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St. Etienne-Trainer Alain Perrin (2.v.r.) während des Trainings © getty

Für die abstiegsbedrohten Franzosen ist der UEFA-Cup eine "lästige Aufgabe". Liverpool muss nicht am Hillsborough-Tag spielen.

München - Werder Bremen kann offenbar schon vor dem Achtelfinal-Rückspiel des UEFA-Cups am Mittwoch beim AS St. Etienne für die Runde der letzten Acht planen.

"Der UEFA-Cup ist so eine lästige Aufgabe", sagte St. Etiennes Coach Alain Perrin der französischen Sportzeitung "L'Equipe".

"Wir werden im Spiel gegen Werder gar nicht versuchen, die nächste Runde zu erreichen", so Perrin weiter:

"Immer wenn wir auf internationaler Bühne gespielt haben, reichte es für uns im nächsten Ligaspiel nur zu einem Remis oder einer Niederlage."

Nach einer 0:1-Niederlage bei Grenoble Foot 38 rutschten die Franzosen am vergangenen Wochenende auf einen Abstiegsplatz in der Ligue 1.

"Wenn wir das UEFA-Cup-Viertelfinale erreichen, sind wir in echter Gefahr. Ich will nicht, dass wir aufgrund des UEFA-Pokals weiter Punkte verschwenden", meinte Perrin.

Das Hinspiel hatte Werder im heimischen Weserstadion mit 1:0 gewonnen.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

Kein Liverpool-Spiel an Hillsborough-Tag

Die UEFA hat einer Bitte des FC Liverpool entsprochen und will das Rückspiel der "Reds" im Viertelfinale der Champions League nicht für den 15. April ansetzen.

An diesem Tag jährt sich die Tragödie von Hillsborough zum 20. Mal. Damals kamen bei einem Stadionunglück 96 Menschen ums Leben.

"Wir sind uns der besonderen Bedeutung bewusst, die dieses Datum für den Klub FC Liverpool und seine Fans hat. Wir werden alles dafür tun, dass der Klub am 15. April nicht spielen muss", sagte UEFA-Präsident Michel Platini.

Zuvor hatte Liverpools Kapitän Steven Gerrard die UEFA aufgefordert, das Spiel der Champions League wegen der Vorfälle von Hillsborogh nicht für den 15. April anzusetzen.

"Wir hoffen, dass die UEFA Vernunft zeigt", sagte Gerrard. Der Kapitän der "Reds" wuchs in Liverpool auf und verlor bei der Katastrophe vor 20 Jahren einen Cousin.

"Ich denke immer an Hillsborough, weil ich ein Mitglied meiner Familie verloren habe. Jeden Erfolg, den wir mit unserer Mannschaft in diesem Jahr erringen, sollten wir den Menschen widmen, die damals starben", sagte Gerrard.

Die Tragödie ereignete sich am 15. April 1989 im Hillsborough-Stadion von Sheffield. Zum Halbfinale im FA-Cup gegen Nottingham Forest ließen die Ordner zu viele Fans in den Liverpooler Block.

Mehrere Hundert Anhänger wurden gegen die Zäune gedrückt. Erst in der 6. Spielminute unterbrach der Schiedsrichter in Absprache mit der Polizei die Partie. Die verheerende Bilanz von 96 Toten und 730 Verletzten war nicht mehr abzuwenden.

Morddrohungen gegen Sporting

Nach dem Champions-League-Debakel gegen Bayern München (0:5, 1:7) sind bei Sporting Lissabon Morddrohungen gegen Spieler, Trainer und Funktionäre eingegangen.

In einem anonymen Brief an die Geschäftsführung des Traditionsklubs wurden vergangene Woche unter anderem Trainer Paulo Bento, Klubpräsident Filipe Soares und Torwart Rui Patricio bedroht.

Dies berichtete die Sportzeitung "A Bola" am Montag.

Auch Mittelfeld-Star Miguel Veloso soll auf der Droh-Liste stehen. Polizeiangaben zufolge sollen die Wände der Klubanlage zudem mit Hass-Parolen beschmiert worden sein.

Beim Sporting-Heimspiel am Samstag gegen den FC Rio Ave (2:0) wurden aufgrund der laut Sporting-Geschäftsführung "ernstzunehmenden Drohungen" besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Brutaler Sonntag in Argentiniens Fußball

Gleich drei Partien in Argentiniens Oberhaus wurden am Sonntag von schweren Auseinandersetzungen zwischen Fans und Festnahmen vor den Stadien begleitet.

Ein 55-jähriger Mann, der in einer Schlägerei verwickelt war, liegt mit schweren Kopfverletzungen im Koma. Eine knapp 80 Jahre alte Passantin erlitt einen Beinschuss.

Insgesamt wurden mindestens 122 Randalierer an drei Orten von der Polizei verhaftet.

Die schwersten Krawalle ereigneten sich in Buenos Aires, wo im Vorfeld der Partie zwischen den Boca Juniors und den Argentinos Juniors rivalisierende Fraktionen der Boca-Ultragruppe "La 12" sich einen Straßenkampf lieferten, in dem auch Schüsse fielen und die zwei Schwerverletzten zu beklagen waren.

Fan erschießt im Irak Fußballer

Im Irak ist es erneut zu einem tragischen Zwischenfall im Fußball gekommen.

Nach einem Bericht der "BBC" hat ein Fan während des Spiels zwischen Sinjar und Buhaira am Sonntag in der Stadt Hilla, rund 100 km südlich der Hauptstadt Bagdad, einen Fußballer erschossen.

Der Stürmer sei in der Schlussminute der Begegnung auf dem Weg zum Ausgleich gegen den Lokalrivalen gewesen, als der Zuschauer ihm in den Kopf schoss, schrieb die "BBC" unter Berufung auf die Polizei.

Der Fan wurde bereits festgenommen, die Sicherheitsbehörden leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein.

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