alles in den letzten vier Wochen."

Nachrücker für Hitzfeld

Der Schweizer A-Nationalcoach Ottmar Hitzfeld kann sich freuen, einige der U-21-Vize-Europameister haben sich in Dänemark für höhere Aufgaben empfohlen.

Allen voran Torwart Yann Sommer, der erst im Endspiel nach 432 Minuten erstmals bezwungen wurde und ein großer Rückhalt seiner Mannschaft war.

Vor allem beim 1:0-Auftaktsieg gegen Gastgeber Dänemark überragte Sommer.

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