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Roberto Donadoni übernahm die italienische Nationalelf nach dem WM-Triumph 2006 © getty

Ein englischer Amateurspieler trägt sich in die Geschichtsbücher ein. Italiens Ex-Nationaltrainer hat ein Angebot aus Russland.

München - Vermutlich einen Rekord für die Ewigkeit hat der englische Amateurspieler David Pratt am letzten Wochenende des Jahres aufgestellt:

In der siebtklassigen Southern League sah der Stürmer von Chippenham Town gerade einmal drei Sekunden nach Anpfiff der Partie in Bashley wegen einer rüden Attacke auf einen Gegenspieler die Rote Karte und sorgte damit für den frühesten bekannten Platzverweis der Fußball-Geschichte.

Der bisherige "Rot-Rekord" datierte aus dem Jahr 1990, als Giuseppe Lorenzo vom italienischen Profi-Klub FC Bologna in einem Punktspiel nach zehn Sekunden wegen eines Schlages gegen den Gegenspieler vom Feld gestellt worden war.

Auf die Nachricht vom Rekord reagierte der 21 Jahre alte Pratt mit der Attitüde britischer Sportsmänner. "Ich habe das nicht als ein Rote Karte sehen, aber wenn der Schiedsrichter so entscheidet, muss ich das akzeptieren. Dieser Rekord ist außerdem etwas, worauf ich nicht stolz bin", sagte der als Installateur arbeitende Angreifer.

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Angebot für Donadoni

Dem ehemaligen Trainer der italienischen Nationalmannschaft Roberto Donadoni liegt offenbar ein Angebot des russischen Erstligisten ZSKA Moskau vor.

Nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" hat sich der 45-Jährige Bedenkzeit erbeten.

In den vergangenen Wochen hatte sich Donadoni bereit erklärt, im Ausland zu trainieren. Der Lombarde war nach dem Viertelfinal-Aus des viermaligen Weltmeisters gegen den späteren Europameister Spanien bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz zurückgetreten und durch Weltmeistercoach Marcello Lippi ersetzt worden.

20.500 Euro Strafe für Ohrfeige

Eine Ohrfeige gegen einen Mitspieler kommt den jamaikanischen Nationalspieler Ricardo Fuller (Spielerporträt) teuer zu stehen.

Der 29-Jährige wurde laut englischen Medienberichten von seinem Klub Stoke City zu einer Geldstrafe von rund 20.500 Euro verdonnert, weil er seinem Kapitän Andy Griffin bei der 1:2-Pleite in der Premier League bei West Ham United tätlich angegriffen hat. Fuller hatte nach seiner Tat die Rote Karte gesehen.

Der Stürmer hatte sich darüber aufgeregt, dass Griffin vor dem 1:1-Ausgleich der Hammers, Carlton Cole nicht am Torschuss gehindert hatte. Als sich die Stoke-Spieler zum Wiederanpfiff bereit machten, kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Fuller und Griffin, in deren Folge der Jamaikaner sich zu einer Ohrfeige gegen den Abwehrspieler hinreißen ließ.

"Wir werden das intern regeln", hatte Stokes Teammanager Tony Pulis nach dem Spiel gesagt. Dabei ließ er aber schon durchblicken, dass der Topscorer des Aufsteigers mit einer Strafe würde rechnen müssen: "Das war sehr enttäuschend. Wir haben uns wieder selbst in den Fuß geschossen. Was Ric getan hat, kann ich nicht einfach so stillschweigend dulden."

FA-Cup-Posse ohne Ende

Eines der kuriosesten Duelle in der Geschichte des englischen Pokals ist nach vier Anläufen zur Ermittlung eines Siegers am "Grünen Tisch" entschieden worden.

Wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigen Akteurs erkannte der englische Verband FA dem Amateur-Klub Droylsden den 2:1-Erfolg gegen Viertligist Chesterfield FC ab.

Zuvor hatte es schon drei Partien gegeben, die allesamt abgebrochen wurden. Die Schlusspointe: Droylsdens Trainer Dave Pace verkündete wenige Stunden nach dem Urteil, in Berufung gehen zu wollen.

Juve verlängert mit Sportdirektor

Juventus Turin hat den Vertrag mit Sportdirektor Alessio Secco bis 2012 verlängert. Der 38-Jährige war zuletzt auch von anderen Klubs umworben worden.

Secco hatte 2006 die Nachfolge von Luciano Moggi angetreten, der als Drahtzieher im Skandal um Spielmanipulationen, Schiedsrichterbestechung und illegale Finanzpraktiken gilt.

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