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Rafael Benitez steht seit 2004 beim FC Liverpool an der Seitenlinie © getty

Der Coach des FC Liverpool fährt erneut Attacken gegen Manchester United. Ronaldo dementiert ein Abkommen mit Real Madrid.

Liverpool - Die Schlammschlacht zwischen dem Premier-League-Tabellenführer FC Liverpool und Verfolger Manchester United geht in die nächste Runde.

Nachdem Liverpools Teammanager Rafael Benitez am Wochenende gegen seinen United-Kollegen Sir Alex Ferguson stänkerte, hat sich der Spanier nun ein neues Opfer gesucht.

Am Montag warf Benitez dem Geschäftsführer von Manchester United David Gill vor, in einem Interessenkonflikt zu stecken. Der 51-Jährige Gill ist neben seiner Tätigkeit für den amtierenden Meister auch im Vorstand des englischen Verbandes FA tätig.

"Gill ist mächtig in der FA, das ist ein Fakt. Ich finde das sehr merkwürdig", sagte Benitez. "Sie sagen, wir spielen Psychospielchen, aber das kann man nur, wenn man auf Augenhöhe ist. Und das sind wir wegen Gills Macht nicht."

Weder Manchester United noch die FA reagierten am Montag auf die neuerlichen Anschuldigungen, jedoch hatte sich Ferguson bereits am Sonntag nach dem deutlichen 3:0 gegen den FC Chelsea über seinen Trainerkollegen geäußert.

"Wenn er wirklich mal darüber nachdenken würde, was er gesagt hat, wird er merken, wie lächerlich seine Äußerungen sind", erklärte "Sir Alex".

Dem langjährigen Teammanager von "United" hatte Benitez zuvor vorgeworfen, er beeinflusse seit Jahren Schiedsrichter und Offizielle und komme damit ungestraft davon.

Liverpool führt derzeit mit 46 Punkten die Liga an, Manchester folgt auf Rang drei (41), hat aber noch zwei Nachholspiele zu absolvieren.

Ronaldo: "Keine Vereinbarung mit Real"

Auch Cristiano Ronaldo selbst hat ein Abkommen mit Spaniens Meister Real Madrid über einen Wechsel bestritten. "Es gibt definitiv keine Vereinbarung", sagte Portugals Star von Manchester United im Vorfeld der Wahl zum Weltfußballer 2008 in Zürich.

Ansonsten wollte sich Ronaldo zu den steten Gerüchten um einen Wechsel nach Madrid nicht äußern. "Das gehört nicht in das Umfeld dieser Gala", meinte der 23-Jährige, der sich zuletzt deutlich zu United bekannt hatte.

ManU-Teamchef Sir Alex Ferguson hatte zuletzt mit Beleidigungen Richtung Real für Aufsehen gesorgt. Auf die Frage nach einem möglichen Wechsel von Ronaldo nach Madrid hatte Ferguson geantwortet:

"Glauben Sie, ich würde mit dem Pack einen Vertrag machen? Auf gar keinen Fall. Ich würde denen noch nicht mal ein Virus verkaufen."

Altach trennt sich von Trainer Schönenberger

Der österreichische Bundesligist SCR Altach hat sich am Montag vom Schweizer Trainer Urs Schönenberger getrennt.

Der Kontrakt des 49-Jährigen, der das Bundesliga-Schlusslicht Anfang September vergangenen Jahres von Heinz Fuchsbichler übernommen hatte, wäre am Saisonende ausgelaufen.

Altach präsentierte auch umgehend einen Nachfolger: Georg Zellhofer wird künftig beim Tabellenletzten an der Seitenlinie stehen. Bei den Vorarlbergern steht auch der ehemalige Bremer, Schalker, Hamburger und Duisburger Bundesliga-Profi Ailton unter Vertrag.

18 Schiedsrichter und Funktionäre angeklagt

Zwei Jahre nach dem Manipulationsskandal im italienischen Fußball hat am Montag in Rom der Prozess gegen 18 Schiedsrichter und Funktionäre des Fußball-Verbandes (FGCI) und des Nationalen Olympischen Komitees (CONI) begonnen.

Die Staatsanwaltschaft klagt dabei auf Schadensersatz in Höhe von 120 Millionen Euro. Zu den Angeklagten zählen unter anderem Tullio Lanese, der ehemalige Präsident des Schiedsrichter-Verbandes (AIA), sowie die Schiedsrichterkoordinatoren Paolo Bergamo und Pierluigi Pairetto.

"Das Verhalten der Angeklagten hat dem Ansehen des italienischen Sports zutiefst geschadet. Der italienische Fußball hat wegen des Skandals einen enormen Schaden erlitten", sagte Staatsanwalt Mario Ristuccia.

Die Entschädigungen sollen in die Kassen des CONI, des FGCI sowie des Sportministeriums fließen. Erst am Donnerstag war Luciano Moggi, der ehemalige Sportdirektor von Rekordmeister Juventus Turin, von einem Gericht in Rom zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.

Sein Sohn Alessandro erhielt eine Haftstrafe von 14 Monaten.

Bewährungsstrafe für schottischen Ex-Nationalspieler

Der ehemalige schottische Nationalspieler Frank McAvennie ist am Montag zu einer viermonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Der 49 Jahre alte Ex-Stürmer von West Ham United und Celtic Glasgow hatte im Sommer des vergangenen Jahres auf der Isle of Man einen Mann bei einer Kneipenschlägerei einen Kopfstoß verpasst.

Da McAvennie während der Verhandlung Reue zeigte, ließ Richter Michael Moyle bei seinem Urteil Milde walten und kommentierte das Vergehen in seiner Urteilsverkündung süffisant.

"Es ist schon fast ironisch, dass sie früher Stürmer waren. Das Opfer wird die Sichtweise vertreten, dass sie es immer noch sind. Immerhin haben sie wieder einen Treffer gelandet", sagte Moyle. "Wenn sie aber nichts mehr anstellen, werden sie von dem Urteil nichts mehr hören."

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