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Minimalziel erreicht - Gernot Rohr ist mit seinen Panthern zufrieden © getty

Der Afrika-Cup verläuft für Gabuns Trainer Gernot Rohr bislang sehr erfolgreich. Ein historischer Erfolg ist möglich.

Franceville - Gernot Rohr zieht sich bei seinem "Himmelfahrtskommando" weiter glänzend aus der Affäre:

Der deutsche Trainer hat sich mit Co-Gastgeber Gabun beim Afrika-Cup nach dem Viertelfinaleinzug auch den Gruppensieg gesichert und durch ein 1:0 (0:0) gegen Tunesien den dritten Sieg im dritten Turnierspiel gefeiert. (DATENCENTER: Afrika-Cup)

Den "Panthern" ist damit der große Sprung geglückt - jetzt träumt das ganze Land vom erstmaligen Einzug ins Halbfinale.

Rohr lobt Kampfgeist und Einstellung

"Es war für uns das bisher schwerste Spiel im Turnierverlauf, denn Tunesien war sehr gut und hat da Spiel dominiert. Für uns war es nicht leicht, denn wir waren schon qualifiziert. Aber dank unserer professionellen Einstellung und des Kampfgeistes haben wir uns den Gruppensieg gesichert", kommentierte Rohr den Sieg.

Im Stadion von Franceville erzielte Pierre-Emerick Aubameyang, der Mann mit der Irokesen-Frisur, mit seinem dritten Turniertreffer in der 62. Minute das Siegtor für Gabun.

Tuniesiens Torwart Rami Jirdi sah bei dem platzierten Schuss aus 20 Metern nicht gut aus.

Bundesliga kein Faktor

In der Folge hatten die Nordafrikaner, bei denen Bundesliga-Profi Sami Allagui (FSV Mainz 05) in der 70. Minute eingewechselt wurde, nichts mehr entgegenzusetzen. Karim Haggui (Hannover 96) und Ammar Jemal (1. FC Köln) saßen nur auf der Bank.

Der tunesische Coach hatte einige Stammkräfte geschont, weil etliche Spieler mit einer Gelben Karte vorbelastet waren und ihnen eine Sperre gedroht hatte.

"International nur zweite Garnitur"

Rohr selbst hat das Minimalziel erreicht. Die Erwartungshaltung in Gabun ist allerdings riesengroß.

"Es besteht der Wunsch der Funktionäre, noch eine Runde weiterzukommen und damit etwas zu schaffen, was Gabun noch nie gelungen ist. Aber wir sind international nur zweite Garnitur, haben fast noch nichts gewonnen. Es ist schon ein kleines Himmelfahrtskommando", hatte Rohr vor Turnierbeginn gesagt.

Emotionen in den richtigen Bahnen

Seine Mannschaft präsentierte sich bislang unerwartet kompakt und diszipliniert. Neun Punkte, 6:2 Tore und der Sieg gegen die zweitplatzierten Tunesier zeigen, dass mit Gabun im Turnier noch einiges zuzutrauen ist.

"Wir haben keine Angst. Nichts ist unmöglich, wenn man an sich glaubt und gemeinsam kämpft", äußerte der gebürtige Mannheimer Rohr.

Der Coach hat mit seiner sachlichen, unaufgeregten Art den richtigen Ton bei seinen Schützlingen getroffen. Seine Spieler sind hochmotiviert, allerdings hat der Coach die Emotionen in die richtigen Bahnen gelenkt.

Projekt "Jugend forscht" erfolgreich

"Unsere U23 hat im vergangenen Dezember den Afrika-Cup gewonnen, aus dieser Mannschaft habe ich sechs Spieler im Kader. Wir sind noch ein bisschen unerfahren, haben aber eine gute Abwehr", berichtete Rohr.

Allmählich mausert sich Co-Gastgeber Gabun zum Geheimfavoriten. "Wir dürfen hier niemanden unterschätzen, auch die sogenannten Kleinen nicht", hat der ivorische Star Didier Drogba bereits erkannt.

Gabun ist kein Außenseiter mehr.

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