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Arturo Vidal spielt seit 2007 für die chilenische Nationalmannschaft © getty

Die Bundesliga-Stars wie Arturo Vidal sorgen bei der Copa America für Furore. Ein Dortmunder hat aber noch Luft nach oben.

Von der Copa America berichtet Tobias Käufer

Buenos Aires - Nach der ersten Woche bei der Copa America (täglich bis zum 24. Juli LIVE im TV bei SPORT1+) können die acht im Turnier aktiven Bundesliga-Profis eine zufriedene Bilanz der bisherigen Spiele ziehen.

Das gilt vor allem für den Hamburger Paolo Guerrero, der mit seinem Treffer beim 1:1 im Auftaktspiel gegen den favorisierten WM-Vierten Uruguay für Aufbruchsstimmung im Lager der zuletzt so arg gebeutelten Peruaner sorgte.

"Es ist nicht verboten vom Finale zu träumen. Warum sollen wir hier nicht sechs Spiele absolvieren", befeuert der Hamburger die aufkeimende Euphorie.

Trotz der Verletzungen von Claudio Pizarro (Werder Bremen) und Jefferson Farfan (Schalke 04) ist die Zuversicht ins Lager der Peruaner zurückgekehrt.

Auch Inter an Vidal interessiert

Unterdessen kann sich Arturo Vidal über einen weiteren Neuzugang auf der Liste von interessierten Klubs aus Italien freuen:

Nach Juventus Turin und dem SSC Neapel meldeten chilenische Medien nun das Interesse von Inter Mailand an dem Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen an. Inters neuer Trainer Gian Piero Gasperini sei Feuer und Flamme für Vidal berichtet das chilenische Internetportal "123noticias".

Mit insgesamt 21 Millionen Euro hätte Inter bislang das höchste Angebot für Vidal abgegeben. Der darf sich nach seinem Treffer beim 2:1-Sieg Chiles über Mexiko genüsslich zurücklegen und beobachten wie sich die europäischen Top-Klubs um ihn reißen.

"Kein Kontakt" zu Real

Der Hamburger Tomas Rincon muss unterdessen nach seiner starken Leistung im Auftaktspiel gegen Brasilien Gerüchte aus der Heimat dementieren, Real Madrid habe seine Fühler nach ihm ausgestreckt.

Bedrängt von venezolanischen Reportern auf dem Trainingsgelände in Salta, stellte Rincon am Donnerstag (Ortszeit) klar: "Nein, bislang habe ich davon nichts gehört. Ich habe auch keinen Kontakt zu einem anderen Klub."

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"Wir können jeden schlagen"

Auch Juan Arango von Borussia Mönchengladbach will die Euphorie keinesfalls bremsen (424417DIASHOW: Bundesliga-Stars bei der Copa).

Der Venezolaner ist nach dem überraschenden 0:0 gegen den fünffachen Weltmeister Brasilien von der Stärke seiner Mannschaft überzeugt.

"Ich habe schon immer gesagt, dass wir jeden schlagen können. Es gibt keinen Grund sich zu verstecken."

Das neue Selbstbewusstsein des vermeintlichen Fußball-Zwergs Venezuela bekam auch die mexikanische Fußball-Legende Hugo Sanchez (ehemals Real Madrid) zu spüren.

Als sich Sanchez im mexikanischen Fernsehen despektierlich über die venezolanische Mannschadt äußerte, wieß Arango den proximenten Kritiker via "Twitter" zurecht.

Im bevorstehenden Spiel gegen Ecuador verspricht Arango einen heißen Kampf: "Wir werden um unser Leben spielen."

[kaltura id="0_8vjhzg7d" class="full_size" title="Messi und Co. müssen zittern "]

Für Orozco wird "ein Traum wahr"

Bislang noch nicht zum Zuge gekommen, aber dennoch hochzufrieden ist der Wolfsburger Yohandry Orozco.

Der 19-jährige Nachwuchsspieler erkämpfte sich in der Vorbereitung nicht nur das begehrte Trikot mit der Nummer zehn, sondern erlebt sein erstes großes Turnier nun hautnah mit: "Für mich ist ein Traum wahr geworden. Ich freue mich riesig, überhaupt dabei sein zu dürfen."

Kolumbien so gut wie durch

Ein positives Zwischenfazit können die beiden Kolumbianer Adrian Ramos (Hertha BSC Berlin) und Elkin Soto (FSV Mainz 05) ziehen.

Ihnen ist der Viertelfinaleinzug nach dem 1:0-Erfolg gegen Costa Rica und der starken Vorstellung gegen Gastgeber Argentinien (0:0) nur noch theoretisch zu nehmen (DATENCENTER: Copa America).

Gomez mit Ramos sehr zufrieden

"Wir müssen jetzt auf dem Teppich bleiben. Wir haben noch gar nichts erreicht", dämpft Soto die Erwartungen. Allerdings haben die südameriaknischen Experten Kolumbien mittlerweile in den Favoritenkreis aufgenommen.

Adrian Ramos hätte nach seinem Torerfolg im Auftaktspiel gegen Bolivien in Spiel zwei gegen Argentinien endgültig zum Volkshelden aufsteigen können. Doch er nutzte seine große Chance zum Führungstreffer nicht. Trotzdem ist Trainer Hernan Dario Gomez hochzufrieden: "Er hat eine prima Entwicklung durchgemacht."

Leistungsdichte ist enger

Noch nicht so richtig überzeugt hat bislang Lucas Barrios.

Doch der Stürmer von Meister Borussia Dortmund hat sich in der Partie gegen Brasilien am Samstag (Sa., ab 21 Uhr LIVE im TV bei SPORT1) einiges vorgenommen: "Gegen eine Mannschaft wie Brasilien zu spielen gibt mir einen Schuss Extra-Motivation."

Zugleich unterstreicht Barrios den Trend, der bei der Copa America in der ersten Woche zu sehen ist.

Die Alleinherrschaft der Giganten Argentinien und Brasilien ist vorbei, die Leistungsdichte unter den südamerikanischen Nationalmannschaften ist enger geworden: "Heute kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen, dass Brasilien oder Argentinien mal ebenso 3:0 oder 4:0 gewinnen."

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