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Damals konnte Mutu noch jubeln (M.), jetzt muss er eine hohe Strafe zahlen © getty

Wegen Kokainkonsums wurde der Rumäne vor vier Jahren bei Chelsea entlassen. Nun wird ihm der Rauswurf auch finanziell zum Verhängnis.

London - Eine Rekordstrafe nach seiner Vertragsauflösung wegen Kokainkonsums bringt den rumänischen Nationalspieler Adrian Mutu finanziell in Bedrängnis.

Der Stürmer des italienischen Traditionsvereins AC Florenz muss wegen Vertragsbruchs umgerechnet 17,17 Millionen Euro an seinen früheren Klub FC Chelsea zahlen, der Mutu im Oktober 2004 nach dessen Drogenaffäre entlassen hatte.

Eine höhere Strafe hat der Weltverband FIFA noch nie gegen einen Spieler verhängt.

Siebenmonatige Sperre

Private Probleme trieben den Angreifer damals in den Drogensumpf, was eine siebenmonatige Sperre zur Folge hatte. Die Blues zogen die Konsequenzen, eine FIFA-Schiedskommission entschied nun zu Gunsten des Klubs von Michael Ballack.

Chelsea begrüßte das Urteil. "Wir können bestätigen, dass uns diese Entscheidung mitgeteilt wurde. Wir sind sehr zufrieden, es ist eine wichtige Entscheidung für den Fußball", war der Wortlaut einer Presseerklärung auf www.chelseafc.com.

Mutu will Berufung einlegen

Das Urteil spreche dem Verein "nicht nur Geld zu", sondern zeige zudem "die negativen Auswirkungen des Drogenkonsums und die Verantwortung, die wir alle tragen."

Mutu kann nun beim Internationalen Sportgericht (CAS) in Lausanne Berufung einlegen. Diesen Schritt hatte er für den Fall einer Bestrafung zuvor bereits angekündigt.

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