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Ancelotti gewann mit dem AC Mailand 2003 und 2007 die Champions League © getty

Milan-Boss Galliani steht trotz Misserfols zu Trainer Ancelotti. Lazio-Präsident Lotito muss in den Knast. Internationalen Splitter.

München - Trotz anhaltender Krise hat Trainer Carlo Ancelotti beim 17-maligen italienischen Meister AC Milan eine Jobgarantie erhalten.

Der 49-Jährige werde auch in der kommenden Saison Trainer der Lombarden bleiben.

Selbst wenn der Klub in der laufenden Spielzeit nur Platz drei erreiche, sagte Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani italienischen Medien, werde man an ihm festhalten.

Der italienische Renommierklub musste am Sonntag, drei Tage nach dem UEFA-Cup-Aus gegen Werder Bremen in der Serie A, einen weiteren Rückschlag hinnehmen. ad

Ein Jahr ohne Titel

Bei Sampdoria Genua gab es ein 1:2. Der Titel ist damit in weite Ferne gerückt. Der Rückstand auf den auf Platz eins liegenden Stadtrivalen Inter beträgt bereits zwölf Punkte. Ancelotti steht noch bis 2010 bei Milan unter Vertrag.

Galliani dementierte zudem Spekulationen, nach denen Milan-Besitzer Silvio Berlusconi den Klub verkaufen wolle.

Italienische Medien hatten vergangene Woche berichtet, dass Mansour Bin Zayed, Eigentümer von Manchester City, als Großaktionär bei den Mailändern einsteigen will.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst:

Lazio-Präsident ins Gefängnis

Der Präsident von Lazio Rom, Claudio Lotito, muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Ein Gericht in Italien verurteilte Lotito wegen Kursmanipulation zur Beeinflussung der Lazio-Aktien an der Mailänder Börse zur Haftstrafe und einer Geldbuße von 65.000 Euro.

Ein weiterer Aktionär des börsennotierten Klubs, Roberto Mezzaroma, muss für 20 Monate ins Gefängnis und 55.000 Euro zahlen.

Damit verordnete das Gericht in beiden Fällen eine vier Monate längere Haftstrafe als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

Der Anwalt von Lotito und Mezzaroma kündigte einen Einspruch an. "Wir sind schockiert und zuversichtlich, dass das Berufungsgericht ihre Unschuld erkennen wird", sagte er.

Streiks in Uruguay

Nachdem die laufende Spielzeit wegen Sicherheitsbedenken nach Ausschreitungen bereits zweimal unterbrochen werden musste, streiken nun die Spieler, um ausstehende Gehaltszahlungen von ihren Vereinen einzufordern. Der für Mitte der Woche angesetzte Spieltag fällt damit aus.

"Die Klubs haben bis Freitagnachmittag Zeit, ihre Schulden zu zahlen", sagte Enrique Saravia, Präsident der Spielerunion, "dann kann die Meisterschaft am Wochenende weitergehen."

Medienberichten zufolge soll unter anderem Rekordmeister Nacional aus Montevideo seinen Spielern etwa 130.000 Euro schulden.

Paella für alle

Mit einem ungewöhnlichen Versprechen will sich Real Mallorca im Halbfinal-Rückspiel des nationalen Pokals gegen den FC Barcelona die Unterstützung seiner Fans sichern.

Sollte Real trotz der Hypothek der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel das Endspiel erreichen, werden alle 20.000 Zuschauer der Partie am Mittwoch aus der Mannschaftskasse zu einer Paella eingeladen.

Wann und wo das spanische Nationalgericht verteilt werden soll, ist noch nicht klar.

Mallorca hat den spanischen Pokal 2003 zum bisher einzigen Mal gewonnen.

Italienischer Dopingfall wird neu aufgerollt

Der Internationale Sportgerichtshof rollt das Verfahren gegen die italienischen Profis Daniele Mannini (SSC Neapel) und Davide Possanzini (Brescia Calcio) neu auf.

Die beiden Spieler wurden im Januar diesen Jahres zu jeweils einem Jahr Strafe verurteilt, weil sie zu spät zur Doping-Kontrolle erschienen.

Da dem Sportgericht neue Beweise vorliegen, möchte man diese erst ausgiebig prüfen, bevor man weitere Schritte einleitet.

Des Weiteren wird überlegt, die Sperren bis zur Entscheidung aufzuheben. Nach Angaben des Sportgerichts des italienischen Fußballverbands waren beide Profis nicht gedopt, weswegen sie anfangs freigesprochen und nur für 15 Tagen gesperrt wurden.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur sah jedoch in dem verspäteten Erscheinen eine Verweigerung des Tests und ging in Berufung.

Für den deutschen Fußball ist das Urteil von besonderem Interesse, da es den gleichen Fall es in der Bundesliga gab. Die Hoffenheimer Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker erschienen mit zehnminütiger Verspätung zur Kontrolle. Im Hoffenheimer Fall will der DFB in der kommenden Woche ein Urteil bekanntgeben.

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