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Weltfußballer Lionel Messi spielt seit 2004 beim FC Barcelona © getty

Vor dem Supercup-Duell gegen Porto strotzt Barca vor Selbstvertrauen. Messi will den Kreis schließen, Guardiola Geschichte schreiben.

München/Monaco - In der spanischen Primera Division traf Lionel Messi schon, da war er noch nicht einmal volljährig.

Die Champions League hakte er mit 18 ab, kurz vor seinem 19. Geburtstag traf er bei der WM in Deutschland.

Ob Copa America, spanischer Cup, Supercopa de Espana oder Weltpokal - in jedem Wettbewerb hat der kleine, große Argentinier schon getroffen.

In jedem? Nein. Der europäische Supercup, das Duell des Siegers der Champions League mit dem Gewinner der Europa League, ist Messis letzter weißer Fleck. Am Freitag will er diesen in Monaco gegen den FC Porto tilgen.

"Keine Grenze für Messi"

Daran, dass Messi das schafft und dem FC Barcelona nach Spaniens Supercup zum zweiten Titel der noch jungen Saison verhilft, hegt zumindest sein Klub keinerlei Zweifel.

"Messi steht in jedem entscheidenden Spiel seinen Mann. Für ihn gibt es keine Grenze, er meistert jede Herausforderung", schwärmt Barca auf seiner Internetseite vom Weltfußballer.

Zweimal gescheitert

Bei bisher zwei Versuchen hat es jedoch noch nicht geklappt: 2006 unterlagen Messi und Co. dem FC Sevilla, ein Tor erzielte beim 0:3 kein Katalane. 2009 bereitete Messi immerhin das Siegtor von Pedro gegen Schachtjor Donezk (1:0 n. V.) vor.

Für den 24-Jährigen würde sich beim vorletzten Supercup im Stade Louis II vor dem Umzug der Veranstaltung 2013 nach Prag also ein Kreis schließen.

Guardiola kann Geschichte schreiben

Sein Trainer Pep Guardiola dagegen strebt einen Rekord an: Gewinnt Barcelona bei seiner achten Teilnahme zum vierten Mal den Pokal, wäre der 40-Jährige mit zwölf Titeln der erfolgreichste Coach der Vereinsgeschichte.

Daran, dass die Katalanen verlieren könnten, verschwenden sie keinen Gedanken. "Bei Barcelona muss man Titel holen, wenn man die Chance dazu hat. Immer", sagt Eric Abidal.

Der etatmäßige Linksverteidiger muss gegen Porto wieder im Zentrum ran, weil Barca auf Kapitän Carles Puyol (Knieverletzung) und kurzfristig auch auf Pique verzichten muss, der sich am Dienstag im Training einen Muskelfaserriss in der linke Wade zuzog.

Kritik an Barcas Transferpolitik

Neben Abidal spielt wohl Javier Mascherano, der sonst im Mittelfeld zu Hause ist. Weil in der Defensive personell der Schuh drückt, kritisiert die Presse nun die Transferpolitik. Die Offensive wurde mit Alexis Sanchez (26 Millionen Euro) und Cesc Fabregas (29) verstärkt, die Abwehr aber verlor in Gabriel Milito, Martin Caceres und Henrique drei Zentrumsspieler.

Doch das Fachblatt "El Mundo Deportivo" träumt bereits von der Wiederholung des Triumphs von Wembley am 19. Mai 2012 in der Allianz Arena.

"Über Monaco nach München", gab es am Donnerstag schon die Richtung vor.

Abgänge schmerzen Porto

Porto wird ernst genommen, gilt aber nicht als allzu hohe Hürde. Schließlich hat der Klub in Andre Villas-Boas seinen Erfolgscoach (zum FC Chelsea) und mit Falcao (für 40 Millionen Euro zu Atletico Madrid) seinen Top-Stürmer verloren.

Falcao hatte mit seinem Rekord von 17 Toren großen Anteil am Triumph in der Europa League.

Selbstsichere Portugiesen

Villas-Boas' Nachfolger und früherer Assistent Vitor Pereira betonte aber: "Wir wissen, wie man gegen Barcelona spielt: Wir müssen hochkonzentriert sein, Fehler und Zweifel vermeiden, weil sie dir nichts verzeihen."

Leicht gesagt. Zumal er auf Außenverteidiger Alvaro Pereira verzichtet, für den Chelsea 30 Millionen Euro geboten haben soll.

Immerhin: Die Form des Supercup-Siegers von 1987 (Niederlagen 2003 und 2004) stimmt: Den portugiesischen Supercup hat die Mannschaft ebenso gewonnen wie die ersten beiden Ligaspiele.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Barcelona: Victor Valdes - Dani Alves, Mascherano, Abidal, Adriano - Xavi, Fabregas (Busquets), Iniesta - Villa, Messi, Pedro. - Trainer: Guardiola

Porto: Helton - Sapunaru, Rolando, Otamendi, Fucile - Belluschi, Fernando, Joao Moutinho - Hulk, Kleber, Djalma. - Trainer: Pereira

Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande)

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