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Beckham machte für L.A. Galaxy bisher 29 Spiele und erzielte fünf Tore © getty

Los Angeles verhärtet im Ablöse-Streit mit Milan die Fronten, Hiddink wird Chelsea nach Saisonende verlassen. Internationale Splitter:

München - Die Verhandlungen über einen möglichen Wechsel des englischen Superstars David Beckham von Los Angeles Galaxy zum AC Mailand scheinen ins Stocken geraten zu sein.

Galaxy-Chef Tim Leiweke dementierte einen bevorstehenden Transfer des 33-Jährigen zu Milan und sparte dabei nicht mit Kritik.

"Milan hat uns vor zwei Wochen ein lächerliches Angebot gemacht, das ich nach wenigen Sekunden abgelehnt habe. Danach hat sich niemand mehr gemeldet", zitierte die Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" Leiweke.

Nur drei Millionen für Beckham

Medienberichten zufolge soll Galaxy 12 Millionen Euro für den bis zum 8. März ausgeliehenen Beckham verlangt haben, Milan aber nur drei Millionen Euro bieten.

"Mit dieser Summe kann Galaxy nicht einmal den Schaden decken, der wegen des fehlenden Verkaufs von Trikots entstanden ist", kommentierte Leiweke.

"Milan begreift nicht, dass hinter dieser Geschichte Fans stecken, die mit dem Verzicht auf das Abonnement drohen, TV-Sender, die die zu sendenden Spiele planen müssen, Sponsoren, die Entschädigungen verlangen, und Mannschaften, die wissen wollen, ob Galaxy mit oder ohne Beckham spielen wird", ergänzte Leiweke.

Und weiter: "Man darf nicht vergessen, das bei uns der Markt blockiert ist. Mit wem ersetzen wir David, wenn er nicht zurückkehrt?"

"Keine andere Wahl"

"David ist ein Freund, ich lasse mich aber nicht auf den Arm nehmen. Beckham wird am 9. März in Los Angeles und mit demselben Ernst und derselben Hingabe wie vorher arbeiten."

Er selber wisse, dass er keine andere Wahl habe, weil die erste Gelegenheit, aus dem Vertrag auszusteigen, Ende 2009 sei.

Beim AC Mailand sieht man die Lage jedoch anders. "Wir haben in den vergangenen Stunden Fortschritte gemacht und sind immer zuversichtlicher", hatte Milans Vize-Präsident Adriano Galliani noch am Donnerstag erklärt.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter:

Hiddink nur bis Sommer

Guus Hiddink wird auf keinen Fall über das Saisonende hinaus Teammanager beim englischen Topklub FC Chelsea bleiben.

"Ich werde bis zum Saisonende aushelfen, aber nur bis Saisonende", sagte der 62-jährige Niederländer.

"Ich habe einen Fulltime-Job in Russland und will diesen auch erfüllen. Jeder weiß, dass Abramowitsch einen guten Draht zum russischen Verband hat. Deshalb habe ich zugesagt", sagte Hiddink einen Tag vor dem schweren Spiel von Chelsea bei Aston Villa.

Chelseas Stürmer Didier Drogba lobte den neuen Coach: "Hiddink ist genau das, was Chelsea jetzt braucht", sagte der Nationalspieler der Elfenbeinküste und fügte an: "Man muss aus einem Team wie Chelsea jetzt eine Einheit formen."

Drogba will Vertrag erfüllen

Drogba hat indes erklärt, dass er sich durchaus vorstellen könne, auch über 2010 hinaus beim FC Chelsea zu stürmen: "Ich fühle mich hier sehr wohl und will auch in Zukunft Chelsea-Spieler bleiben", sagte der Ivorer der "Sun" und fügte an:

"Ich will zumindest bis Vertragsende hier bleiben. Ich liebe die Fans, meiner Familie gefällt es hier auch sehr gut und wir wollen bleiben".

Im Januar verdichteten sich die Zeichen, dass der 30-Jährige zu seinem Lieblingstrainer Jose Mourinho zu Inter Mailand wechseln würde.

Bundesliga weiter Vierter

In der Fünf-Jahres-Wertung der UEFA gab es auf den ersten zehn Plätzen keine Veränderungen: Deutschland belegt nach den Hinrunden-Begegnungen der UEFA-Cup-Zwischenrunde Platz vier.

Da sämtliche sieben rumänische Klubs in den Europapopkal-Wettbewerben schon vor der Jahreswende ausgeschieden sind und die Osteuropäer damit nicht mehr punkten können, ist für die Bundesliga ein Absturz auf Platz sieben - was einen Startplatz in der Champions League kosten würde - ausgeschlossen.

Ein Vorstoß auf den dritten Rang, der einen vierten Startplatz in der Champions League bedeuten würde, ist vorerst in weiter Ferne. Denn die Italiener liegen derzeit knapp acht Punkte vor der Bundesliga und haben auch noch sieben von ursprünglich acht Mannschaften im Rennen.

Damit bleibt es auch 2010 bei der bisherigen Verteilung von Startplätzen für die Champions League und den UEFA-Pokal.

Neville bleibt ManUnited treu

Abwehrspieler Gary Neville hat seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem englischen Meister Manchester United um ein Jahr bis zum 30. Juni 2010 verlängert.

"Manchester ist der einzige Klub, für den ich jemals spielen wollte", wird der Rechtsverteidiger zitiert.

Neville, der am Mittwoch 34 Jahre alt wurde, hatte als 17-Jähriger 1992 sein Debüt bei den Profis der "Reds" gefeiert. Bislang absolvierte er insgesamt 565 Einsätze für ManU. Sein jüngerer Bruder Phil steht beim FC Everton unter Vertrag.

Zuletzt hatte Manchester bereits mit dem walisischen Mittelfeldspieler Ryan Giggs, inzwischen 35 Jahre alt und seit 1987 im Verein, bis 2010 verlängert.

Massenschlägerei und Kartenregen

Sieben auf einem Streich: Nach einer Massenschlägerei in der Nachspielzeit der Regionalligapartie des brasilianischen Bundeslandes Rio Grande do Sul zwischen Brasil Pelotas und Ulbra Canoas (2:5) zeigte der Schiedsrichter gleich sieben Streithähnen die Rote Karte.

Ausgelöst hatte die wüste Keilerei Canoas-Spieler Rogerio Pereira, der das letzte Tor ausgerechnet in der Kurve der gegnerischen Fans feierte.

Dabei soll Pereira die Jubelchoreografie des Brasil-Idols Claudio Milar, der im Januar bei einem Unfall mit dem Mannschaftsbus ums Leben gekommen war, nachgeahmt haben. Einer ersten Rangelei mit aufgebrachten Spielern der Hausherren folgten dann Tritte und Schläge in alle Richtungen. Selbst der Brasil-Präsident eilte zur Unterstützung auf den Platz.

Ronaldo droht Geldstrafe

Weltfußballer Cristiano Ronaldo droht nach einem spektakulären Unfall mit seinem Ferrari eine saftige Geldstrafe.

Die Betreiber des Flughafens von Manchester fordern von dem portugiesischen Nationalspieler 23.000 Euro für Schäden an einer Begrenzungsmauer.

Der Flügelspieler von Manchester United war im vergangenen Monat mit seinem 227.000 Euro teuren Ferrari in die Mauer gekracht, blieb aber unverletzt.

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