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Zlatan Ibrahimovic wechselte 2006 von Juventus Turin zu Inter Mailand © getty

Inter Mailand schließt einen Weggang des Stürmerstars nicht mehr aus. Seinen Trainer Mourinho kann er nun mit "Doktor" anreden.

München - Zlatan Ibrahimovic, Stürmerstar von Inter Mailand, ist nicht mehr unverkäuflich.

"Sollte Zlatan beschließen, uns zu verlassen, kann er gehen. Jeder hat seinen Preis. Sollte uns Zlatan verlassen wollen, wird auch er einen Preis haben", erklärte Klub-Boss Massimo Moratti.

Der Schwede hatte nach dem Aus Inters in der Champions League gegen Manchester United seine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Er sei zum Wechsel zu einem Verein bereit, der international bessere Erfolgsaussichten als Inter habe.

Moratti nahm die Ankündigung mit Humor. "Es ist nicht einfach, eine Mannschaft auszuwählen, die die Champions League gewinnen wird. Es könnte sein, dass er uns verlässt und dann Inter die Champions League gewinnt", sagte Moratti der "Gazzetta dello Sport".

Inter-Trainer Jose Mourinho kündigte an, seinen Star zum Verbleib zu überreden.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Mourinho ist jetzt Doktor

Besagter Jose Mourinho kann sich nun mit "Dr. Mourinho" anreden lassen. Der Portugiese ist von der Technischen Universität Lissabon mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.

Der Startrainer hatte an dieser Uni vor rund 20 Jahren sein Examen als Sportlehrer gemacht.

"Ich habe mich in dieser Universität angestrengt, ich weiß jetzt gerade nicht, ob ich diesen Ehrendoktortitel verdient habe. Vielleicht ist er doch eher als Belohnung für meine Verdienste als Trainer gemeint", meinte Mourinho.

Der 46-Jährige, dessen Vater Felix an der Zeremonie teilnahm, nutzte die Gelegenheit zu einer Generalkritik am Universitätswesen.

"Die Universität hilft nicht wirklich, uns auf die spätere Arbeit vorzubereiten. Trotz der Krise sollte die portugiesische Regierung mehr in die Jugend investieren", sagte Mourinho.

Hoffnungsträger Ribery

Bayerns Franck Ribery ist für die Franzosen der mit Abstand größte Hoffnungsträger auf dem Weg zur WM 2010 in Südafrika.

In einer repräsentativen Umfrage des Fachmagazins "France Football" wählten 63 Prozent der Fußball-Fans und 53 Prozent aller Franzosen den 25-jährigen Mittelfeldstar zum "wichtigsten Spieler auf dem Weg zur WM".

Beim Votum der Fans folgte überraschend Nachwuchshoffnung Yoann Gourcuff noch vor Stürmerstar Thierry Henry auf Platz zwei.

Für den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler, zurzeit vom italienischen Ex-Meister AC Mailand an Girondins Bordeaux ausgeliehen, stimmten 36 Prozent der Fans und 19 Prozent aller Franzosen.

Henry, der bei Bayern Münchens Champions-League-Gegner FC Barcelona spielt, erhielt 33 beziehungsweise 37 Prozent der Stimmen.

Moggi wieder vor Gericht

Luciano Moggi, der skandalumwitterte ehemalige Sportdirektor von Juventus Turin, steht zum zweiten Mal nach der Aufdeckung des Manipulationsskandals im italienischen Fußball vor Gericht.

Mit dem 71-Jährigen sitzen in Neapel weitere 23 Personen auf der Anklagebank. Moggi wird beschuldigt, mithilfe korrupter Schiedsrichter mehrere Spiele der Saison 2004/05 und 2005/06 zugunsten des Rekordmeisters manipuliert zu haben.

Moggi war bereits im Januar von einem Gericht in Rom zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden, sein Sohn Alessandro zu 14 Monaten Haft.

Damals wurde er für schuldig befunden, seine Position als Juve-Manager ausgenutzt zu haben, um mit illegalen Mitteln der inzwischen aufgelösten Agentur GEA seines Sohnes Mandanten verschafft zu haben.

Moggi senior war wegen seiner Verwicklung in den Manipulationsskandal, der Italiens Fußball im Sommer 2006 erschüttert hatte, zu einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt worden.

Bei der Verhandlung in Neapel, die unabhängig vom ersten Prozess geführt wird, muss sich Moggi dem Vorwurf stellen, eine kriminelle Vereinigung mit dem Ziel gebildet zu haben, Einfluss auf das italienische Fußball-System zu nehmen.

Vor Gericht müssen sich auch Lazio-Präsident Claudio Lotito, Reggina-Chef Pasquale Foti und der Ehrenpräsident des Erstligisten AC Florenz, Diego Della Valle, verantworten. Vor den Richtern steht auch der ehemalige Präsident des italienischen Fußballverbandes, Franco Carraro.

Neuer Manipulationsverdacht in Italien

Die Staatsanwaltschaft Palermo hat gegen drei italienische Profis Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug und Spielmanipulation eingeleitet.

Franco Brienza, Vincenzo Montalbano und Salvatore Aronica werden beschuldigt, in der Saison 2002/03 Spiele ihres damaligen Vereins Ascoli Calcio verschoben zu haben, wie die Tageszeitung "La Repubblica" berichtet.

Das Trio soll 200.000 Euro dafür kassiert haben, dem Aufstiegsanwärter US Palermo zum Sieg zu verhelfen. Das Duell der Klubs endete 2:1 für Palermo, die betreffenden Spieler wurden aber nicht eingesetzt.

Angeblich war Palermos ehemaliger Sportdirektor Rino Foschi eingeweiht. Gegen Foschi wird ebenfalls ermittelt. Die Untersuchungen stützen sich auf Aussagen eines Mafia-Aussteigers.

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