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Kaka (l.) und Beckham könnten sich in Bremen mit Wett-Werbung Zoff einhandeln © getty

Dem AC Mailand droht wegen Wett-Werbung ein hohes Bußgeld, Platini äußert EM-Bedenken, will eine Gehaltsobergrenze. Internationalen Splitter:

München - Dem AC Mailand droht eine Geldbuße in Höhe von 50.000 Euro, sollten das Team um David Beckham, Ronaldinho und Co. im UEFA-Cup-Duell bei Werder Bremen mit der Aufschrift seines Trikotsponsors "bwin" auflaufen.

"Wir haben dem Verein eine Verbotsverfügung zukommen lassen. Bereits am Freitag haben wir Zwangsgeld angedroht", sagte der Bremer Senatssprecher Rainer Gausepohl der "Bild".

Bekanntlich ist in Deutschland Werbung für Wettanbieter gesetzlich verboten. Ob allerdings die Geldstrafe von den Lombarden bezahlt wird, scheint zumindest fraglich. Bereits im April 2007 war Milan wegen seiner im Champions-League-Gastspiel beim FC Bayern verbotenen Trikotwerbung zu 100.000 Euro Strafe verdonnert worden.

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Erneute Bedenken wegen EM

UEFA-Präsident Michel Platini hat erneut Bedenken geäußert, was die Ausrichterrolle der Ukraine und Polens bei der Fußball-EM 2012 anbelangt.

"Beide Länder befinden sich natürlich unter dem an einem Faden über ihnen hängenden Damoklesschwert, denn die Stadien - vor allem in den Hauptstädten Kiew und Warschau - müssen termingerecht hergestellt werden", sagte Frankreichs einstiger Regisseur vor dem EU-Parlament in Brüssel.

Im Mai soll wieder eine Experten-Kommission die beiden Länder besuchen. Die genauen Termine allerdings wurden noch nicht definiert.

Platini auch für Gehaltsgrenzen

Desweiteren warnte der Franzose vor einem finanziellen Kollaps im europäischen Fußball. Hintergrund war die 120 Millionen Euro Offerte von Manchester CIty an den AC Mailand für Kaka: "Wir befassen uns zurzeit mit der Idee, die Klub-Ausgabe für Gehälter und Ablösesummen in einem bestimmten Umfang zu begrenzen."

Die Meinungen in Europa in Bezug auf Budget- oder Gehaltsobergrenzen gehen allerdings weit auseinander: Die Klub-Vereinigung ECA unter Vorsitz von Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte sich erst vor Wochenfrist gegen einen sogenannten Salary-Cap ausgesprochen.

WM-Ticketverkauf startet

Am Freitag beginnt der Ticket-Verkauf für die WM 2010 in Südafrika, doch die FIFA fürchtet wegen der weltweiten Finanzkrise eine schleppende Nachfrage im Vergleich zur WM 2006 in Deutschland.

"Es wäre sehr dumm von mir zu sagen, dass die weltweite Rezession keinen Einfluss auf die Weltmeisterschaft hätte. Aber das Problem ist, dass wir noch nicht wissen, in welcher Form die WM davon betroffen sein wird. Deshalb bleibt es vorerst bei unserem Ziel, jedes Ticket für jedes Stadion verkaufen zu wollen", sagte FIFA-Vize-Präsident David Will.

Die Preise für die Tickets reichen dabei von umgerechnet etwa elf Euro bis zu 700 Euro für die teuerste Finalkarte. Die preiswertesten Tickets der Kategorie vier sind alleine südafrikanischen Staatsbürgern vorbehalten. Damit will die FIFA der armen Bevölkerung den Besuch der Spiele ermöglichen. Allerdings droht dadurch auch ein blühender Schwarzmarkt.

Neuer Saudi-Trainer

Jose Peseiro ist neuer Nationaltrainer Saudi-Arabiens. Der Portugiese soll den kriselnden dreimaligen Asienmeister als Nachfolger des zurückgetretenen Nasser al-Johar doch noch zur WM 2010 in Südafrika führen.

Peseiro, der Sporting Lissabon, Panathinaikos Athen und Rapid Bukarest trainierte, wird bereits am Freitag in Riad erwartet.

Der 48-Jährige ist der 20. Nationaltrainer der Saudis seit 1994. In der Gruppe B der asiatischen WM-Qualifikation Saudi-Arabien mit vier Punkten aus vier Spielen drei Punkte hinter dem entscheidenden Platz zwei.

Olympia-Boss übernimmt Bewerbung

Londons Olympia-Macher Sebastian Coe soll England nun auch bei der Bewerbung um die Fußball-WM 2018 voranbringen.

Der vierfache Leichtathletik-Olympiasieger wurde in beratender Funktion in die Geschäftsführung des Organisationskomitees aufgenommen. Coe hatte als Bewerbungschef maßgeblichen Anteil am Zuschlag Londons für die Olympischen Spiele 2012.

England hat im Rennen um die Ausrichtung der WM in neun Jahren große Konkurrenz. Die USA, Australien, Indonesien, Japan, Südkorea, Mexiko, Katar und Russland sowie die Doppelbewerber Belgien und die Niederlande sowie Spanien und Portugal wollen 2018 oder 2022 ebenfalls Gastgeber sein. Die Entscheidung fällt im Dezember 2010.

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