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Für David Beckham ist Milan die fünfte Profistation © getty

Der Engländer beeindruckt beim Trainingslager des AC Milan. Lincoln will Türke werden. Amoroso ist wieder da. Die internationalen Splitter:

München - Leihgabe David Beckham (Porträt) hat noch kein einziges Spiel für seinen neuen Klub bestritten, da wird schon über einen kompletten Wechsel des Superstars zum AC Mailand spekuliert.

"Beckham ist ein Italiener", schrieb die "Gazzetta dello Sport", nachdem der 33 Jahre alte Brite im Trainingslager in Dubai mit Fußballschuhen in rotschwarzen Milan-Farben auflief.

Bis zum 8. März steht der von den Los Angeles Galaxy ausgeliehene Engländer bei Milan (Serie A: Ergebnisse und Tabelle) unter Vertrag - und hat die Italiener bereits nach zwei Wochen verzaubert.

Doch bei allen Sympathiebekundungen ist eines klar: Die Erwartungen in Mailand an den als "neuen Messias" bezeichneten Mittelfeldspieler sind enorm, vor allem weil der AC in der Liga als Drittplatzierter bereits neun Punkte hinter dem Stadtrivalen Inter zurückliegt.

Milans Vizepräsident Adriano Galliani erteilte den Spekulationen aber vorerst eine Absage: "Dies sind voreilige Diskussionen."

Erst einmal wollen die Milan-Verantwortlichen abwarten, ob der Superstar, der am 6. Januar in Dubai gegen den Hamburger SV sein erstes Spiel für den neuen Verein absolvieren wird, dem Starensemble überhaupt weiterhelfen kann.

Immerhin hat er im Mittelfeld mit den brasilianischen Ausnahmekönnern Ronaldinho, Kaka und Pato, dem italienischen Nationalspieler Andrea Pirlo und dem Niederländer Clarence Seedorf namhafte Konkurrenz.

Berlusconi fordert sechs Sterne

Für Milans Mäzen Silvio Berlusconi ist dies allerdings kein Problem. Der italienische Ministerpräsident und Klub-Besitzer hatte von Trainer Carlo Ancelotti gefordert, alle sechs Stars gleichzeitig einzusetzen und so eine "Sechs-Sterne-Mannschaft" aufs Feld zu schicken.

Bei allen sportlichen Überlegungen darf der finanzielle Aspekt einer möglichen Verpflichtungen nicht unterschätzt werden. Immerhin liegt Beckham mit geschätzten 50 Millionen Dollar Jahresgehalt auf Platz drei der Geldrangliste im Sport.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter:

Saftige Geldstrafe für Drogba

Chelseas Stürmerstar Didier Drogba ist von seinem Klub mit einer Geldstrafe von 100.000 Pfund, umgerechnet rund 103.800 Euro, bedacht worden. Der Ivorer erhielt damit die Quittung für die öffentliche Kritik an seinem Verein.

Drogba hatte sich in "SunSport" darüber beklagt, der FC Chelsea habe ihm in jüngerer Vergangenheit nicht die Rückendeckung gegeben, die er verdiene. Besonders nach dem Tod seiner Großmutter habe er die Unterstützung der "Blues" vermisst.

Außerdem stellte Drogba die Personalpolitik von Trainer Luiz Felipe Scolari in Frage. Der Brasilianer und Klubchef Peter Kenyon enthielten dem 31-Jährigen daraufhin ein Wochengehalt vor. Der Klub stellte zudem klar, dass Drogba für den Flug zu seiner Großmutter sogar einen eigenen Jet zur Verfügung gestellt bekommen hatte.

Lincoln will in türkische Nationalelf

Der frühere Schalker Bundesliga-Profi Lincoln will türkischer Nationalspieler werden. Das teilte der 29-jährige Brasilianer in der Vereinszeitung seines Klubs Galatasaray Istanbul (Süper Lig: Ergebnisse und Tabelle) mit.

"Ich würde gerne die türkische Nationalität annehmen. Früher war so etwas kein Thema, da ich natürlich immer für Brasilien spielen wollte. Aber das ist jetzt nicht mehr aktuell", sagte der 2007 von Schalke zum derzeitigen türkischen Meister gewechselte Spielmacher.

Bei Galatasaray wird Lincoln vom deutschen Coach Michael Skibbe trainiert.

Amoroso taucht wieder auf

Nach fünf Monaten ohne Klub hat der Ex-Dortmunder Marcio Amoroso beim brasilianischen Zweitliga-Aufsteiger Guarani FC aus Campinas angeheuert.

Der 34-Jährige, der die Borussen als Bundesliga-Torschützenkönig 2002 zur deutschen Meisterschaft geschossen hatte, unterzeichnete bei seinem Heimatverein vorerst nur einen viermonatigen Vertrag für die anstehende Regionalmeisterschaft in Sao Paulo.

Amoroso war 2001 für die Rekordablöse von umgerechnet rund 25 Millionen Euro vom italienischen Klub AC Parma zu den Westfalen gewechselt, die er im April 2004 nach Querelen wegen der umstrittenen Behandlung einer Knieverletzung in seiner Heimat verlassen hatte.

Der 19-malige Nationalspieler stand zuletzt bis Juli beim griechischen Erstligisten Aris Saloniki unter Vertrag.

Veron "Spieler des Jahres" in Südamerika

Der argentinische Nationalspieler Juan Sebastian Veron ist in der traditionellen Abstimmung der uruguayischen Zeitung "El Pais" zum "Spieler des Jahres" in Südamerika gewählt worden.

Der 33-Jährige, der Estudiantes La Plata 2008 ins Finale der Copa Sudamericana geführt hatte, setzte sich in der Wahl der Journalisten aus 18 Ländern auf dem gesamten

amerikanischen Erdteil mit drei Stimmen Vorsprung gegen seinen Landsmann Juan Roman Riquelme von Boca Juniors Buenos Aires durch.

Auf Platz vier landete der frühere Wolfsburger Andres D Alessandro, der mit dem brasilianischen Erstligisten Internacional Porto Alegre das Gegenstück zum europäischen UEFA-Cup gegen den Veron-Klub gewonnen hatte.

Zum "Trainer des Jahres" wurde der Argentinier Edgar Bauza gewählt, der Ecuadors Meister LDU Quito zum Titel im Libertadores-Cup geführt hatte.

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