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Nottingham, hier McGugan (l.) gegen Sturridge, kegelte Manchester City raus © getty

Manchester City plant nach der Cup-Blamage Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe. Das Los beschert Liverpool ein großes Derby.

London - Die Mannschaft am Boden, der Trainer unter Druck und weitere Investitionen in Millionenhöhe als letzter Ausweg:

Nach der peinlichen 0:3-Heimpleite gegen den Zweitligisten Nottingham Forest und dem Aus in der dritten Runde des FA-Cups kann offenbar nur noch der für die kommenden Wochen angekündigte Kaufrausch Manchester City aus der Krise befreien.

Keine Blöße gab sich hingegen der FC Arsenal (3:1 gegen Plymouth Argyle) und Manchester United (3:0 gegen Southampton).

Kompliment für Steven Gerard

Auch Premier-League-Tabellenführer FC Liverpool zog durch einen 2:0-Erfolg beim Zweitligisten Preston North End souverän in die nächste Runde ein.

Reds-Kapitän Steven Gerrard zeigte sich beim ersten Auftritt nach der Kneipenschlägerei, die ihm eine Anklage wegen Körperverletzung eingebracht hatte, höchst engagiert und erhielt ein Sonderlob. "Stevens Leistung war großartig. Er ist ein absoluter Musterprofi und kann sich unserer Unterstützung immer sicher sein", sagte Liverpools Co-Trainer Sammy Lee.

Die Auslosung der vierten Runde bescherte den Reds ein brisantes Duell. Vor eigenem Publikum an der Anfield Road trifft Liverpool im traditionsreichen Merseyside Derby auf den Stadtrivalen FC Everton. Manchester United empfängt die Tottenham Hotspurs, Arsenal muss bei Cardiff City antreten. Die Partien finden am 24. und 25. Januar statt.

Hughes ist stinksauer

Das Pokal-Debakel von Manchester City stellte selbst das eigentlich kaum minder blamable 1:1 des FC Chelsea gegen den Drittligisten Southend United in den Schatten.

"Ich kann die Leistung meiner Mannschaft nicht verteidigen. Dieser Auftritt ist nicht zu rechtfertigen. Zu viele meiner Spieler haben nicht annähernd ihre Normalform gezeigt", schimpfte City-Coach Mark Hughes und ging zu seiner Mannschaft auf Distanz.

Ausfälle keine Entschuldigung

Die Ausfälle der Leistungsträger Robinho und Stephen Ireland wollte der ehemalige Profi von Bayern München ebensowenig als Entschuldigung gelten lassen wie das frühe verletzungsbedingte Aus für Shaun Wright-Phillips.

"Natürlich hat uns deren Kreativität gefehlt. Aber wir dürfen uns nicht nur auf sie verlassen", meinte Hughes und kündigte eine umfangreiche Shoppingtour an: "Wir brauchen neue Spieler. Es wird nicht einfach. Aber wir werden alles versuchen, um uns zu verstärken."

Rund 42 Millionen Euro wollen die potenten Klubeigentümer aus Abu Dhabi im Winter in den Kader investieren. Als erster Neuer konnte für rund 12,5 Millionen Euro Abwehrspieler Wayne Bridge vom FC Chelsea losgeeist werden.

Chelsea ohne Ballack blamiert

Der ehemalige Arbeitgeber des englischen Nationalspielers machte es im FA-Cup kaum besser als sein neuer Klub.

Ohne den gelbgesperrten DFB-Kapitän Michael Ballack mussten die Blues gegen Southend in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen und nun Nachsitzen. Am 14. Januar kommt es zum Wiederholungsspiel. Anders als in Manchester denkt man an der Stamford Bridge trotz des peinlichen Ergebnisses aber nicht an Neuverpflichtungen.

"Ich habe eine guten Kader zur Verfügung und brauche nicht noch einen Stürmer", sagte Chleseas Teammanager Luiz Felipe Scolari, dessen Mannschaft gegen den Drittligisten zahlreiche Großchancen ausgelassen hatte.

"Wir werden im Training an unseren Qualitäten im Abschluss arbeiten. Ich glaube an meine Spieler. Das Ergebnis sagt aus, dass es keine gute Leistung von uns war. Aber wir waren der Chef auf dem Feld und hatten 15 Tormöglichkeiten. Im Gegensatz zu anderen Teams können wir noch in die nächste Runde einziehen."

Arsenal und Liverpool ungefährdet

Keine Blöße gab sich hingegen der FC Arsenal, der seine Pflichtaufgabe gegen den Zweitligisten Plymouth Argyle mit einem 3:1-Sieg erledigte.

Auch Premier-League-Tabellenführer FC Liverpool zog durch einen 2:0-Erfolg beim Zweitligisten Preston North End souverän in die nächste Runde ein.

Reds-Kapitän Steven Gerrard zeigte sich beim ersten Auftritt nach der Kneipenschlägerei, die ihm eine Anklage wegen Körperverletzung eingebracht hatte, höchst engagiert und erhielt ein Sonderlob. "Stevens Leistung war großartig. Er ist ein absoluter Musterprofi und kann sich unserer Unterstützung immer sicher sein", sagte Liverpools Co-Trainer Sammy Lee.

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