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Ronaldo schoss in 97 Länderspielen 62 Tore für Brasilien © getty

Die Disco-Affäre des Stürmers führt zum Rücktritt seines Managers. Valencias Klubchef wird entmachtet, bei Real ein neuer gekürt.

München - Nachtschwärmer Ronaldo vergnügte sich und der Sportdirektor muss gehen.

Im Zusammenhang mit dem Disco-Ausflug von Brasiliens Fußball-Idol in der Nacht zum vergangenen Freitag bat der für die Teamorganisation zuständige Antonio Carlos bei Erstligist Corinthians Sao Paulo um die Papiere.

Der WM-Rekordtorjäger sollte dagegen im Pokalspiel am Mittwochabend gegen Itumbiara zumindest auf der Bank Platz nehmen.

"Er ist schon so weit, dass er 45 Minuten spielen kann", erklärte Corinthians-Trainer Mano Menezes, der den 32-Jährigen je nach Spielverlauf im zweiten Durchgang bringen wollte.

"Klima nicht mehr gut"

Dann stünde auch einem Einsatz am Sonntag im Klassiker gegen SE Palmeiras, das die Sao-Paulo-Meisterschaft anführt, nichts mehr im Wege.

Antonio Carlos ist dann nicht mehr dabei. "Ich habe gespürt, dass für mich im Klub das Klima nicht mehr gut war", erklärte der Ex-Profi, der in 15-monatiger Arbeit die Mannschaft für den direkten Wiederaufstieg zusammengestellt hatte.

Ob Carlos Ronaldo bei dessen erneutem Nachtbummel begleitet hat, wie spekuliert wird, bleibt aber weiter offen (COMMUNITY: Jetzt mitdiskutieren!) .

Real wählt neuen Präsidenten am 5. Juli

Nach dem unrühmlichen Abgang von Ramon Calderon werden die Mitglieder des spanischen Rekordmeisters Real Madrid am 5. Juli einen Nachfolger für den im Januar zurückgetretenen Präsidenten wählen.

Interims-Klubchef Vicente Boluda bestätigte diesen Termin, wies allerdings daraufhin, dass das Datum noch von der Generalversammlung am 29. März bestätigt werden müsse.

Als aussichtreichster Kandidat auf den Klubvorsitz gilt weiter Florentino Perez, der Real bereits von 2000 bis 2006 führte und mit der Verpflichtung zahlreicher namhafter Stars wie Zinedine Zidane, David Beckham oder Luis Figo für Furore in der Branche sorgte.

Nun soll der Unternehmer damit liebäugeln, Weltfußballer Cristiano Ronaldo 54388(DIASHOW: Die Erfolgsgeschichte eines Halbnackten) vom englischen Champions-League-Sieger Manchester United nach Madrid zu locken. Allerdings hat Perez seine Kandidatur noch nicht bestätigt.

Dem abgetretenen Calderon waren Manipulationsvorwürfe im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung im vergangenen Dezember zum Verhängnis geworden. Der 57-jährige wies die Anschuldigungen zwar stets zurück, nahm auf Druck der Öffentlichkeit aber dennoch seinen Hut.

Valencia-Präsident entmachtet

Der FC Valencia hat auf seine auf 450 Mio. Euro geschätzte Verschuldung reagiert und einen Machtwechsel an der Klubspitze vollzogen.

Haupt-Aktionär Juan Soler und Vertreter der Gläubiger-Bank Bancaja verständigten sich darauf, Präsidenten Vicente Soriano zu entmachten. Generaldirektor Javier Gomez soll fortan die Geschäfte bei dem Traditionsverein führen.

Der Klub hatte auf hohe Einnahmen durch den Verkauf des alten Stadiongeländes spekuliert, die jedoch nie eintraten.

Auch Brückners Co geht

Zwei Tage nach dem Rauswurf von Nationaltrainer Karel Brückner hat sich der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) nun auch offiziell von Co-Trainer Jan Kocian getrennt.

Der frühere Bundesliga-Profi aus der Slowakei einigte sich mit dem Verband auf eine Beendigung der Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung.

Der ÖFB ist nach wie vor auf der Suche nach einem Nachfolger für den Tschechen Brückner.

Platini steht Balkan-Liga offen gegenüber

UEFA-Präsident Michel Platini steht der Idee einer geplanten Balkan-Liga mit Klubs aus Teilstaaten des früheren Jugoslawien offen gegenüber.

"Ich bin absolut nicht gegen diese Idee", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union nach einem Treffen mit dem Präsidenten des serbischen Verbandes, Tomislav Karadzic, und Vertretern der Regierung.

"Dass ich nicht gegen die Idee bin, heißt aber nicht automatisch, dass ich dafür bin", schränkte Platini ein: "Denn im Moment erlauben die UEFA-Statuten eine solche Option nicht. Wenn es aber genug interessierte Parteien gibt und das Projekt verwirklicht werden kann, werden wir es uns ansehen und eine Entscheidung treffen", so der Franzose.

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