vergrößernverkleinern
Thiago Silva (l.) und Zlatan Ibrahimovic werden wohl bald in Paris zusammen spielen © getty

Um die Schmach der verpassten Meisterschaft zu tilgen, angelt sich der neureiche Klub auch Milans teures Duo - und wird damit wohl endgültig zu Europas Topadresse.

Köln/Paris - Geld spielt keine Rolle.

Dank sprudelnder Öl-Millionen wollen sich die Besitzer von Paris St. Germain offenbar ohne Rücksicht auf Verluste ihre dritte Fußball-Meisterschaft in Frankreich erkaufen.

Getreu dem Motto "Klotzen statt Kleckern" soll die Schmach von 2012 vergessen gemacht werde.

Denn: Nachdem im vergangenen Sommer David HSC Montpellier mit einem Mini-Etat von nur 36 Millionen Euro dem Goliath aus der Hauptstadt, der über 100 Millionen in Transfers für die Saison 2011/'12 steckte, die lange Nase gezeigt hatte, will PSG in der kommenden Spielzeit seinen dritten Titel nach 1986 und 1994 perfekt machen.

Montag soll Ibrahimovic folgen

In Abwehrspieler Thiago Silva, der für über 40 Millionen Euro vom AC Mailand an die Seine wechselt, wurde am Wochenende der erste Super-Coup perfekt gemacht.

Am Montag soll dem Brasilianer der schwedische Topstar Zlatan Ibrahimovic folgen, für den die Franzosen dann noch einmal rund 22 Millionen Euro in die Lombardei überweisen sollen.

"Bei einem derartigen Angebot kann man nicht nein sagen. Das wäre verantwortungslos", sagte Milan-Chef Silvio Berlusconi und bestätigte damit die fortdauernden Verhandlungen mit den Franzosen. Laut der Sporttageszeitung "L'Equipe" ist sich Paris mit Ibrahimovic bereits einig.

[kaltura id="0_0kujnlf2" class="full_size" title="Drogba ist da Schanghai steht Kopf"]

Fünfjahresvertrag für Silva

Der 27-jährige Thiago Silva, der nach den Olympischen Spielen in London Mitte August zu seinem neuen Team stößt, erhält unter dem Eiffelturm einen Fünfjahresvertrag.

Der Kontrakt für Wandervogel "Ibra" soll angeblich drei Jahre laufen. Dessen Berater Mino Raiola weilte am Wochenende in der Stadt der Liebe, um mit PSG-Sportdirektor Leonardo die letzten Details zu klären.

"Zlatan würde die Ligue 1 sehr viel interessanter und die Serie A um eine Attraktion ärmer machen. Wenn er weg wäre, gäbe es keinen großen Namen mehr im italienischen Fußball. Für mich ist Zlatan der beste Spieler der Welt", sagte Raiola.

Geld spielt keine Rolle

Dass sein Klient und damit auch er selbst fürstlich in Paris entlohnt werden, musste der Ibrahimovic-Berater nicht zusätzlich erwähnen.

Denn seit eine Investorengruppe aus Katar 2011 den Klub aus Paris übernahm, wird über Geld nicht mehr geredet, wie auch Raiola in Bezug auf den Ibrahimovic-Transfer indirekt andeutete:

"Seine Ankunft bei PSG wäre ein besonderes Ereignis. Normalerweise finden solche Deals in England statt. Nun ist es auch in Paris möglich, in dieser faszinierenden und großartigen Stadt. Was rund um den Klub passiert, ist aufregend", so der Berater.

Milan sucht Ersatz

Während die Franzosen dank ihrer neuen Besitzer und auch Ex-Milan-Coach Carlo Ancelotti offenbar zu einer absoluten Topadresse im europäischen Klub-Fußball geworden sind, muss sich der neunmalige Europacupsieger AC Mailand um seine Zukunft sorgen.

Milans Geschäftsführer Adriano Galliani streckte bereits seine Fühler nach einigermaßen gleichwertigem Ersatz aus.

Abwehrspieler Rolando vom FC Porto stehen angeblich ebenso auf der Liste wie die Stürmer Carlos Tevez und Edin Dzeko von Englands Meister Manchester City.

Auch Jungstar Mattia Destro vom AC Siena wird als Zugang gehandelt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel