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Seit 2005 spielt Salzburg unter dem Namen Red Bull © imago

Nach der Blamage im Hinspiel der Champions-League-Quali legt Ralf Rangnick mit Salzburg in der Liga einen gelungenen Start hin.

Wien - Liga-Premiere des Ex-Schalkers Ralf Rangnick, zwei deutsche Trainer im Duell der beiden letzten Meister, ein Doppelpack eines ehemaligen BVB-Jungstars und eine Spielabsage - der Auftakt der österreichischen Bundesligasaison hatte einiges zu bieten.

Denn der Spielplan hatte den Fans bereits zum Saisonstart einen ersten Höhepunkt beschert.

Mit Sturm Graz und Titelverteidiger Red Bull Salzburg trafen die Meister der beiden vergangenen Jahre aufeinander - und mittendrin drei Deutsche.

Das neue Führungs-Duo von RB Salzburg mit Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Roger Schmidt, der vergangene Saison beim SC Paderborn beschäftigt war, stand dabei schon vor dem Anpfiff gegen die Mannschaft des ehemaligen Aachener Trainers Peter Hyballa mächtig unter Druck.

Soriano lässt Red Bull durchatmen

Nach der 0:1-Blamage im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen den luxemburgischen Fußball-Zwerg F91 Düdelingen war die Stimmung beim Double-Sieger reichlich abgekühlt.

Rangnick wurde von Österreichs Fußball-Idol Hans Krankl bereits öffentlich in Frage gestellt worden.

Doch dank Stürmer Jonathan Soriano hängt der Haussegen vorerst wieder gerade. Der Spanier sicherte mit seinem Doppelpack (11./22.) den 2:0 (2:0)-Erfolg für das Schmidt-Team.

In CL-Quali unter Druck

Entsprechend erleichtert präsentierte sich der RB-Trainer.

"Für uns waren die letzten drei Tage sehr schwierig. Umso wichtiger war es heute, ein gutes Spiel zu zeigen. Besser kann man sich einen Auftakt nicht wünschen", sagte Schmidt.

Die gute Laune beim Verein des milliardenschweren Besitzers Dietrich Mateschitz wird allerdings am Dienstag erneut auf die Probe gestellt:

Im Rückspiel gegen Düdelingen muss ein Sieg her, ansonsten wird die Freude über den gelungenen Liga-Auftakt bei Rangnick und Schmidt schnell verfliegen.

Ex-Dortmunder Boyd jubelt

Uneingeschränkt glücklich durfte sich ein anderer "Auswanderer" bei seinem Debüt in Österreichs höchster Spielklasse fühlen.

Der US-Nationalspieler Terrence Boyd, der in der vergangenen Saison mit der Dortmunder U 23 den Aufstieg in die 3. Liga schafftte, traf im ersten Ligaspiel für seinen neuen Verein Rapid Wien gegen Wacker Innsbruck gleich doppelt (4./71.) und hatte damit maßgeblichen Anteil am ungefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg des Rekordmeisters.

Große Klappe, viel dahinter

"Es ist einfach nur geil. Das war ein Traumauftakt. Ich habe schon im Vorfeld eine große Klappe gehabt und gesagt, dass wir Meister werden" sagte der 21-Jährige:

"Dafür braucht man aber Siege. Schön, dass uns das heute gelungen ist. Noch schöner, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte."

Boyd wurde im Februar erstmals von US-Coach Jürgen Klinsmann für die Nationalmannschaft nominiert.

Austria-Spiel fällt ins Wasser

Der 2:0 (1:0)-Sieg des SV Mattersburg gegen den SC Wiener Neustadt rundete den Auftakt am Samstag ab.

Die für den Abend angesetzte Partie zwischen Aufsteiger Wolfsberger AC und Austria Wien musste aufgrund starker Regenfälle abgesagt werden.

Von Heesen bestraft seine Profis

Sprichwörtlich im Regen stand nach dem Spiel seiner Mannschaft auch der ehemalige Bundesliga-Trainer Thomas von Heesen.

Dessen SV Kapfenberg, der in der vergangenen Saison in Österreichs zweite Spielklasse abgestiegen war, startete mit einer 0:5-Pleite gegen Austria Lustenau - und beschwor damit den Zorn des Trainers.

Die Folge: ein Straftraining um 5 Uhr morgens.

"Sie werden für Leistung bezahlt. Jetzt können sie etwas leisten, was sie im Spiel nicht getan haben. Das lasse ich mir nicht gefallen", erklärte von Heesen die Maßnahme.

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