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Jürgen Klinsmann führte das DFB-Team zum dritten Platz bei der Heim-WM 2006 © getty

Das US-Team steckt im Umbruch und sucht gegen den WM-Vorrundengegner nach Leichtigkeit. Klinsmann warnt und sieht ein Problem.

München - Jürgen Klinsmann will seine bescheidene Bilanz als Nationaltrainer der USA zum Abschluss des Länderspieljahres aufpolieren, warnt aber eindringlich vor Gegner Slowenien.

"Slowenien ist ein kleines Land, das große Resultate erzielt hat", sagte Klinsmann vor dem Spiel am Dienstag in Ljubljana (18.15 Uhr). Für den ehemaligen Bundestrainer war es seit seinem Amtsantritt in den USA bislang eher umgekehrt: Großes Land, k(l)eine Resultate.

Das Team des einstigen Weltklasse-Angreifers leidet vor allem an einer anhaltenden Sturmflaute.

Seit sechs Spielen ist Klinsmann für den WM-Achtelfinalisten verantwortlich, die Bilanz des mit großen Erwartungen gestarteten Modernisierers ist ernüchternd. 481412(DIASHOW: EM-Playoffs)

Vorne drückt der Schuh

Bei vier Niederlagen stehen erst ein Sieg und zwei Tore zu Buche. Gegen Frankreich, Ecuador, Belgien und Costa Rica hieß es am Ende immer 0:1.

"Das einzige, was uns gefehlt hat, war ein Tor", analysierte "Klinsi" nach der jüngsten Niederlage gegen Ex-Weltmeister Frankreich treffend.

Der unter dem Nachfolger von Bob Bradley eingeleitete Umbruch beim US-Team ist ein langer und steiniger Weg. Die spielerisch limitierte Mannschaft beißt sich an den Gegnern häufig die Zähne aus.

Klinsmann von Slowenien beeindruckt

Zum Steineklopfen geht es nun im letzten Spiel des Jahres zum Wiedersehen mit WM-Vorrundengegner Slowenien.

"Für unsere Spieler ist diese Partie eine weitere gute Gelegenheit, um an das anzuknüpfen, woran wir in den letzten paar Monaten gearbeitet haben", sagte Klinsmann: "Ich habe Slowenien in der Qualifikation und bei der letzten WM gesehen, und ich war sehr beeindruckt."

Bei der WM in Südafrika gelangen den USA gegen Slowenien, das zuletzt in der EM-Qualifikation scheiterte, im Ellis Park in Johannesburg gleich zwei Treffer durch die ehemaligen Bundesliga-Profis Landon Donovan und Michael Bradley.

Das reichte nach einem 0:2-Rückstand immerhin noch zum 2:2.

Sieben "Deutsche" im Kader

Auch in Ljubljana sollen es nun wieder Bundesliga-Profis richten, Klinsmann hat insgesamt sieben "Deutsche" im Kader.

Gegen EM-Teilnehmer Frankreich standen Timothy Chandler (Nürnberg), Daniel Williams (Hoffenheim) und Steven Cherundolo (Hannover) in der Startelf.

Fabian Johnson (Hoffenheim), der sein Debüt im US-Trikot feierte, Jermaine Jones (Schalke) sowie Edson Buddle vom Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt wurden eingewechselt.

Der Berliner Alfredo Morales wartet noch auf seine Premiere.

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