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Barcelonas Busquets (l.) und Puyol (r.) kämpfen mit Espanyols Roman Martinez © getty

Der spanische Tabellenführer kommt beim Pokal-Derby nicht über ein 0:0 hinaus. Das Märchen von Burnley nimmt ein böses Ende.

Von Martin Hoffmann

München - In der Primera Division liegen nach 19 Spieltagen ganze 35 Punkte zwischen dem FC Barcelona und seinem Lokalrivalen Espanyol.

Im Pokalduell am Mittwochabend merkte man davon jedoch wenig: Tabellenführer Barca kam im Viertelfinal-Hinspiel der Copa del Rey nicht über ein müdes 0:0 hinaus.

Es hätte sogar noch schlimmer kommen können, denn Espanyol war seinem namhaften Lokalrivalen über weite Strecken überlegen.

Barca wurde es beinahe zum Verhängnis, dass es zahlreiche Stars wie Xavi, Lionel Messi, Samuel Eto?o und Thierry Henry schonte.

Einwechslungen ohne Wirkung

Espanyol, das nach der Entlassung von Jose Manuel Esnal erstmals mit dem neuen Trainer Mauricio Pochettino antrat, setzte Barca vom Start weg unter Druck - und bekam Barcas Offensive zugleich so gut in den Griff wie kaum ein anderes Team in dieser Saison.

Erst spät reagierte Barca-Coach Josep Guardiola mit den Einwechslungen von Xavi (68.) und Messi (74.), doch auch die beiden brachten keine Belebung mehr.

Zusätzliche Hiobsbotschaft für Barca: Es verlor Verteidiger Rafael Marquez, der in der 10. Minute verletzt raus musste.

Valencia bezwingt Sevilla

Im zweiten Viertelfinalspiel am Mittwoch feierte der FC Valencia einen knappen 3:2-Heimsieg über den FC Sevilla.

Zum Matchwinner für Valencia wurde der eingewechselte Juan Mata (DATENCENTER: Spielerprofil) , der drei Minuten vor Schluss das Siegtor erzielte.

David Villa hatte die Gastgeber in der 6. Minuten in Führung geschossen, in der zweiten Hälfte allerdings drehten Luis Fabiano (53.) und Adriano (68.) die Verhältnisse.

Mata legt auch Ausgleich auf

Adrianos Treffer sorgte dabei für Ärger, denn der brasilianische Mittelfeldspieler stand unbemerkt von den Unparteiischen gleich mehrere Meter im Abseits.

In der 84. Minute allerdings sorgte Ruben Baraja allerdings für den Ausgleich - nach Vorarbeit des späteren Siegtorschützen Mata.

Die Rückspiele im spanischen Pokal finden am kommenden Freitag, 28. Januar, statt.

Drama in Burnley

Ein echtes Drama gab es im englischen Carling Cup.

Das Überraschungsteam FC Burnley holte im Halbfinal-Rückspiel gegen Tottenham einen Drei-Tore-Rückstand auf - und stand am Ende doch mit leeren Händen da.

Der Favoritenschreck, der zuvor Chelsea und den FC Arsenal ausgeschaltet hatte, hatte das Hinspiel gegen die "Spurs" mit 1:4 verloren.

Traumzerstörer Pawljutschenko

Nach 90 Minuten stand es im Turf Moor allerdings 3:0 für die Gastgeber, die Tore erzielten Robbie Blake (34.), Chris McCann (73.) und Jay Rodriguez (88.).

Das Spiel ging somit in die Verlängerung, die Burnley nur noch ohne Gegentor hätte durchstehen müssen, denn nach 120 Minuten hätte das Ergebnis wegen des Auswärtstors im Hinspiel den Sieg bedeutet.

Doch in der 118. Minute gab der eingewechselte Roman Pawljutschenko durch sein Anschlusstor den Traumzerstörer, Jermain Defoe machte durch einen weiteren Treffer zum 3:2-Endstand alles klar.

Tottenham trifft im Finale des Cups am 1. März im Londoner Wembley-Stadion auf Meister Manchester United, der sich gegen Derby County durchgesetzt hatte (United siegt über Derby) .

Ibrahimovic schießt Inter ins Halbfinale

In Italien hat Zlatan Ibrahimovic Inter Mailand den Einzug ins Pokal-Halbfinale gesichert.

Beim 2:1-Erfolg gegen den Titelverteidiger AS Rom erzielte der Stürmer in der 63. Minute das entscheidende Tor. Nur zwei Minuten zuvor hatte Rodrigo Taddei die frühe Inter-Führung durch den Brasilianer Adriano (10.) ausgeglichen.

Auch Sampdoria Genua ist weiter, es setzte sich mit 5:2 nach Elfmeterschießen (1:1 n.V.) gegen Udinese Calcio durch.

Udines Elfer-Pech

Neuzugang Giampaolo Pazzini brachte Genua in der 54. Minute in Führung, Antonio di Natale verwandelte neun Minuten später allerdings einen Foulelfmeter zum Ausgleich.

In der Schlussminute der regulären Spielzeit erhielt Udinese einen weiteren Elfmeter, den di Natale diesmal daneben setzte.

Im Elfmeterschießen traf di Natale dann zwar wieder, dafür parierte Sampdorias Keeper Antonio Mirante die Schüsse von Gaetano D'Agostino und Simone Pepe.

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