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Huub Stevens trainierte in der Deutschland Schalke, Berlin, Köln und Hamburg © getty

Der ehemalige Bundesliga-Trainer tritt in Eindhoven zurück. David Beckham erlebte Frust in den USA. Die internationalen Splitter.

Eindhoven - Nach nur knapp sieben Monaten Zusammenarbeit gehen Trainer Huub Sevens und der niederländische Meister PSV Eindhoven künftig getrennte Wege.

Der 55-Jährige, in Deutschland Coach von Schalke 04, von Hertha BSC Berlin, des 1. FC Köln und des Hamburger SV, erklärte nach enttäuschendem Saisonverlauf am Mittwoch seinen Rücktritt.

Von Seiten des Vereins hieß es: "Der Trainer ist der Meinung, dass es zwischen ihm und seinen Spielern keinen echten Draht gebe - und das trotz großer Anstrengungen und vieler Versuche, die Dinge zu verbessern."

Zuletzt hatte es von Seiten der PSV-Fans heftige Kritik am Coach gegeben, der Schalke 04 1997 zum UEFA-Cup-Triumph geführt hatte.

Die renommierte Tageszeitung "NRC Handelsblad" hatte berichtet, dass Stevens bereits nach der Auswärtsniederlage im Herbst gegen NEC Nijmegen seinen Rücktritt angeboten habe. Sportdirektor Jan Reker soll aber damals die Demission des Fußballlehrers abgelehnt haben.

Zuletzt hatte sich die Missstimmung innerhalb des Vereins verstärkt. Eine Mehrheit der PSV-Profis soll nicht mehr hinter dem Trainer gestanden haben, berichtete das Fachblatt "Voetbal International".

Kritik an taktischer Ausrichtung

Außerdem hatte es Kritik an der Taktik von Stevens, nur eine Angriffsspitze aufzustellen, gegeben.

"Die PSV und Huub Stevens bedauern, zugeben zu müssen, dass Beziehung und Vertrauen zwischen Trainer und Kader nicht gut genug sind, um die besten Leistungen hervorzubringen", hieß es vom Klub weiter.

"Stevens hat im besten Interesse der PSV seinen Rücktritt angeboten. Das Management bedauert diese Entscheidung, aber es respektiert sie. Es hat alles möglich getan, Stevens maximal zu unterstützen und eine Situation wie diese zu vermeiden."

PSV nur auf Platz fünf

Zurzeit belegt der ehemalige Europapokalsieger der Landesmeister nur den fünften Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer AZ Alkmaar beträgt nach 19 Spieltagen bereits 15 Punkte. In der Gruppenphase der Champion League war die PSV ebenfalls gescheitert. Wer Nachfolger von Stevens bei der PSV wird, ist noch nicht bekannt.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter:

Beckhams Frusterlebnis USA

David Beckham schwärmt in immer höheren Tönen von seinem Interimsarbeitgeber AC Mailand. "Hier zu spielen, ist der Traum jedes Spielers. Ich wusste, dass ich Spaß haben würde, ich dachte aber nicht, dass es so sein würde", sagte der Engländer der Tageszeitung "Corriere della Sera".

"Becks" ist von Los Angeles Galaxy nur bis Anfang März an Milan ausgeliehen. "Es ist nicht leicht zu entscheiden, ob ich nach Los Angeles zurückkehre oder in Italien bleiben werde. Diese Angelegenheit erfordert Zeit. Ich stehe unter Vertrag und habe großen Respekt für Los Angeles Galaxy", betonte der 33-Jährige.

Vor der Qualität der Liga in den USA hat er davon offenbar nicht in gleichem Maße: "Die Meisterschaft dort ist noch jung, es wird noch zehn Jahre dauern, bis sie wichtige Ziele erreichen kann. Ich habe in Europa gespielt und es war manchmal frustrierend, an einigen Spielen in den USA teilzunehmen", erklärte Beckham.

Maradona beruft Demichelis

Abwehrspieler Martin Demichelis von Bayern München wurde als einziger Bundesliga-Legionär von Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona für das Länderspiel des zweimaligen Weltmeisters am 11. Februar in Frankreich nominiert.

Insgesamt berief Maradona 20 Akteure in seinen Kader, darunter auch Barcelonas Superstar Lionel Messi.

Der Stürmer hatte auf Drängen seines Klubs bei Maradonas erfolgreichem Debüt gegen Schottland (1:0 am 19. November 2008) nicht mitwirken können

England bewirbt sich um WM 2018

Der englische Verband FA hat sich nun auch offiziell in den Bewerberkreis für die Ausrichtung der WM-Endrunde 2018 eingereiht.

Wie ein Verbandssprecher mitteilte, habe man die Bewerbungsunterlagen am Dienstag beim Weltverband FIFA eingereicht. Zuvor hatten sich bereits Spanien/Portugal, Mexiko, die USA, Niederlande/Belgien, Japan, Katar, China, Australien und Russland für die WM-Gastgeberrolle beworben.

Die vom Weltverband gesetzte Frist für die Erklärung einer Bewerbungsabsicht endet am 2. Februar, die Entscheidung fällt im Dezember 2010. Einige Nationen bewerben sich alternativ auch für die Ausrichtung der WM 2022.

Südamerikanische Nationen sind von der Bewerbung für 2018 ausgeschlossen, da Brasilien bereits als Ausrichter der WM-Endrunde 2014 feststeht. Afrikanische Nationen können sich lediglich für die Endrunde 2022 bewerben, da Südafrika im kommenden Jahr Gastgeber der WM-Endrunde ist.

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