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Der Russe Andrej Arschawin spielt seit 1999 für Zenit St. Petersburg © getty

Arschawins Wechsel zum FC Arsenal ist nach viel Hickhack in trockenen Tüchern. Robbie Keane verlässt Liverpool schon wieder.

München - Heftige Schneefälle legen in England derzeit fast alles lahm - zunächst auch den Betrieb an der Transferbörse.

Diverse Last-Minute-Wechsel vor dem Ende der Wechselfrist am Montag wurden zu Hängepartien, da die Spieler wegen Verkehrsbehinderungen nicht dazu kamen, ihre ausgehandelten Verträge zu unterschreiben. Die Liga verlängerte sogar die Transferfrist.

Am späten Montagabend wurde dann allerdings bei drei Top-Transfers Vollzug gemeldet:

Das Wechsel-Theater des russischen Fußball-EM-Stars Andrej Arschawin in die englische Premier League ist beendet:

Vertrag bis 2012

Der 27 Jahre alte Stürmerstar von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg wird nach einem langen Transfer-Hickhack ab sofort bis zum 30. Juni 2012 in London für den FC Arsenal spielen.

Das wurde aus Klubkreisen der Gunners am Montagabend bekannt. Zuvor war bereits gemeldet worden, der Wechsel sei geplatzt.

Teammanager Arsene Wenger kündigte bei Sky Sports News eine "positive" Meldung für den weiteren Verlauf des Abends an. Die Londoner überweisen für die Dienste des "kleinen Zaren" angeblich 13,3 Millionen Euro nach St. Petersburg, dazu könnte noch ein erfolgsabhängiger Nachschlag kommen.

Jetzt muss die Premier League noch offiziell den Transfer absegnen, da Arschawin scheinbar nicht bis zum ursprünglichen Ende des Transferfensters am Montag um 18.00 Uhr deutscher Zeit den Vertrag unterschrieben hat.

Keane kehrt heim

Auch die Rückkehr von Robbie Keane von Liverpool zu seinem Ex- und nun neuen Klub Tottenham Hotspur wurde durch das Wetterchaos lediglich verzögert, aber nicht verhindert.

Der frühere Kapitän der Spurs verlässt den englischen Rekordmeister nach nur sieben Monaten bereits wieder. Dies teilte Liverpool auf seiner Website mit.

Der 28-Jährige muss sich mit seinem Ex-Klub allerdings noch auf sein Gehalt einigen.

Keane war im Juli für 22,6 Millionen Euro nach Liverpool gewechselt.

Neuer Chelsea-Kollege für Ballack

Michael Ballack erhält beim FC Chelsea prominente Unterstützung: Bis zum Ende der Saison wird der portugisische Nationalspieler Ricardo Queresma auf Leihbasis vom italienischen Meister Inter Mailand zum englischen Premier-League-Klub wechseln.

Dies teilte Chelsea am Montagabend auf der vereinseigenen Internetseite mit.

Der 25-Jährige Offensivspieler ist bereits der sechste Portugiese im Team des Brasilianers Luiz Felipe Scolari, der vor seinem Engagement in England fünf Jahre Nationaltrainer Portugals war.

Quaresma hatte sich bei Inter mit dem früheren Chelsea-Trainer Jose Mourinho überworfen

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Geschehen zusammengefasst.

Messi schreibt Geschichte

Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona hat in Spanien ein Stück Geschichte geschrieben.

Der Argentinier erzielte beim 2:1-Sieg gegen Racing Santander das 5000. Tor von Barca in der Primera Division.

Fünf Minuten nach seiner Einwechslung verewigte sich Messi in Minute 65 mit seinem Treffer zum 1:1 in den Annalen des Vereins.

Kurios ist dabei, dass der FC Barcelona in Santander auch sein erstes Tor überhaupt in der Primera Division erzielt hat. Im Jahr 1929 traf Manuel Perera.

Huntelaar Opfer von Real-Panne

Klaas-Jan Huntelaar ist der Leidtragende der "Champions-League"-Panne von Real Madrid.

Der spanische Meister hat sich entschieden, den Franzosen Lassana Diarra anstelle des Niederländers für die Königsklasse nachzunominieren.

Madrid hatte Huntelaar (Ajax Amsterdam) und Diarra (FC Portsmouth) im Winter für je 20 Millionen Euro verpflichtet und war davon ausgegangen, beide für die Champions League nominieren zu können.

Da beide aber schon im UEFA-Cup für ihre vorherigen Klubs gespielt hatten, darf Real nur einen von ihnen melden.

Odonkor wieder auf der Bank

David Odonkor steht vor einem Comeback bei Betis Sevilla.

Erstmals seit seiner Knie-OP im Sommer saß der Nationalspieler beim 2:2 im Ligaspiel gegen Getafe erstmals wieder auf der Bank. Eingewechselt wurde der Flügelflitzer allerdings nicht.

Betis ist nach dem Remis Sechzehnter und hat fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Unfall-Tragödie in Paraguay

Der Einsturz einer Zugangsrampe hat im größten Fußballstadion Paraguays das Leben zweier Polizisten gekostet.

Die Mitglieder einer Anti-Krawall-Einheit stürzten sieben Meter in die Tiefe, nachdem die Betondecke nachgegeben hatte. Im Stadion Defensor del Chaco trägt der derzeitige Spitzenreiter der südamerikanischen Qualifikation zur WM-Endrunde 2010 alle seine Heimspiele aus.

Fünf weitere Beamte mussten in Krankenhäusern eingeliefert werden. Nach dem Unglück, das sich während eines Spiels des Interligas-Turniers zwischen Ovetense und Santani ereignete, wurde das Nationalstadion umgehend für Untersuchungen gesperrt.

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