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Alexandre Pato erzielte in bisher 18 Spielen für Brasilien acht Tore © getty

Bei der Südamerika-Meisterschaft kommt es im Viertelfinale zu einem echten Klassiker. Auf die Bundesliga-Stars warten schwere Aufgaben.

Von der Copa America berichtet Tobias Käufer

Buenos Aires - Alle acht Bundesliga-Stars im Viertelfinale, die Superstars endlich in Torlaune und dazu ein echter Klassiker im Viertelfinale:

Die 43. Auflage der Copa America kommt nach zähem Auftakt immer mehr ins Rollen.

Dazu tragen vor allem die beiden südamerikanischen Fußball-Giganten Argentinien und Brasilien bei, die in den abschließenden Gruppenspielen endlich anfingen zu zaubern. (DATENCENTER: Copa America)

"Die mächtigsten Nationen des Kontinents sind im Viertelfinale", freut sich die Tageszeitung "La Nacion".

Mit der Fähre zum Duell der Rekord-Sieger

Gastgeber Argentinien fiebert nun einem echten Viertelfinal-Klassiker entgegen.

Die Duelle gegen den Nachbarn Uruguay zählen zu den traditionsreichsten Duellen der Fußball-Geschichte (Copa America - täglich LIVE im TV auf SPORT1 und SPORT1+).

Tausende Fans werden wieder mit der Fähre von Uruguay aus über den Rio de la Plata übersetzen und die "Celeste" in Santa Fe unterstützen.

"Ich glaube fest an die Mannschaft, ich glaube ans Finale", verkündet Argentiniens Nationaltrainer Sergio Batista vor dem Aufeinandertreffen der beiden Rekord-Copa-Sieger selbstbewusst.

Messi ist Medienstar der Vorrunde

Dem hält Uruguays Superstar Diego Forlan entgegen: "Wir haben das Zeug, diese Partie zu gewinnen."

Titel Nummer 15 und damit die Tabellenführung in der Rangliste der ewigen Copa-Sieger streben beide Teams an, aber nur eines wird es mindestens bis ins Halbfinale schaffen.

Argentiniens Tageszeitung "Clarin" hat derweil untersucht, über wessen Kicker während des Turniers am meisten berichtet wird und kam zu einem ebenso klaren wie wenig überraschenden Urteil:

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Acht von zehn Berichten handeln von Lionel Messi.

Torjägerkanone: Agüero, Pato oder Neymar?

In das Halbfinale zieht es auch Brasilien mit aller Macht. Die "Selecao" fand beim 4:2 über Ecuador endlich zu ihrer Form. Die Doppeltorschützen Pato und Neymar haben die Jagd auf die Torjägerkrone eröffnet.

Die schien bislang für den Argentinier Sergio Agüero reseviert, wenngleich der beteuert: "Ich will nicht Torschützenkönig werden, sondern Südamerika-Meister."

Barrios und Santa Cruz gegen Selecao

Brasiliens Alexandre Pato gibt sich unterdessen zielstrebig: "Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht, jetzt müssen die nächsten folgen."

Im Viertelfinale kommt es zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Paraguay. Die Auswahl des Dortmunders Lucas Barrios hat sich als einer der beiden besten Drittplazierten durchgemogelt.

Da Paraguay gleich zweimal in Folge gegen Venezuela und eben Brasilien einen Vorsprung in den Schlussminuten verspielte, wurden Barrios, Santa Cruz und Co. mit dem wohl schwersten aller möglichen Viertelfinal-Gegner bestraft. Künstlerpech.

[kaltura id="0_nbwp5ngk" class="full_size" title="Selecao trotz Torwart Bock sicher weiter"]

Anden-Duell mit drei Bundesligaspielern

Auf die traditionsreiche Torjägerkrone der Copa America hofft auch der Peruaner Paolo Guerrero.

Dazu muss der Stürmer des Hamburger SV allerdings im Anden-Duell gegen Kolumbien mit seinen beiden Bundesliga-Stars Adrian Ramos (Hertha BSC Berlin) und Elkin Soto (FSV Mainz 05) an seine starken Leistungen aus den ersten beiden Spielen anknüpfen.

Venezuela kann Geschichte schreiben

Bleibt das Viertelfinale zwischen Venezuela und Chile.

Die Zeiten, dass Venezuela als Punktelieferant das Copa-Teilnehmerfeld auffüllt sind endgültig vorbei. Kapitän Juan Arango (Borussia Mönchengladbach), Tomas Rincon (Hamburger SV) und Yohandry Orozco (VfL Wolfsburg), der beim dramatischen 3:3 gegen Paraguay erstmals ins Geschehen eingriff, wollen Geschichte schreiben.

Ein Erfolg über Chile wäre gleichbedeutend mit dem ersten Halbfinal-Einzug der "Vinotinto" in der Geschichte des ältesten Nationenturniers der Welt.

Doch dagegen will sich Chile mit dem Noch-Leverkusener Arturo Vidal mit aller Macht wehren.

Nicht zu Unrecht: "La Roja" gilt unter den südamerikanischen Experten als heißer Endspielkandidat.

Legionäre machen Copa zum Exportschlager

Dass die Copa America weltweit so große Beachtung findet, liegt wohl auch an der großen Zahl an Legionären:

Von den 275 gemeldeten Profis spielen mehr als Hälfte, exakt 146, nicht in den heimischen Ligen der teilnehmenden Nationen.

Die Copa America war schon immer und ist es auch diesmal wieder eine große Bühne eines der begehrtesten südamerikanischen Exportschlager: Profi-Fußball.

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