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Cristiano Ronaldo (r.) spielt seit Juli 2003 für Manchester United © getty

Vor dem Finale der Klub-WM in Yokohama gegen LDU Quito bekennt sich Cristiano Ronaldo pflichtschuldig zu Manchester United.

Yokohama - Champions-League-Sieger Manchester United will erstmals seit 1999 die beste Vereinsmannschaft der Welt werden.

Doch die Wechselgerüchte um Superstar Cristiano Ronaldo lassen das Endspiel der Klub-WM in Yokohama am kommenden Sonntag (ab 11.30 Uhr LIVESCORES) gegen LDU Quito (Teamseite) aus Ecuador völlig in den Hintergrund geraten.

"Mir ist egal, was in der Zeitung steht. Ich bin glücklich, für Manchester United spielen zu können. Mehr kann ich dazu nicht sagen", meinte der 23 Jahre alte Portugiese, nachdem am Donnerstag erneut Spekulationen über einen Wechsel zu Real Madrid hochgekocht waren.

Ein Dementi klingt anders, das Bekenntnis zu seinem aktuellen Arbeitgeber eher halbherzig. Ohnehin hatte Europas Fußballer des Jahres in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass es für ihn ein Traum sei, in Spanien zu spielen.

Bereits im vergangenen Sommer wollten die Königlichen den überragenden Spieler der vergangenen Saison für eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro vorzeitig aus dem noch bis 2012 laufenden Vertrag herauskaufen.

Doch ManUnited-Teammanager Sir Alex Ferguson nahm Ronaldo mit deutlichen Worten ins Gebet und erklärte ihn anschließend für unverkäuflich.

Virus-Händler Ferguson

Der neuerliche Vorstoß seitens Real vor dem Finale der Klub-WM brachte Ferguson in dieser Woche nun endgültig auf die Palme.

"Real hat keine Chance, es gibt keine Absprachen zwischen den Vereinen. Glauben Sie, ich würde mit dem Pack einen Vertrag machen? Auf gar keinen Fall. Ich würde denen noch nicht mal ein Virus verkaufen...", wetterte "Fergie".

Nach Angaben der spanischen Zeitung "El Mundo" soll der Wechsel zum Saisonende bereits in trockenen Tüchern sein und Ronaldo bei Real rund neun Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Unverständnis bei Real

In Madrid hat man mit Unverständnis und Enttäuschung auf die Beleidigungen durch Ferguson reagiert.

"In unserem Selbstverständnis gibt es keinen Platz für Beleidigungen der Gegner", sagte Real-Präsident Ramon Calderon am Freitag: "Es ist traurig, dass ein Mann mit einer so großen Karriere wie Mr. Ferguson solche Aussagen macht."

Eine Wechselvereinbarung zwischen beiden Vereinen dementierte Calderon: "Es gibt keine Vereinbarung."

Quitos selbstbewusster Torhüter

Die weiter anhaltenden Diskussionen um den torgefährlichen Offensivspieler Ronaldo belasten die Vorbereitungen der Red Devils auf die Partie gegen den Copa-Libertadores-Gewinner, der vor Selbstvertrauen nur so strotzt.

"Wir trainieren, um Klub-Weltmeister zu werden", erklärte Quito-Keeper Jose Cevallos (Spielerporträt) siegessicher.

Ferguson will trotz der Ronaldo-Spekulationen sein Team jedoch nicht als Zirkusnummer ins Finale schicken. Das Ziel ist der zweite Triumph nach 1999 (1:0 gegen Palmeiras Sao Paulo).

United ohne Berbatov

"Wir sind der einzige britische Klub, der den Titel schon mal gewonnen hat. Und wenn wir gewinnen, könnten wir dann in 30 Jahren zurückblicken und sagen: Manchester United war Weltmeister 2008. Das sind die Ansprüche in diesem Verein, und deshalb ist es wichtig für uns, dieses Turnier zu gewinnen", meinte Ferguson.

Verzichten muss Ferguson im Finale im WM-Stadion in Yokohama auf den erkrankten Ex-Leverkusener Dimitar Berbatov, dafür steht aber wieder Nationalspieler Gary Neville nach 18-monatiger Verletzungspause beim 17-maligen englischen Meister im Kader.

Der Verteidiger gehört ebenso wie Ryan Giggs und Paul Scholes zu den drei United-Profis, die bereits vor neun Jahren den Titel in Tokio geholt haben.

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