vergrößernverkleinern
Karel Brückner übernahm 2008 das Amt des Nationaltrainers © getty

Brückner ist nicht mehr Nationaltrainer. Galatasaray muss gegen den HSV auf Leistungsträger verzichten. Internationale Splitter.

München - Der Tscheche Karel Brückner hat sein Amt als Nationaltrainer Österreichs niedergelegt.

Dies teilte der Österreichische Fußball-Bund mit. In einem "ausführlichen Telefongespräch" seien Brückner und der neue ÖFB-Präsident Leo Windtner am Montag übereingekommen, künftig getrennte Wege zu gehen.

Ein Nachfolger soll innerhalb der nächsten zehn Tage benannt werden.

"Es war mir ein Anliegen, mit Karel Brückner persönlich zu sprechen und die Situation gemeinsam zu analysieren. Ich möchte Herrn Brückner auch auf diesem Wege für seine Tätigkeit in den letzten Monaten herzlich danken", erklärte Windtner in einer ersten Stellungnahme.

Die Trennung sei "in freundschaftlicher Atmosphäre" vollzogen worden. Brückners Vertrag war bis zum Ende der WM-Qualifikation im Herbst 2009 datiert, beim Erreichen der Endrunde in Südafrika wäre eine automatische Verlängerung in Kraft getreten.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst.

Galatasaray muss gegen den HSV ohne Topal ran

Der türkische Meister Galatasaray Istanbul muss im Achtelfinale des UEFA-Pokals am 12. und 18. bzw. 19. März gegen den Hamburger SV ohne Mittelfeldspieler Mehmet Topal auskommen.

Der türkische Nationalspieler musste sich einer Schulteroperation unterziehen.

Mehmet hatte sich vergangene Woche beim 4:3-Sieg gegen den Girondins Bordeaux die Schulter ausgekugelt.

Der 22-Jährige fällt rund zwei Monate aus.

Liverpool ohne Torres gegen Sunderland

Der englische Rekordmeister FC Liverpool muss in der Liga-Partie am Dienstag gegen Sunderland erneut auf seinen spanischen Stürmerstar Fernando Torres verzichten.

Der 24-Jährige laboriert noch an einer Knöchelverletzung, wegen der er auch bei der 0:2-Niederlage in Middlesbrough am Samstag nicht mitwirken konnte.

Neben Torres stehen Trainer Rafael Benitez auch die beiden Verteidiger Alvaro Arbeloa (Oberschenkelprobleme) und Daniel Agger (Rückenverletzung) nicht zur Verfügung.

Nach der Middlesbrough-Pleite rutschten die Reds im Kampf um die Meisterschaft auf den dritten Tabellenplatz der Premier League ab und liegen nun sieben Punkte hinter Spitzenreiter Manchester United.

Cannabis-Konsum: Niederländer gesperrt

Purrel Fränkel vom niederländischen Ehrendivisionär De Graafschap Doetinchem ist wegen Cannabis-Konsums vom niederländischen Verband KNVB für einen Monat suspendiert worden.

Überführt wurde der 32-Jährige durch eine positive Urinprobe nach der Partie gegen Ajax Amsterdam am 21. Dezember.

Nach Angaben seines Klubs habe der Verteidiger zugegeben, einige Tage vor dem Spiel ein Marihuana-Zigarette geraucht zu haben.

Italien will Fußball-EM 2016

Weltmeister Italien wird voraussichtlich einen neuen Anlauf unternehmen, um wieder Gastgeber einer Europameisterschaft zu sein. Der Stiefelstaat will sich um die Ausrichtung der EURO 2016, die erstmals mit 24 Mannschaft ausgetragen wird, bewerben.

Dies bestätigte der Präsident des italienischen Fußballverbands FIGC, Giancarlo Abete, in einem Radio-Interview.

"Italien will sich mit der Organisation eines internationalen Wettbewerbs auseinandersetzen, was positive Auswirkungen für den Fußball im Land haben könnte", sagte Abete. Über die Kandidatur Italiens muss aber der FIGC-Vorstand noch abschließend befinden.

Italien hatte bereits seine Kandidatur für die Austragung der EURO 2012 eingereicht.

Das Exekutivkomitee der UEFA hatte jedoch Polen und die Ukraine mit der Organisation der EM-Endrunde 2012 beauftragt. Italien war bislang 1968 und 1980 Gastgeber einer EM-Endrunde.

Abete hofft derweil bei den Verbandswahlen am 23. März auf ein zweites Mandat als Präsident.

Bewerbung zurückgezogen

Schottland und Wales haben dagegen die geplante gemeinsame Bewerbung für die Ausrichtung der EM 2016 aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen. Nach Aussagen schottischer und walisischer Verantwortlicher sei ein solch großes Turnier in Zeiten der Finanzkrise für die beiden Fußballverbände nicht finanzierbar.

"Die benötigte Infrastruktur für eine Europameisterschaft macht es für uns sehr schwierig, das Turnier auszurichten. Nicht nur die Anforderungen an die Stadien, sondern auch an Transportbedingungen, Trainingsplätze und Unterbringungen können wir nicht erfüllen", sagte der schottische Verbandspräsident Gordon Smith.

"Unser Ziel, in naher Zukunft eine große Meisterschaft auszurichten, bleibt bestehen. Wir sind uns jedoch einig, dass eine Bewerbung für die EURO 2016 verfrüht wäre und unsere Chancen nicht gerade als groß gelten", erklärte auch David Collins, Generalsekretär des walisischen Fußballverbands.

Interesse an einer Austragung der Titelkämpfe 2016 haben nach dem Ausscheiden von Schottland und Wales neben Italien noch Frankreich, Griechenland, Russland und die Türkei, sowie Norwegen gemeinsam mit Schweden und Ungarn mit Rumänien.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel