vergrößernverkleinern
Chelseas sportlicher Talfahrt (Frank Lampard, r., beim 0:0 gegen Hull) folgt die finanzielle © getty

Chelsea verbucht zweistellige Millionenverluste und will im Sommer sparen. Neves trifft. Frankreich bewirbt sich. Die Splitter.

München - Michael Ballacks Arbeitgeber verzeichnet erneut hohe Verluste.

Im Geschäftsjahr 2007/08 hat der FC Chelsea bei einer Steigerung des Umsatzes um 11,9 Prozent auf 239 Millionen Euro ein weiteres Minus von 73,7 Millionen Euro aufgehäuft.

"Wir halten an unserem Ziel fest, in der Spielzeit 2009/10 auf eine schwarze Null zu kommen", erklärte Peter Kenyon, Generaldirektor des Tabellenvierten der englischen Premier League, am Freitag.

Für die Verluste steht weiter der russische Öl-Milliardär und Klubeigner Roman Abramowitsch gerade.

Abfindungen schlagen zu Buche

Belastet wurde die Bilanz durch die Abfindungszahlungen in Höhe von cirka 26 Millionen Euro an die im Vorjahr entlassenen Trainer Jose Mourinho und Avram Grant sowie fünf weitere Mitarbeiter des Trainerstabes.

Auf den kommenden Jahresbericht wird die Entlassung von Coach Luiz Felipe Scolari in dieser Woche negative Auswirkungen haben.

Sparkurs im Sommer

Kenyon stellte auf der Pressekonferenz klar, dass Spielerkäufe im kommenden Sommer nur durch Verkäufe finanziert würden. Nur so könne es der Klub schaffen, sich aus der Abhängigkeit von Abramowitsch zu lösen.

"Die Steigerung des Umsatzes und die Kostenreduzierung zeigen, dass Chelsea dabei ist, sich eine gesunde Basis für die künftigen schwierigen Anforderungen zu verschaffen", erklärte Kenyon.

Sport1.de fasst die Nachrichten aus dem internationalen Geschehen zusammen.

Neves trifft schon wieder

Es dauerte gerade einmal zwei Spiele, bis Thiago Neves wieder ins Schwarze traf.

Der Ex-Hamburger markierte bei seinem zweiten Einsatz für den brasilianischen Erstligisten Fluminense FC per direkt verwandelten Freistoß den Treffer zum 2:1-Sieg in der regionalen Carioca-Meisterschaft gegen den Stadtrivalen Americano FC.

Der 23 Jahre alte Offensivspieler war in der Bundesliga-Hinrunde beim HSV nicht über die Rolle des Edelreservisten hinausgekommen und wurde Ende Januar für geschätzte sieben Millionen Euro an den saudi-arabischen Klub Al-Hilal verkauft.

Die Araber hatten Neves umgehend für sechs Monate an dessen Heimatklub Fluminense ausgeliehen.

Frankreich bewirbt sich ohne Italien für EM 2016

Frankreich wird sich für die alleinige Ausrichtung der Europameisterschaft 2016 bewerben, nachdem zuvor Italien als Co-Gastgeber ins Gespräch gebracht worden war.

"Wir werden den Weg alleine gehen mit dem Ziel, den Zuschlag zu erhalten", bestätigte der französische Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes.

Bis zum 9. März müssen die Bewerber ihre Kandidaturen der UEFA gemeldet haben.

Frankreich hatte zuletzt die WM 1998 ausgerichtet und war bereits 1984 Ausrichter einer Euro.

Ärger wegen Doppeljob für Beenhakker

Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker wird zusätzlich technischer Direktor beim niederländischen Pokalsieger Feyenood Rotterdam. Dies gab der 66-Jährige auf einer Pressekonferenz bekannt.

Beenhakker wird sein Amt ohne Bezahlung ausüben. Der Niederländer war bereits zwei Mal als Trainer beim derzeitigen Tabellenelften der Ehrendivision tätig.

In Polen ist man über Beenhakkers neue Funktion nicht begeistert.

Er habe darüber aus dem Fernsehen erfahren, sagte der Sprecher des Polnischen Fußball-Verbandes, Andrzej Strejlau, in Warschau. Laut Strejlau sei Verbandschef Grzegorz Lato mit dieser Doppelfunktion des Niederländers nicht einverstanden.

Beenhakker müsse sich komplett der Arbeit in Polen widmen. Der ehemalige polnische Nationaltorhüter Jan Tomaszewski hat unterdessen die sofortige Entlassung Beenhakkers gefordert

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel