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Lionel Messi (M.) und Cesc Fabregas (r.) kennen sich schon aus Jugendzeiten © getty

Barcelona gewinnt Europas Supercup gegen Porto. Messi und Fabregas werden gefeiert, Trainer Guardiola macht das Dutzend voll.

Monaco - Nach dem Traumtor war das neue Traumduo des FC Barcelona im Jubel vereint:

40-Millionen-Euro-Neuzugang Cesc Fabregas sprang in die Arme von Weltfußballer Lionel Messi, drückte den argentinischen Superstar an sich und packte den kleinen Ausnahmespieler fest am Haarschopf.

Die Art und Weise, wie Messi mit einem gefühlvollen Heber in den Strafraum den Treffer zum 2:0 (1:0)-Endstand im europäischen Supercupduell in Monaco gegen Europa-League-Gewinner FC Porto (Spielbericht) vorbereitete und der ehemalige Arsenal-Spieler dann mit traumwandlerischer Sicherheit zum Endstand verwandelte, ließ die Fußball-Kenner mit der Zunge schnalzen.

Blindes Verständnis mit Fabregas

"Ich habe zwar länger nicht mit Messi zusammengespielt, aber wir waren fünf Jahre zusammen, als wir noch jünger waren. Ihr könnt mir glauben: Ich kenne ihn! Er erkennt Spielsituationen, so sah er mich, und ich habe die Chance ergriffen", äußerte der nach acht Jahren in London zu seinem Stammklub Fabregas (350007Diashow: Die internationale Wechselbörse).

Die großen Schlagzeilen in den spanischen Medien gehörten allerdings erneut Messi. "Super-Messi im Supercup", titelte die spanische Sporttageszeitung "Sport".

"Nicht nur tolle Spieler, sondern auch Freunde"

Aber auch Neuerwerbung Fabregas zeigte nach seiner Einwechslung in der 80. Minute, dass er dem Starensemble der Katalanen gut zu Gesicht steht.

Und mit Messi versteht sich der einstige Starspieler des FC Arsenal nach wie vor fast blind. "Wir wissen alle, was Leo leisten kann. Selbst im Training macht er außergewöhnliche Dinge. Wenn es aber in Endspiele geht, weiß ich immer, dass ich auf ihn zählen kann", sagte Trainer Pep Guardiola.

Er freut sich, dass die "Barca-Familie" in Fabregas Zuwachs bekommen hat: "Das ist eine ganz spezielle Spielergeneration, denn sie sind nicht nur tolle Spieler: Sie sind auch Freunde."

Vielleicht auch ein Erfolgsgeheimnis des Klub-Weltmeisters.

Zwölfter Titel für Trainer Guardiola

Für den Trainer der Katalanen war der Erfolg im Stade Louis II ebenfalls etwas ganz Besonderes. Es war der zwölfte Titel, den der Coach seit 2008 mit Barca erringen konnte.

Damit hat Guardiola sogar "König Johan" Cruyff übertroffen, der zwischen 1988 und 1996 elf Trophäen als Barcelona-Coach holen konnte. "Es gibt aber immer noch viele Dinge, die wir verbessern können", meinte Guardiola, "wir dürfen nicht nachlassen, sonst werden andere an uns vorbeiziehen."

"Sie sind hungrig auf Erfolg"

In Monte Carlo deutete aber noch nichts darauf hin, dass die Ära FC Barcelona schon bald zu Ende gehen könnte. In Fabregas haben sich die Katalanen weiter verstärkt.

Das Kontingent der spanischen Weltmeisterspieler in Reihen des spanischen Meisters ist weiter gewachsen, und der Neue kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Er kennt das Spielsystem aus dem Effeff und braucht keine große Eingewöhnungszeit.

Der Coach wollte allerdings keine weitere Einzelkritik vornehmen, stattdessen lobte er das Team: "Ich werde nicht müde, meine Spieler zu loben. Sie sind hungrig auf Erfolg, auch wenn wir uns noch früh in der Saison befinden."

Historischer Treffer von Messi

Einmal mehr hatte Messi (39.) seine Mannschaft in Führung geschossen, er profitierte von einem eklatanten Fehlpass von Freddy Guarin und erzielte per Sololauf das 1:0.

Der 1,69 m kleine Argentinier hat nun in allen wichtigen Wettbewerben, von der Champions League über den Weltpokal und die Copa America bis hin zum Weltpokal getroffen.

Vierter Supercup-Sieg für Barca

Auch beim Gewinn des spanischen Supercups gegen Pokalsieger Real Madrid vor wenigen Tagen (2:2, 3:2) war Messi der entscheidende Mann gewesen.

Am Donnerstag war er von der UEFA zum Fußballer des Jahres von Europa 2010/2011 gekürt worden.

Barca hatte den europäischen Supercup bereits 1992, 1997 und 2009 gewonnen.

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