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Wohl auch nächste Saison vereint: Henry (r.) und Eto'o © getty

Trainer Pep Guardiola wollte den Kameruner abgeben, hat nun aber überraschend seine Meinung geändert. Dem umstrittenen Star Thierry Henry stärkt Guardiola ebenfalls den Rücken, so dass im Barca-Sturm ein heftiger Konkurrenzkampf zu erwarten ist.

Von Christian Stüwe

München/Barcelona - Kameruns Stürmerstar Samuel Eto'o bleibt nun überraschend doch beim FC Barcelona.

Dies gab Barcas neuer Trainer Pep Guardiola bekannt, der auch weiter auf Thierry Henry setzt.

Bei seinem Amtsantritt hatte der frühere Kapitän noch erklärt, er plane nicht mehr mit Eto'o. Die guten Leistungen des Torjägers in der Vorbereitung haben beim Coach aber offenbar zu einem Umdenken geführt.

Lob für die Einstellung des Stürmers

"Samuel wird bleiben, weil es das ist, was ich will und was er will", sagte Guardiola:

"Ich weiß, ich habe gesagt, ich zähle nicht mehr auf ihn. Aber ich habe auch gesagt, dass sich Dinge ändern können. Und Samuels Einstellung hat mich zu der Entscheidung gebracht, ihn behalten zu wollen."

Ronaldinho und Deco mussten gehen

Der neue Coach hatte an seinem ersten Tag erklärt, seine Top-Stars Eto'o, Ronaldinho und Deco könnten sich neue Klubs suchen.

Während Ronaldinho (AC Mailand) und Deco (FC Chelsea) bereits gewechselt sind, sollen an dem Afrikaner Chelsea, Tottenham Hotspur, Inter Mailand, Real Madrid und auch der usbekische Tabellenführer Kuruwtschi Taschkent interessiert gewesen sein.

Als Ersatz waren unter anderem Emmanuel Adebayor (Arsenal, David Trezeguet (Juventus Turin), Didier Drogba (FC Chelsea), Karim Benzema (Olympique Lyon) und der Ex-Leverkusener Dimitar Berbatov (Tottenham Hotspur) gehandelt worden.

Bleibt auch Henry?

Mit Thierry Henry könnte ein weiterer Stürmerstar ebenfalls bei Barca bleiben. Guardiola sagte dem früheren Arsenal-Spielführer, der im ersten Jahr in Barcelona bisher noch nicht seine alte Form gefunden hat, volle Rückendeckung zu. Der französische Nationalspieler war zuletzt mit Manchester United in Verbindung gebracht worden.

"Ich brauche sie beide", erklärte der frühere Barca-Kapitän Guardiola vor seinem Pflichtspieldebüt in der Champions-League-Qualifikation gegen Wisla Krakau: "Henry hat in der Vorbereitung sehr gut gespielt."

Dann wurde Guardiola deutlich: "Ich weiß, dass es Vorbehalte gegen ihn gibt. Aber ich bin sein Trainer und ich kenne ihn auch außerhalb des Platzes."

"Tore werden von ganz alleine kommen"

Offenbar traut der 37-Jährige Henry zu, an alte glanzvolle Arsenal-Zeiten anzuknüpfen: "Ich bin sehr zufrieden mit seinen Leistungen und die Tore werden von ganz alleine kommen."

Guardiola plant also mit fünf starken Stürmern in die neue Saison zu gehen. Neben den beiden Routiniers Eto'o und Henry hoffen die Jungstars Lionel Messi und Bojan Krkic auf Einsätze. Als fünfter Stürmer steht zudem nach wie vor Eidur Gudjohnsen im Kader.

Die Erwartungshaltung in Barcelona ist groß. Der Nachfolger von Frank Rijkaard soll mit den Katalanen die Durststrecke von zwei Jahren ohne Titel beenden.

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