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Cristiano Ronaldo verdient sich seinen Titel als Weltfußballer auch durch seine acht Tore für Manchester United im Jahr 2008
Cristiano Ronaldo bejubelte in der laufenden Saison in Egland acht Ligatore © getty

Trotz der Dementis sollen schon die Zahlen für einen Wechsel des Weltfußballers nach Madrid feststehen. Portugals Patentamt weiß Bescheid.

Von Martin van de Flierdt

München - Cristiano Ronaldo war genervt.

Er habe kein Abkommen mit Real Madrid, sagte der Portugiese am Rande seiner Ehrung zum Weltfußballer 2008 in Zürich (Gekreische um Ronaldo) zum wiederholten Mal.

Der Vertrag des 23-Jährigen bei Manchester United läuft noch bis 2012.

Es wäre an der Zeit, das Dauerthema zu den Akten zu legen - wenn es nicht immer wieder neue Fakten geben würde.

Markennamen sichern lassen

So wie jetzt: Demnach hat sich Ronaldo bereits mit den "Königlichen" auf einen Vertrag geeinigt.

Ein mögliches Indiz dafür: Der Superstar hat sich über einen Mitarbeiter seines Agenten Jorge Mendes am 22. Dezember 2008 beim portugiesischen Patentamt den Markennamen "CR9" sichern lassen.

Unter dem Label "CR7", seinen Initialen plus der Rückennummer in Manchester und Portugals Nationalmannschaft, verkauft er unter anderem in zwei Boutiquen in Funchal auf seiner Heimatinsel Madeira und Lissabon mit großem Erfolg Kleidung, die seine Schwester Elma entwirft.

Umdenken wegen Raul

Es sei kein Zufall, orakelt daher die spanische Sportzeitung "As", dass der Flügelstürmer eine neue Marke etablieren will. Denn bei Real sei an der Rückennummer sieben von Kapitän und Identifikationsfigur Raul (Spielerporträt) nicht zu rütteln, woraufhin Ronaldo auf die Neun ausweichen müsse.

Dass der Torjäger im Sommer nach Madrid wechselt, darüber besteht nach Angaben des Blattes eine feste, allerdings nur mündliche Vereinbarung zwischen Real-Boss Ramon Calderon, Ronaldo und Mendes.

Zwölf Millionen Euro im Jahr

Diese Übereinkunft beinhalte auch konkrete Zahlen. Danach ist Real bereit, jährlich zwölf Millionen Euro brutto an Ronaldo zu überweisen. Mendes kassiert nochmal acht Millionen Euro für die Vermittlung.

Manchester United würde mit 85 Millionen Euro für den Verlust des Superstars entschädigt, der jüngst bestätigte, bereits spanisch zu lernen. Diese Summe könnte sich durch diverse Klauseln bis auf maximal 115 Millionen Euro erhöhen.

So oder so wäre das eine Rekordablöse, die bislang bei den von Real 2001 an Juventus Turin gezahlten rund 76 Millionen Euro für Zinedine Zidane liegt.

Finanzkrise spielt Real in die Karten

Durch den von der Finanzkrise bedingten starken Kursverfall des britischen Pfunds sehen sich die Madrilenen in der günstigen Position, ihr Angebot im Vergleich zum vergangenen Sommer anheben zu können, ohne wirklich mehr ausgeben zu müssen.

All das bliebe allerdings Makulatur, wenn United weiterhin auf die Vertragserfüllung Ronaldos pocht.

Dann müsste der Dribbelkünstler allerdings der erwähnten Übereinkunft mit Calderon zufolge eine saftige Strafzahlung an Real leisten. Und Modeartikel mit dem Label würden "CR9" wohl frühestens ein paar Jahre später auf den Markt kommen.

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