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Cristiano Ronaldo (l.) und Mesut Özil (r.) jubeln beim Testsieg gegen Berlin © imago

Der Ex-Dortmunder wird in Guangzhou erstmals für Madrid auflaufen. Weitere Transfers sind möglich, Neymar bleibt im Fokus.

Von Björn Seitner

München - Real Madrid hat die letzte Station seiner "World Tour 2011" erreicht.

Hunderte Fans empfingen die spanischen "Rock Stars" in Guangzhou, dem vorletzten Spielort einer Marketingreise, wie es sie wohl noch nie gab.

Trotz Promotion auf drei Kontinenten und 45.000 geflogenen Kilometern in 28 Tagen soll die Tour vor allem auch eine ernsthafte Vorbereitung auf die kommende Saison sein.

Denn eines ist wichtiger als alles andere: Die "Königlichen" wollen auf ihren Thron zurück, der FC Barcelona soll gestürzt werden.

Gegen Guangzhou Evergrade am 3. August steht nun auch endlich der Ex-Dortmunder Nuri Sahin vor seiner Premiere im "weißen Ballett".

Sahin: "In China wird er spielen"

Der 22-Jährige, der für zehn Millionen Euro vom Deutschen Meister BVB verpflichtet wurde, hat die bisherigen Testspiele aufgrund einer Bänderdehnung im linken Knie verpasst.

"Ich habe entschieden, dass er in Leicester noch nicht spielt, aber in China wird er zum Einsatz kommen", bestätigte Real-Coach Jose Mourinho.

Am 14. Juli zog sich Sahin die Verletzung im Training zu, ist nun aber nach nur 16 Tagen statt der prognostizierten drei Wochen wieder fit.

Noch absolviert der türkische Nationalspieler ein Individualtraining.

Nur Altintop fehlt noch

"Nur Hamit Altintop fällt noch aus", erklärte Mourinho, alle anderen Akteure seines Kaders sind fit.

Sami Khedira gab sein Comeback nach der Verletzung am kleinen Zeh bereits beim 3:1-Sieg im Test gegen Hertha BSC Berlin (BERICHT: Özil fehlt der Glanz - aber Real ist auf Kurs).

Auch Angel di Maria wird in China zum 25 Mann starken Kader gehören.

Nach seiner Hochzeit verbringe der argentinische Nationalspieler "seine Flitterwochen mit uns - hoffentlich ohne seine Fraue", sagte "Mou".

"Perfekte Vorbereitung" auf Barca?

Der exzentrische Trainer ist mit den bisherigen Tests zufrieden.

Eine "perfekte Vorbereitung" seien die fünf Siege gegen L.A. Galaxy, Chivas de Guadalajara, Philadelphia Union, Berlin und Leicester (NEWS: Real schlägt Leicester City). Die Partien gegen Guangzhou und Tianjin Teda (6. August) stehen noch aus.

Etwas müde sahen die Spanier bei ihrer Ankunft in China allerdings aus.

Auch Xabi Alonso betitelt das Ziel der Rundreise mit einer "kollektiven Verbesserung": "Wir wollen Stück für Stück weiterkommen."

Barca habe man aber "noch nicht im Kopf" - sagte der Weltmeister zumindest.

Und Mesut Özil erklärte SPORT1 nach dem Spiel gegen die Hertha: "Wir trainieren sehr intensiv. Wir wollen Titel holen."

Benzema wird bleiben

Zu einem ersten Duell zwischen Pokalsieger Real und Meister Barca kommt es bereits im spanischen Supercup am 14. und 17. August.

"Es muss unser Maßstab sein, Barcelona Paroli zu bieten. Daran werden wir in jedem Training arbeiten", sagte auch Khedira.

Ob sich im Kader der "Königlichen" bis dahin noch etwas tut, ist weiterhin offen.

Karim Benzema wird mit Sicherheit bleiben - Mourinho erklärte den Franzosen nach dessen starker Vorbereitung für unverkäuflich.

"Karim ist viel besser als vor einem Jahr, er denkt jetzt über Fußball wie ich", so der Portugiese.

Neymar: Santos blockt ab

Brasiliens Star Neymar steht dagegen weiterhin im Fokus (350007DIASHOW: Die internationale Wechselbörse).

"Falls Real Madrid oder irgendein anderer Klub sich entscheidet, die festgeschriebene Ablösesumme zu bezahlen, haben wir keine Option", erklärte Santos-Präsident Luis Alvaro de Oliveira Ribeiro.

Da die Verhandlungen seitens des Klubs aber abgeschlossen seien und Neymar in Santos bleiben wolle, werde man jeden Verein, der weiterhin um das Talent buhlt, bei der FIFA wegen unerlaubten Verhandelns anzeigen.

Kaka von Neymar überzeugt

Die Madrilenen sind angeblich bereit, die geforderten 45 Millionen Euro für den 19-Jährigen zu bezahlen.

Auch Kaka hat die Klasse seines Ladsmanns Neymar erkannt: "Er hat eine große Zukunft vor sich."

Nach dem hochdotierten Sponsorenvertrag mit der Fluggesellschaft "Emirates", die den Spaniern 125 Millionen Euro in fünf Jahren einbringt, und der "World Tour", die noch einmal gut 30 Millionen in Reals Kassen spült, scheinen weitere Transfers definitiv nicht ausgeschlossen.

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