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Gennaro Gattuso gewann mit dem AC Mailand zweimal die Champions League © getty

Der AC Mailand muss ein halbes Jahr auf den Weltmeister verzichten. In Südafrika ist man zuversichtlich. Eine Legende ist gestorben.

München - Die ersten Diagnosen haben sich bestätigt.

Wie befürchtet hat sich Gennaro Gattuso, Mittelfeldspieler des italienischen Erstligisten AC Mailand, das vordere Kreuzband gerissen. Der Weltmeister wird nun etwa sechs Monate pausieren müssen.

Der fälligen Operation wird sich Gattuso am 19. Dezember beim belgischen Spezialisten Marc Martens in Antwerpen unterziehen. Gattuso hatte sich die Verletzung am vergangenen Sonntag im Punktspiel gegen Catania Calcio (1:0) zugezogen.

Der Defensivspezialist gehört seit Jahren zu den Stammkräften bei Milan und der Squadra Azzurra. Mit dem AC gewann er zweimal die Champions League, mit Italien 2006 den WM-Titel.

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

Hickersberger in die Wüste

Der ehemalige österreichische Teamchef Josef Hickersberger übernimmt ab sofort das Traineramt beim Verein Al Wahda in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Dies bestätigte der 60-Jährige in der österreichischen Tageszeitung "Kurier". "Ich habe unterschrieben und bin froh, dass ich wieder einen Trainerjob habe", sagte Hickersberger, der beim Klub aus der Hauptstadt Abu Dhabi einen Vertrag bis Sommer 2009 erhält.

Der frühere Bundesligatrainer hatte nach der EURO im Sommer sein Amt als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft zur Verfügung gestellt.

"Ich habe aufgehört, weil die Zielsetzungen unrealistisch waren und ich nach der EM nicht die Energie hatte, dem nachzujagen", sagte Hickersberger.

Man könne in Österreich niemandem erklären, dass Serbien, Rumänien und Frankreich stärker seien: "Wenn du das tust, bist du ein Vaterlandsverräter."

Südafrika bereitet sich auf die WM vor

In Südafrika ist man weiter fest davon überzeugt, dass die Stadien bis zur Weltmeisterschaft im Jahr 2010 fertig gebaut sind.

"Plan B ist tot", sagte Danny Jordaan, der Chef des Nationalen Organisationskomitees und trat somit sämtlichen Spekulationen rund um das Turnier entgegen. Auch die Kosten seien unter Kontrolle.

Zudem verkündete er auf der Pressekonferenz in Johannesburg, dass die grundsätzliche Entscheidung gefallen sei nicht auf Kunstrasen zu spielen. Alle Stadien werden somit mit natürlichem Rasen ausgestattet sein.

Derweil läuft auch der Kartenverkauf für den Confed-Cup gut. "Wir hoffen, spätestens zum Valentins-Tag ausverkauft zu sein", hofft der für den Kartenverkauf zuständige Manager Leslie Sedibe auf volle Stadien zur WM-Generalprobe im Juni 2009.

23 Millionen für australische WM-Bewerbung 2018

Die australische Regierung hat umgerechnet 23,1 Millionen Euro für die Bewerbung um die Ausrichtung der WM 2018 bereitgestellt. Premierminister Kevin Rudd erklärte, die Regierung werde "alles tun", um den Verband bei der WM-Kandidatur zu unterstützen.

"Dies ist kein unerreichbarer Traum, es ist tatsächlich möglich", meinte FFA-Geschäftsführer Frank Lowy: "Europa mag denken, es sei 2018 wieder an der Reihe, aber Fußball ist ein weltweites Spiel."

Das Bewerberverfahren beginnt im kommenden Jahr, im Dezember 2010 wird der Weltverband FIFA die Entscheidung verkünden. Bisher haben Belgien und die Niederlande Interesse an einer gemeinsamen Ausrichtung bekundet, zudem wollen die USA, Mexiko, England, Spanien und China Bewerbungen einreichen.

Kroatische Legende gestorben

Der ehemalige kroatische Nationaltrainer Drazen Jerkovic ist tot. Der EM-Torschützenkönig von 1960 und beste WM-Torschütze von 1962 starb im Alter von 72 Jahren an einem Herzleiden.

Auf Vereinsebene stürmte Jerkovic für Dinamo Zagreb und erzielte in 315 Spielen und 300 Tore für den Klub.

Im Laufe seiner Trainerkarriere war er in den 70er Jahren auch in Österreich bei Klagenfurt und Villach tätig.

Matthäus für zwei Spiele auf die Tribüne

Lothar Matthäus muss die nächsten zwei Meisterschaftsspiele seines Klubs Maccabi Netanya in der israelischen Meisterschaft von der Tribüne aus verfolgen.

Der deutsche Rekord-Nationalspieler hatte beim 0:0 gegen Maccabi Petah Tikva den Schiedsrichter beschimpft. Zugleich muss Matthäus, der seit Saisonbeginn den Tabellenzweiten Netanya trainiert, eine Geldstrafe in Höhe von rund 1500 Euro bezahlen.

Für das Freundschaftsspiel am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach gilt die Sperre allerdings nicht. Die Borussen unternehmen in Begleitung von DFB-Präsident Theo Zwanziger eine Gastspielreise durch Israel.

Hintergrund für die Einladung sind die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Staates Israel sowie die langjährigen guten Beziehungen der Gladbacher zum israelischen Fußballverband, die bereits in den 60er Jahren begannen.

Im aktuellen Kader der Gladbacher stehen zudem die israelischen Nationalspieler Roberto Colautti und Gal Alberman.

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