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Paolo Guerrero feierte im Oktober 2004 sein Debüt in der Nationalmannschaft © getty

Der HSV-Star entscheidet das kleine Copa-Finale mit einem Dreierpack im Alleingang. Vom Staatspräsident gibt es eine Belohnung.

Buenos Aires - Erst schoss Paolo Guerrero Peru bei der Copa America in Argentinien auf Platz drei, dann durfte der Stürmer des Hamburger SV mit seinen Teamkollegen in der Präsidenten-Maschine die Heimreise antreten.

Nach dem 4:1 (1:0)-Sieg der Peruaner gegen Venezuela im "kleinen Finale" in La Plata hatte Staatsoberhaupt Alan Garcia der siegreichen sein Flugzeug geschickt (DATENCENTER: Copa America).

So konnte die siegreiche Mannschaft am Sonntag an der Einweihung des umgebauten Estadio Nacional in Lima teilnehmen und sich feiern lassen.

Guerrero mit Dreierpack

Nach seinen drei Toren gegen Venezuela stand Guerrero dabei im Mittelpunkt. "Wir sind nach Argentinien gekommen und wollten sechs Spiele spielen. Das haben wir geschafft. Wir genießen das jetzt, auch wenn es fast zu mehr gereicht hätte", sagte der HSV-Angreifer.

Guerrero hatte zunächst die Führung durch William Chiroque (40.) vorbereitet.

Nach dem Seitenwechsel erzielte er das 2:0 selbst (65.) und sorgte dann nach dem Anschlusstreffer durch Juan Arango von Borussia Mönchengladbach (70.) mit seinen Treffern in den beiden Schlussminuten für die Entscheidung.

Venezuela spielte ab der 58. Minute in Unterzahl, nachdem Guerreros Hamburger Klubkollege Tomas Rincon die Rote Karte gesehen hatte.

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Torjägerkrone fast sicher

Mit fünf Treffern hat Guerrero damit gute Chancen, Torschützenkönig der Copa zu werden.

Vor dem Finale zwischen dem WM-Vierten Uruguay und der Überraschungsmannschaft von Paraguay (ab 20.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und SPORT1+ und im LIVE-TICKER) führte der 27 Jahre alte frühere Münchner die Torjägerliste an.

Uruguays Angreifer Luis Suarez hatte drei Tore auf dem Konto. Zuletzt war vor 28 Jahren in Eduardo Malasquez ein Peruaner Torschützenkönig der Copa America geworden.

"Mit dem Skalpell entschieden"

Für Guerrero war aber der Erfolg der Mannschaft wichtiger.

"Ich nehme schöne Erinnerungen aus Argentinien mit. Es war eine grandiose Copa. Peru hatte schon immer große Spieler, man brauchte nur bei einigen den Chip zu wechseln. Der peruanische Fußballer ist heute ein anderer, er hat den Hunger nach Triumphen, und das war auch gegen Venezuela zu sehen", so der Matchwinner.

Perus Trainer Sergio Markarian wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Paolo hat die Partie mit dem Skalpell entschieden und mit jedem seiner Tore einen chirurgischen Schnitt gemacht."

WM-Quali als Ziel

Nächstes Ziel für Guerrero und Co. ist nun die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien.

Dann sollen auch die bei der Copa verletzten Claudio Pizarro (Werder Bremen) und Jefferson Farfan (Schalke) wieder eine wichtige Rolle spielen.

"Sie sind für das Team wichtige Spieler. Wir werden sie in der WM-Qualifikation wieder dabei haben, und ich glaube, dass sie uns noch ein Stück stärker machen", sagte Guerrero.

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