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Kaka wechselte 2003 für 8,5 Millionen Euro aus Brasilien zum AC Mailand © getty

Es wird ernst: Der Mega-Deal mit Kaka scheint in trockenen Tüchern. Wildern die City-Scheichs bei Milan noch weiter?

München - 47,5 Cent pro Sekunde, 1712 Euro pro Stunde, 287. 671 Euro pro Woche - der größte Transfer der Fußball-Geschichte und der Aufstieg von Kaka zum bestbezahlten Spieler der Welt stehen unmittelbar bevor.

"Die Aussichten, dass Kaka bis Ende des Monats zu unserem Klub wechselt, sind sehr gut", wurde Teammanager Mark Hughes von Manchester City in der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport" zitiert.

Der AC Mailand bestätigte auf dem klubeigenen Sender AC Milan TV nach einer erneuten Nachbesserung der Offerte auf 125 Millionen Euro Ablöse und 15 Millionen per annum für Kaka, Verhandlungen mit den "Citizens" aufgenommen zu haben.

Kaka fordert Champions-League-Klausel

Es bestehe ein "Riesenangebot", und der Verein erwäge einen Verkauf seines Mittelfeldstars.

Dieser fordert angeblich eine "Champions-League-Klausel", die ihm nach der kommenden Saison erlaubt, City zu verlassen, falls der Klub es nicht in die Königsklasse schafft.

Bereits am Montag, berichten englische und italienische Zeitungen übereinstimmend, sollen bei einem Treffen in Mailand Vertragsdetails verhandelt und Fakten geschaffen werden.

Angeblich soll City sein Angebot noch einmal erhöht haben, um dem ehemaligen Weltfußballer und Weltmeister aus Brasilien einen sportlich derzeit vollkommen unattraktiven Wechsel zum Tabellen-15. der Premier League schmackhaft zu machen.

Intern soll Milan bereits zugestimmt haben.

Transfer würde alle Grenzen sprengen

Kaka würde mit dem Transfer in neue Dimensionen vorstoßen.

Zlatan Ibrahimovic, schwedischer Stürmerstar von Inter Mailand, gilt mit 12 Millionen Euro Jahresgehalt als teuerster Spieler der Welt.

Kaka würde dies um 25 Prozent überbieten.

Acht Stunden Schlaf würden ihm künftig 13.969 Euro einbringen, 30 Minuten Fernsehen 856 Euro, ein Wimpernschlag 5 Cent und vier Wochen Urlaub nicht weniger als 1,15 Millionen Euro.

Dementi im Internet

Für Aufregung sorgte am Donnerstagabend das gewöhnlich gut informierte Internetportal "arabianbusiness.com", das bereits als erste Quelle von der Übernahme ManCitys durch Investoren aus Abu Dhabi berichtet hatte.

Der Deal sei "tot", City wolle zwar einen Spieler aus Italien verpflichten, der sei aber keineswegs von der Klasse Kakas.

"Ich habe diese Berichte zur Kenntnis genommen", erklärte Hughes:

"Die Personen, die dort sprechen, geben nicht die Meinung unserer Besitzer wieder. Es ist völlig unwahr. Unsere Verhandlungen laufen und sind auf Kurs."

Kaka sei Teil eines Plans, City zu einem der größten Klubs in Europa zu formen: "Wir befinden uns am Anfang einer langen Reise, und ich lade jeden ein, diese mitzumachen."

Zidane-Rekord in Gefahr

Ein Abschluss des Rekordtransfers sei "sehr nahe", sagte Hughes' Assistent Mark Bowen.

Bislang wird die Bestmarke noch von Zinedine Zidane gehalten, der 2001 für 76 Millionen Euro Ablöse von Juventus Turin zu Real Madrid wechselte. Es folgen Luis Figo (58,2) und Hernan Crespo (56,5).

Die Milan-Anhänger gingen angesichts des drohenden Verlustes auf die Barrikaden. Einige Dutzend Tifosi versammelten sich vor der Geschäftsstelle und entrollten ein Spruchband mit der Aufschrift "Hände weg von Kaka!".

Auch Ancelotti umworben?

Angeblich hat Manchester City die Angel aber nicht nur nach Kaka ausgeworfen. Laut der Mailänder Sportzeitung "Tuttosport" ist City an einer Verpflichtung von Milan-Coach Carlo Ancelotti und Startorhüter Gianluigi Buffon (Juventus Turin) interessiert.

"Ich hoffe, dass ich ihn noch lange Zeit trainieren darf. Er ist ein ganz wichtiger Spieler", sagte Ancelotti am Freitag nur.

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