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Neymar (M.) wechselt vor der Saison für 57 Millionen Euro zum FC Barcelona © imago

Der Superstar bekommt gegen Portugal von Pepe und Co. mächtig auf die Knochen, bleibt aber dank eines Motivationsvideos cool.

Boston/Rio de Janeiro - Er steckte einen üblen Kinnhaken ein, kassierte deftige Rempler und unzählige Tritte.

Beim 3:1 (2:1) Brasiliens im Bruderduell mit Portugal in Boston/US-Bundesstaat Massachusetts war Selecao-Star Neymar das beliebteste "Ziel" der robust einsteigenden Abwehrspieler.

Neymar gab, inspiriert von einem Motivationsvideo, mit einer Gala die passende Antwort.

"Vor dem Spiel habe ich mir einen Film genau zu diesem Thema angesehen. Dies hat mir geholfen, nicht auf Herausforderungen und rüde Fouls zu reagieren", sagte der 21 Jahre alte Sturmstar des FC Barcelona, der mit seinem Tor (34.) zum 2:1 nach unwiderstehlichem Solo die Wende in einer vor allem im ersten Durchgang überhart geführten Begegnung brachte.

Pepe und Bruno Alves langen zu

Vor allem Portugals Innenverteidiger Bruno Alves, der Neymar mit einem Ellbogencheck einen kurzzeitigen Knockout verpasste, und Pepe bescherten Neymar einige blaue Flecken.

"Davon spüre ich bald nichts mehr", sagte Brasiliens Hoffnungsträger für die WM-Endrunde 2014 im eigenen Land aber noch am Spielfeldrand.

Pele und Eusebio eröffnen Partie

Dabei hatte die Partie vor 62.310 Zuschauern im gut gefüllten Gillette Stadium von Foxboro vor den Toren Bostons mit dem Treffen der einstigen Fußballgrößen Pele und Eusebio auf dem Rasen freundschaftlich begonnen.

Das änderte sich, als Raul Meireles (17. ) mit der Führung für die Portugiesen, bei denen der verletzte Superstar Cristiano Ronaldo fehlte, nach einer verunglückten Kopfball-Rückgabe von Verteidiger Maicon den Confed-Cup-Sieger provozierte.

Thiago Silva und Neymar drehen Spiel

Doch die brasilianische Mannschaft von Trainer Luiz Felipe Scolari, für den das Spiel ein Wiedersehen mit alten Freunden aus seiner Amtszeit als Nationaltrainer der Portugiesen (2003-2008) war, bewies Klasse.

Sie glich nur fünf Minuten später durch Thiago Silva aus, ging durch Neymar noch vor der Pause in Führung und machte dank Jo (49.) den Sack früh zu.

Selecao-Kapitän lobt Einstellung

Kapitän Thiago Silva hob dann auch die Leidenschaft des Teams hervor.

"Die Truppe gibt ihr Bestes, als ginge es um drei Punkte, als wäre es ein Qualifikationsspiel. Und nur mit dieser Einstellung werden wir gerüstet zur WM kommen", sagte der Innenverteidiger von Paris St. Germain.

Scolaris Kader nimmt Konturen an

Und auch "Felipao" Scolari meinte: "Das war heute wie ein WM-Spiel."

Zudem habe er, sagte der Weltmeister-Trainer von 2002, beim 6:0 am Samstag gegen Australien und gegen die "Amigos" aus Portugal "mindestens ein, zwei Spieler" für seinen WM-Kader gefunden.

Die Gruppe für das Turnier in neun Monaten nimmt Konturen an.

Portugal jagt Russland

Brasilien testet noch viermal dieses Jahr. Die nächste Reise geht nach Fernost, wo Südkorea (12. Oktober) und Sambia in China (15. Oktober) die Gegner sind.

Portugal setzt am 11. Oktober in der Gruppe F der europäischen WM-Qualifikation gegen Israel seine Jagd auf den einen Punkt besser dastehenden Spitzenreiter Russland fort, ehe vier Tage später das abschließende Duell mit Luxemburg folgt.

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