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Falcao (r.) wechselte 2011 für 40 Millionen Euro vom FC Porto zu Atletico Madrid © getty

Doppelte Freude bei Atletico: Nach dem Supercup-Triumph über Chelsea bleibt dem Klub Falcao erhalten. Die Blues sind bedient.

Monte Carlo - In Monte Carlo ging es stark auf Mitternacht zu und die letzten Minuten der Transferperiode tickten herunter.

Dennoch beeilte sich Miguel Angel Gil zu betonen, dass Radamel Falcao unverkäuflich sei.

Der Vorstandsvorsitzende von Atletico Madrid hatte Falcaos Gala beim 4:1 (3:0) im Supercup gegen den FC Chelsea (Spielbericht) mit eigenen Augen beobachtet und rieb sich nun die Hände, dass einer der begehrtesten Stürmer Europas in seinem Klub spielt.

"Es gibt nur einen Falcao. Und der gehört uns", sagte Gil. Mit einem Hattrick in der ersten Halbzeit (6./19./44.) schoss "der Tiger" den Champions-League-Sieger aus London förmlich im Alleingang ab. Den vierten Madrider Treffer erzielte der Brasilianer Miranda (60.).

Chelseas Ehrentreffer gelang Verteidiger Gary Cahill (75.). Damit gewannen die "Colchoneros" ("Matrazenmacher") ihren zweiten Supercup-Titel innerhalb der vergangenen drei Jahre.

Madrid kämpft um den "Tiger"

Bereits am Montag hatte Falcao einen Hattrick in der Primera Division beim 4:0 gegen Athletic Bilbao erzielt und Angel Gil hatte wohl Angst, dass sich sein Juwel aus den Notizbüchern der kaufwütigen Klubs auf deren Einkaufszettel geschossen haben könnte.

Der älteste Sohn des legendären und mittlerweile verstorbenen Vereinspräsidenten Jesus Gil y Gil sagte in die Kameras: "Er ist ein großartiger Teamspieler. Wir werden darum kämpfen, ihn zu behalten."

Erfolgsgarant Falcao: "Sieg war Belohnung"

Falcao selbst hätte Atletico nach nur einer Saison wohl gerne verlassen, um bei einem der ganz großen Klubs anzuheuern.

Erst 2011 war er für 40 Millionen Euro vom FC Porto gekommen und hatte Atletico im vergangenen Jahr mit zwölf Toren in 15 Spielen zum Titel in der Europa League geschossen.

"Ich weiß, dass einige Vereine im Sommer interessiert waren, mich zu verpflichten", sagte der 26-Jährige: "Atletico hat sich allerdings um mich bemüht und darüber bin ich glücklich. Der Sieg war unsere Belohnung."

Viel Lob vom Gegner

Auch der Gegner zollte Falcao Respekt. "Er ist einer der Toptorjäger in Europa und gerade sein zweiter Treffer war wirklich klasse", sagte Chelseas enttäuschter Coach Roberto Di Matteo.

Eine Aufforderung an seinen Chef Roman Abramovich, Falcao auf den letzten Drücker doch noch zu kaufen, war das Lob allerdings nicht. "Ich habe mit Fernando Torres und Daniel Sturridge zwei starke Stürmer und bin außerdem sehr zufrieden mit meinem Kader", sagte der Italiener.

Bittere Rückkehr für Di Matteo

Die Londoner Elf war den Spaniern in Monte Carlo jedoch in nahezu allen Belangen unterlegen und Di Matteo musste bei seiner Rückkehr ins Fürstentum eine bittere Niederlage einstecken.

Als Spieler gewann er 1998 bei der ersten Auflage im Stade Louis II mit dem FC Chelsea den Pokal, als Trainer wird diese Chance - zumindest im schmucken Stadion am Mittelmeer - nicht so schnell wieder kommen.

Nach 15 Jahren zieht der UEFA-Supercup um: 2013 wird das Endspiel im Eden-Stadion von Prag stattfinden, 2014 in Cardiff und 2015 in Tiflis.

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