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Beckham (l.) und Gullit haben sich ihr Engagement in L.A. sicherlich anders vorgestellt © getty

Der Europameister von 1988 legt sein Amt beim in L.A. nieder. Ein Kroate verlässt Milan. Die internationalen Splitter.

München - Der niederländische Europameister von 1988, Ruud Gullit, ist nicht mehr Trainer des US-Profiklubs Los Angeles Galaxy, Verein des englischen Superstars David Beckham.

Nach Angaben der LA Galaxy trat der 45-jährige Gullit aus "persönlichen Gründen" zurück. Dagegen wurde Präsident und General Manager Alexi Lalas entlassen.

Seit sieben Spielen wartet die Mannschaft in der Major League Soccer (MLS) auf einen Sieg.

Ohne den ehemalige US-Nationalspieler Lalas soll laut Angaben des Klubs jetzt ein kompletter Neuanfang gestartet werden.

Gullit erst seit November Coach

Als Interimstrainer fungiert zunächst der bisherige Gullit-Assistent Cobi Jones.

Gullit war erst im vergangenen November verpflichtet worden, nachdem zwischenzeitlich auch Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei den Kaliforniern als neuer Chefcoach gehandelt worden war.

"Es war für meine Familie mit mehr Schwierigkeiten verbunden als ich erwartet hatte, uns hier niederzulassen. Der Klub hat sich aber sehr verständnisvoll gezeigt", teilte Gullit mit, der als Coach zuvor schon den FC Chelsea, Newcastle United und Feyenoord Rotterdam betreut hatte.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Simic wechselt nach Monaco

Der frühere Champions-League-Finalist AS Monaco verpflichtet den kroatischen Nationalverteidiger Dario Simic vom AC Mailand.

Der 32-Jährige, der bisher 99 Länderspiele bestritt, wird am Mittwoch zur medizinischen Untersuchung in Monaco erwartet und soll anschließend nach Angaben des Klubs einen Zweijahres-Vertrag unterzeichnen.

Er spielte seit 2002 für Milan und wurde mit den Lombarden zweimal Champions-League-Siege.

Lange Sperre für Guerrero

Perus Nationalmannschaft muss in den kommenden sechs Spielen ohne Bundesliga-Stürmer Paolo Guerrero vom Hamburger SV auskommen.

Der 24-Jährige wurde vom Weltverband FIFA für sechs Spiele gesperrt, nachdem er im WM-Qualifikationsspiel seines Heimatlandes in Uruguay Mitte Juni wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte gesehen hatte.

Bei der 0:6-Niederlage in Montevideo hatte der ehemalige Münchner in der 38. Minute zunächst einen Foulelfmeter verursacht und anschließend den chilenischen Referee Pablo Pozo lautstark attackiert, was folgerichtig zum Platzverweis führte.

Rekord-Entlassung in Brasilien

Zum Abschluss der Hinrunde hat die brasilianische Meisterschaft einen Rekord in Sachen Trainer-Entlassungen aufgestellt. Der Rauswurf von Renato Gaucho beim Tabellenvorletzten Fluminense Rio de Janeiro nach dem 1:2 gegen Schlusslicht Ipatinga war bereits der 19. Trainerwechsel der laufenden Saison.

Im Schnitt musste damit pro Spieltag ein Übungsleiter bei den 20 Erstligisten seinen Hut nehmen.

Nautico Recife mit drei Wechseln

Lediglich die sieben Erstplatzierten mit Gremio Porto Alegre an der Spitze sowie der Tabellenneunte und Pokalsieger Sport Recife griffen noch nicht zum bewährten Mittel bei einer sportlichen Krise.

Rekordhalter ist der Tabellen-15. Nautico Recife, der gleich drei Trainer vor die Türe setzte.

Renato Gaucho hatte Fluminense in seiner dritten Amtszeit beim Klub im vergangenen Jahr zum Pokalsieg und in dieser Saison bis ins Finale der Copa Libertadores geführt, wo das Team aus Rio jedoch gegen Ecuadors Meister LDU Quito im Elfmeterschießen den Kürzeren zog.

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