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Spielte von 2000 bis 2007 für Borussia Dortmund: Christoph Metzelder (l.) © imago

Im Super-Cup kommt es zum Duell Christoph Metzelder gegen Timo Hildebrand. Die Vorzeichen könnten kaum unterschiedlicher sein.

Der eine enttäuscht und trotzig, der andere erwartungsfroh und hochmotiviert:

Bei den deutschen Spanien-Legionären Timo Hildebrand und Christoph Metzelder könnte die Stimmungslage vor dem direkten Duell im Supercup am Sonntag kaum unterschiedlicher sein.

Ein Ziel verbindet sie aber dennoch: Sowohl Keeper Hildebrand mit dem zunächst gastgebenden Pokalsieger FC Valencia als auch Metzelder mit Meister Real Madrid haben den ersten Pflichtspielsieg der Saison fest im Visier.

"Wir wollen noch vor dem Ligaauftakt Ende August gleich den ersten Titel holen", kündigte der Abwehrspieler der Königlichen vor dem Supercup-Hinspiel an.

Metzelder oben auf

Metzelder hat derzeit gut lachen. Immerhin ist der 27 Jahre alte Ex-Dortmunder nach einer Saison mit vielen verletzungsbedingten Rückschlägen auf dem besten Weg zurück in die Stammelf des Rekordmeisters.

"Christoph läuft nach seiner Fußverletzung wieder richtig rund und bringt alle Voraussetzungen mit, um Stammspieler zu werden", lobte Trainer Bernd Schuster seinen Landsmann, der am vergangenen Dienstag im Testspiel bei Eintracht Frankfurt (1:1) überzeugte.

Wiese für DFB-Team nominiert

Für Schlussmann Hildebrand indes nahmen die schlechten Nachrichten zuletzt kein Ende.

Seiner Ausbootung aus der Nationalmannschaft vor der EURO folgte am Donnerstag der nächste Tiefschlag: Nach dem Ausfall des Leverkuseners Rene Adler (Schulterprellung) nominierte Bundestrainer Joachim Löw den Bremer Tim Wiese nach - und nicht Hildebrand.

Hildebrand wird dünnhäutig

Dabei sieht sich der 29-Jährige nach wie vor als legitimen Nachfolger des zurückgetretenen Jens Lehmann.

"Turniererfahrung, internationale Spiele und Titel. Ich spiele mit Valencia gegen die Besten der Welt", sagte Hildebrand auf die Frage, was er seinen Konkurrenten voraus habe.

Gegen Real kann der frühere Stuttgarter den forschen Worten gleich Taten folgen lassen.

Wechsel-Theater um Robinho

Neben dem Duell der Deutschen steht vor der Standortbestimmung im Mestalla-Stadion auch das nicht enden wollende Transfergerangel um Brasiliens Star Robinho im Mittelpunkt.

Der Real-Stürmer will unbedingt zum FC Chelsea wechseln und soll spanischen Medien zufolge sogar mit einem Boykott des Supercup-Hinspiels gedroht haben.

Madrid will ihn aber jetzt offenbar doch ziehen lassen - für eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro, wie die Sporttageszeitung "Marca" am Freitag berichtete. Chelsea hatte bislang 32 Millionen Euro für Robinho geboten, Real-Präsident Ramon Calderon aber abgelehnt.

Schuster will Wiedergutmachung

Trainer Schuster lässt das Theater kalt. Der "blonde Engel" ist vielmehr auf eine Revanche der besonderen Art bedacht.

Im vergangenen Jahr musste sich seine Elf im Supercup dem FC Sevilla geschlagen geben. Einem 0:1 war damals eine deftige 3:5-Heimpleite gefolgt. Schuster: "Diesmal wollen wir mit einem Erfolg Selbstvertrauen für die Liga tanken."

Mit dem achten Gewinn der "Supercopa de Espana" könnte sich Real zum alleinigen Rekordsieger vor dem FC Barcelona (sieben Titel) krönen.

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