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Franck Ribery (M.) erzielte bislang in 39 Bundesligaspielen 17 Tore © getty

Madrid-Boss Calderon kündigt die Verpflichtung zweier großer Namen an. Der Franzose könnte einer sein. Die internationale Wechselbörse:

Von Martin van de Flierdt

München - Das Jahr 2009 hat begonnen und mit ihm das von vielen Vereinen herbeigesehnte Winter-Transferfenster.

Bis Ende Januar haben die Klubs in Europa die Möglichkeit, ihre Kader personell aufzurüsten. Bis es Fakten gibt, wird fleißig spekuliert. Die spanische Sporttageszeitung "Marca" wirft gleich am ersten Tag des neuen Jahres mit großen Namen um sich.

Hieß es Ende Dezember noch, Real Madrid werde als Verstärkung für die offensiven Außenpositionen den Ecuadorianer Antonio Valencia vom Premier-League-Klub Wigan Athletic ausleihen, werden nun ganz andere Kaliber gehandelt:

Bayerns Franck Ribery, "Kun" Agüero vom Lokalrivalen Atletico und - immer wieder gerne - Cristiano Ronaldo von Manchester United.

"Wir werden zwei Transferhämmer landen", hatte Real-Präsident Ramon Calderon bei "Radio Marca" angekündigt.

Für Ribery, das will das Medium von dessen Beratern Alain Miglaccio und Jean Pierre Bernes erfahren haben, würden die Bayern mehr als 50 Millionen Euro fordern. Agüero wird auf 55 Millionen Euro taxiert.

Dass weder die Münchner noch Atletico oder Manchester Interesse daran haben, ihre Leistungsträger Real zu überlassen, wird bei "Marca" immerhin in einem Nebensatz erwähnt.

Ronaldo bei ManUnited "zu Hause"

Ronaldo schwört United zeitgleich in einem Interview mit dem klubeigenen TV-Sender MUTV die Treue.

"An den Spekulationen mit Real Madrid ist nichts dran", wird Europas Fußballer des Jahres dort zitiert. "Wer etwas anderes behauptet, ist ein Lügner. Denn ich fühle mich bei United sehr wohl und will hier bleiben. Ich bin in Manchester zu Hause."

Sport1.de hat weitere News von der internationalen Wechselbörse:

Portsmouth öffnet Tür für Defoe

Der Premier-League-Zwölfte FC Portsmouth (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) wird Jermain Defoe bei einem "entsprechenden Angebot" ziehen lassen. Der englische Nationalstürmer flirtet derzeit heftig mit einer Rückkehr zu seinem Ex-Klub Tottenham Hotspur, wo der ehemalige Portsmouth-Coach Harry Redknapp im Herbst das Ruder übernommen hat.

"Es sieht so aus, als ob Jermain uns verlassen will", sagte Portsmouth-Geschäftsführer Peter Storrie. "Wenn er geht, dann nur zu unseren preislichen Bedingungen. Wir haben immer gesagt, wir halten niemanden, der nicht für Portsmouth spielen will."

Redknapp, der mit den Spurs am Freitag (ab 21 Uhr LIVESCORES) gegen Wigan Athletic die dritte Runde des FA Cups einläutet, hatte zwar behauptet, Tottenham werde für niemanden "sinnlos viel Geld ausgeben".

Er soll allerdings bereit sein, für Defoe (Porträt) umgerechnet 15,5 Millionen Euro zu berappen. Portsmouth hatte kürzlich schon für Lassana Diarra knapp 21 Millionen Euro von Real Madrid kassiert.

West Ham hört sich alles an

Scott Duxbury, Geschäftsführer des Premier-League-Zehnten West Ham United, hat auf der offiziellen Website des Vereins angekündigt, es gebe keinen Spieler im Kader, für den er sich keine Angebote anhören würde.

"Wir dürfen keine Angst davor haben, dass andere Klubs unseren Führungsspielern Offerten unterbreiten", sagte Duxbury.

Dass diese Haltung mit der Geldnot der "Hammers" nach dem durch die Finanzkrise bedingten Absturz von Klubeigner Bjorgolfur Gudmundssson zu tun hat, stritt Duybury ab: "Unser Trainer Gianfranco Zola hat mehrfach betont, dass er lieber mit einem kleineren, dafür aber qualitativ bessern Kader arbeitet."

Keine Freigabe für Toure

Peter Hill-Wood, Vorsitzender des FC Arsenal, hat eine Freigabe des wechselwilligen Innenverteidigers Kolo Toure (Porträt) in der Winterpause ausgeschlossen.

"Ich weiß, dass er weg will", sagte Hill-Wood dem "Daily Star". "Aber wir wollen niemanden gehen lassen. Kolo hat Vertrag bei uns. Wir erwarten, dass er ihn respektiert."

Der Ivorer, letzter "Überlebender" der Arsenal-Meistermannschaft, die die Saison 2003/04 ungeschlagen überstand, hat in dieser Spielzeit keinen Stammplatz und wurde zuletzt mit Premier-League-Rivale Manchester City in Verbindung gebracht.

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