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Felipe Scolari wurde 2002 zum Weltnationaltrainer des Jahres gewählt © getty

Mit einem Sieg beim FC Everton können die Blues die Tabellenspitze zurückerobern. Dazu plant Trainer Scolari eine Überraschung.

München - Nachdem der Tabellenführer der Premier League FC Liverpool lediglich ein 1:1 im Spitzenspiel beim FC Arsenal erreicht hat, bietet sich dem FC Chelsea in Everton die Chance die Spitze zurückzuerobern.

Mit einem "Dreier" hätten die Londoner um Michael Ballack einen Zähler Vorsprung auf die Reds.

Erstmals unter Trainer Felipe Scolari könnte dabei das Top-Sturmduo Didier Drogba und Nicolas Anelka von Beginn an auflaufen (ab 21 Uhr LIVE).

Der Chelsea-Coach ist jedoch noch unschlüssig. "Vielleicht wird er starten. Er ist bereit und topfit", sagte Scolari. "Wir haben im Training mit Anelka und Drogba gearbeitet, manchmal war es gut und manchmal nicht. Die Chancen stehen 50:50.".

Chance auf Vereinsrekord

Das Spiel in Liverpool, das der Auftakt von drei Partien in sieben Tagen ist, nimmt der Chelsea-Coach dennoch nicht auf die leichte Schulter.

"Wenn wir nicht aufpassen, bekommen wir gegen Everton ein großes Problem." Der Tabellensiebte habe vor allem im Mittelfeld einige sehr gute Spieler.

Ballack topfit

Das wären die direkten Gegenspieler von Ballack, der wie die anderen Chelsea-Stars topfit in die Partie geht.

Ein weiterer Vorteil ist die Auswärtsstärke der Blues. Ein Remis würde sogar reichen, um den Vereinsrekord aus dem Jahr 2004 von 19 Spielen ohne Niederlage einzustellen.

Zudem ist Everton das schlechteste Heimteam der Liga. Erst sechs Punkte holten die Gastgeber aus acht Partien und das letzte Heimspiel gegen Chelsea ging ebenfalls mit 0:1 verloren.

Wenger mit harter Schiedsrichter-Schelte

Nach dem Remis im Spitzenspiel gegen den FC Liverpool äußerte Arsenals Teammanager Arsene Wenger heftige Schiedsrichter-Schelte.

Der französische Trainer bezeichnete den Platzverweis für Stürmer Emmanuel Adebayor als grobe Benachteiligung.

"Emmanuel hätte nicht vom Platz gestellt werden dürfen. Ich glaube, wir hätten das Spiel gewonnen, wenn wir in den letzten 30 Minuten mit elf Mann gespielt hätten", sagte Wenger und gab dem Unparteiischen Howard Webb die Schuld.

"Sehe jetzt noch die blauen Flecke"

Adebayor hatte in der 62. Minute Gelb-Rot gesehen, weil er mit seinem Arm den Kopf von Liverpools Verteidiger Alvaro Arbeloa getroffen haben soll. "Ich sehe jetzt noch die vielen blauen Flecke im Gesicht von Arbeloa", spottete Wenger nach dem Schlusspfiff.

"Wenn der Schiedsrichter die Szene zu Hause im Fernsehen sieht, wird er erkennen, dass er mit dem Platzverweis einen Fehler gemacht hat", sagte Adebayor. Robin van Persie hatte Arsenal in der 24. Minute in Führung gebracht.

Robbie Keane glich für Liverpool in der 42. Minute aus.

Wenger glaubt an Meisterschaft

Trotz des großen Rückstandes von acht Zählern auf Liverpool glaubt Wenger fest an eine Meisterschafts-Chance.

"Wir sind noch längst nicht aus dem Rennen. Die Entscheidung fällt im Mai, und wir haben jetzt erst Dezember", sagte der Trainer und fügte selbstbewusst an: "Liverpool wird noch einige Punkte verlieren. Sie haben zu Hause viermal unentschieden gespielt, acht Punkte liegen gelassen. Warum sollte ihnen das in der Rückrunde nicht auch passieren?"

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