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Diego wechselte 2006 für 6 Millionen vom FC Porto an die Weser © getty

Bremens Spielmacher wird erneut von spanischen Zeitungen mit der Primera Division in Verbindung gebracht, Baptista wird Römer.

Zusammengestellt von Tobias Schneider

München - Auf ein Neues: Wer dachte, zumindest zu Saisonbeginn sei der Name Diego auf dem internationalen Transfermarkt erst mal nicht präsent, sieht sich getäuscht.

Wurde bislang stets Real Madrid mit Werder Bremens Brasilianer in Verbindung gebracht, kokettieren spanische Medien nun ausgerechnet mit einem Wechsel zum Stadtrivalen Atletico.

Die Sportgazetten "As" und "Marca" berichten übereinstimmend, dass die Hauptstädter dem Bundesligisten ein Angebot über 16 Millionen gemacht haben sollen. Vertraglich ist der brasilianische Ballkünstler noch bis 2011 an die Hanseaten gebunden.

Schalke-Spiel als Auslöser

Angeblich soll Bremen bereit sein, Diego für eine Ablöse von 20 Millionen ziehen zu lassen, wie "Marca" mutmaßt. Von Bremer Seite wurden bereits in der vergangenen Saison stets alle Wechselgerüchte um den Spielmacher dementiert.

Die 0:1-Niederlage gegen Schalke in der Champions League Qualifikation habe Atletico vor Augen geführt, dass auf der Spielmacher-Position dringend Handlungsbedarf bestehe, berichtet "Marca" und geht davon aus, dass Diego unmittelbar nach den Olympischen Spielen nach Madrid fliegt, um dort als Neuzugang vorgestellt zu werden.

Sport1.de hat Neues vom internationalen Transfermarkt:

Baptista unterschreibt in Rom

Der brasilianische Wandervogel Julio Baptista verlässt seinen bisherigen Verein Real Madrid und wechselt für eine Ablösesumme von 9 Millionen Euro zum AS Rom.

Der beinharte Mittelfeldspieler war erst vor der vergangenen Saison zu den "Königlichen" zurückgekehrt, nachdem er sich bei Arsenal London nicht hat durchsetzen können.

Der 26-Jährige, der von 2003 bis 2005 38 Liga-Treffer für den FC Sevilla markierte, soll bei den Römern jährlich mit rund 4,5 Millionen Euro entlohnt werden.

Berbatov-Wechsel weiter in der Schwebe

Der Wechsel des bulgarischen National-Stürmer Dimitar Berbatov von Tottenham zu Manchester United ist nach wie vor in der Schwebe.

ManUnited-Coach Alex Ferguson will den Ex-Leverkusener unbedingt zum Champions-League-Sieger lotsen, bislang konnten sich beide Vereine aber nicht auf eine Ablöse einigen. Tottenhams Trainer Juande Ramos will den 27-Jährigen gerne halten, auch wenn Berbatov stets seine Wechselabsichten offen kommunizierte.

"Er ist unser Spieler, er ist in unserem Klub und er ist ein fantastischer Spieler - es wäre gut für ihn, wenn er bleiben würde", sagte der Spanier. Unterdessen soll auch der FC Barcelona Interesse an Berbatov bekundet haben, ein offizielles Angebot steht aber noch aus.

EM-Star Arschawin vor Wechsel zu Tottenham

Russlands EM-Star Andrej Arschawin steht kurz vor einem Wechsel von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg zu Tottenham Hotspur in die Premier League.

Nach Aussage von Zenit Sportdirektor Konstantin Sarsanija in der Zeitung "Sowjetski Sport" haben die Russen ihre ursprüngliche Ablöseforderung von angeblich 27 Millionen Euro reduziert.

"Es sind nur noch Kleinigkeiten zu klären", sagte Sarsanija, der einen Abschluss des Transfers noch am Wochenende für möglich hält.

Nach Arschawins Gala-Auftritten bei der EM in Österreich und der Schweiz hatte Zenit ein Angebot von 15 Millionen Euro von Arschawins Traumverein FC Barcelona zurückgewiesen. Danach war Tottenham in den Poker um den Angreifer eingestiegen.

Robinho: Abschied für 40 Millionen?

Real Madrid lässt den Brasilianer Robinho offenbar doch zum FC Chelsea ziehen, die Schmerzgrenze liegt laut "Marca" bei 40 Millionen Euro.

Nachdem Reals Präsident Ramon Calderon ein Angebot über 32 Millionen Euro ablehnte, soll er nach einem Treffen mit Robinho und dessen Berater Vagner Ribero zögernd einem Wechsel zugestimmt haben.

Abzuwarten bleibt, ob der Champions-League-Finalist nun weitere acht Millionen Euro drauflegt.

Laut "Marca" will sich Robinho weigern, am Samstag im spanischen Supercup gegen den FC Valencia anzutreten. Der 24-Jährige war 2005 nach Spanien gewechselt und ist an die von Bernd Schuster trainierten Madrilenen noch zwei Jahre vertraglich gebunden.

Araber schalten sich in Valdivia-Poker ein

Im Ringen um den chilenischen Mittelfeldspieler Jorge Valdivia hat Hertha BSC Berlin einen ernsthaften Konkurrenten bekommen.

Der vom früheren Bundesliga-Coach Winfried Schäfer trainierte Al Ain Club aus den Vereinigten Arabischen Emiraten habe laut Berichten aus Brasilien ein Angebot nahe an den von Valdivias Arbeitgeber Palmeiras Sao Paulo geforderten 10 Millionen Euro vorgelegt.

Zudem locken die Araber den trickreichen Spielmacher mit einem hohen Handgeld in die Wüstenliga.

"Das bisher Ausgehandelte ist gut für den Spieler, aber noch nicht das, was wir wollen", berichtet Palmeiras Manager Toninho Cecilio und machte den Deutschen Hoffnung.

"Die Berliner haben einen Repräsentanten hier in Brasilien, der ihre Interessen vertritt. Wir stehen bereit für ein neues Angebot von ihm", so Cecilio, der glaubt, dass der Wechsel in dieser Woche noch nicht zum Abschluss komme.

Als mögliche Alternative haben die Berliner den Argentinier Dario Conca ins Auge gefasst, der ebenfalls in Brasilien bei Fluminense Rio de Janeiro spielt.

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