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Arturo Vidal (l.) spielt seit 2007 in der chilenischen Nationalelf © getty

Der Leverkusener entscheidet die Partie gegen Mexiko. Uruguay spielt nur remis. Argentinien will nicht wie Barcelona spielen.

San Juan - Der Marktwert des umworbenen chilenischen Nationalspielers Arturo Vidal ist am Dienstag gleich doppelt gestiegen.

Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen schoss Chile bei der Copa America (bis zum 24. Juli LIVE im TV bei SPORT1 und SPORT1+) in Argentinien zum 2:1 (0:1)-Auftaktsieg gegen Mexiko.

In der Heimat berichtet die Sportzeitung "Triunfo", Italiens Rekordmeister Juventus Turin sei bereit, 21 Millionen Euro Ablöse für Vidal zu zahlen.

Bayern München hatte bislang etwa zehn Millionen geboten. 241095(DIASHOW: Die Bayern-Planspiele)

Araujo mit der Führung

In Argentinien spielte Vidal unbeeindruckt von jeder Transfer-Spekulation, nach einem Eckball entschied er das Duell in der 73. Minute. (DATENCENTER: Copa America)

Rund 20.000 rotgekleidete Chile-Fans waren über die Grenze nach San Juan gekommen und erlebten eine Schrecksekunde, als Nestor Araujo die mit einer verstärkten U-22-Auswahl angereisten Mexikaner in Führung brachte.

Esteban Paredes (67.) glich aus, dann traf Vidal. Die Chilenen hoffen weiter auf ihren ersten Copa-Titel.

"Wir gehen mit der gleichen Einstellung in die Partie wie gegen Mexiko", sagte Chiles Rechtsaußen Alexis Sanchez zum nächsten Spiel gegen Uruguay (Sa., 02.45 Uhr LIVE im TV bei SPORT1 und SPORT1+).

Urus nur mit Remis

Zugleich setzte sich die Schwäche des Turnierfavoriten und WM-Vierten fort: Uruguay kam im zweiten Spiel der Gruppe C gegen Peru nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus.

Zuvor hatten Argentinien (1:1 gegen Bolivien, Highlights im Video) und Brasilien (0:0 gegen Venezuela) in ihren Auftaktspielen enttäuscht.

Gegen ersatzgeschwächte Peruaner, für die der Hamburger Bundesliga-Profi Paolo Guerrero (23.) traf, tat sich Uruguay schwer. England-Legionär Luis Suarez (45.) sicherte zumindest mit seinem Tor noch einen Punkt.

Es kommt nicht nur auf Forlan an

Uru-Stürmer Diego Forlan konnte bisher nicht an seine Leistungen von 2010 anknüpfen, als er in Südafrika zum besten Spieler der WM gewählt wurde: "Es geht nicht um mich sondern darum, dass wir weiterkommen. Wir haben eine sehr schwere Gruppe. Ich denke jetzt nicht an Brasilien oder Argentinien, sondern an die Partie gegen Chile."

[kaltura id="0_cdeksu5w" class="full_size" title="Vidal rettet Chile den Sieg"]

Torschütze Guerrero trauerte dagegen einer Möglichkeit hinterher: "Am Ende hatte ich eine gute Chance die ich leider nicht reingemacht habe. Wir haben 90 Minuten gekämpft, aber wir wussten, dass es schwer werden würde."

Und weiter: "Es ist schwer Tore zu erzielen, weil alle Teams sehr eng beisammen sind und taktisch gut arbeiten."

Abschied vom "Modell Barcelona"

Alle vier Teams ziehen nun nach Mendoza weiter, wo am Freitag der zweite Spieltag mit den Spielen Uruguay gegen Chile und Peru gegen Mexiko ansteht.

Gastgeber Argentinien dagegen nimmt Abschied vom "Modell Barcelona".

Die Idee des Nationaltrainers Sergio Batista hatte gut geklungen: Den Stil des FC Barcelona kopieren, und schon brilliere Weltfußballer Lionel Messi von alleine.

Vor dem zweiten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Kolumbien sind diese Planspiele Makulatur.

"Spielen wie Argentinien"

"Unser Vorsatz ist nicht, wie Barcelona zu spielen, auch wenn es mir gefallen würde, sondern wie Argentinien", sagte Batista.

Der Nachfolger von Diego Maradona widersprach nach dem Duell mit Bolivien damit seiner vor dem Turnier laut propagierten Vorstellung, den traumhaften Kombinationsfußball der Katalanen auf die Seleccion zu übertragen.

Den Stil des Champions-League-Siegers zu bewundern, ist eine Sache, ihn zu kopieren, eine andere.

Das räumte auch Kapitän Javier Mascherano ein: "Um wie Barcelona zu spielen, braucht man auch Fußballer wie dieser Klub."

Boss Grondona kritisiert Spieler

Andres Iniesta und Xavi, Herzstücke des Barca-Spiels, sind aber Spanier - und Weltmeister.

Bislang ist Argentinien 2011 eine schlechte Kopie des Vorjahresmodells, das bei der WM mit 0:4 im Viertelfinale von Deutschland demontiert worden war.

Verbandsboss Julio Grondona verteidigte dennoch Messi, haute dessen Mitspieler aber in die Pfanne. "Er spielt nie schlecht. Diejenigen, die schlecht spielen, sind die, die um ihn herum stehen", sagte der AFA-Präsident.

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