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Carlo Ancelotti ist seit November 2001 Trainer beim AC Mailand © getty

Der Milan-Coach steht angeblich vor einem Wechsel in die Premier League, Kaka verspricht den "Rossoneri" dagegen ewige Treue.

München - Carlo Ancelotti steht angeblich vor einem Wechsel zum FC Chelsea.

Die englische Boulevardzeitung "Sun" berichtete am Donnerstag, dass der 49-Jährige Nachfolger von Interimscoach Guus Hiddink beim Klub von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack werden soll.

Der Trainer des AC Mailand soll Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch versprochen haben, zur kommenden Saison nach London zu wechseln.

Der Milan-Coach dementierte die Gerüchte am Freitag aber energisch. "Unser Präsident Adriano Galliano hat sich unter der Woche schon klar geäußert und ich denke, da gibt es nichts hinzuzufügen", sagte er.

Gerüchte, Massimiliano Allegri von US Cagliari werde sein Nachfolger kommentierte er mit einem Schmunzeln: "Allegri hat sicher das Potenzial, jede Mannschaft zu trainieren. Aber wenn er hier Trainer werden will, wird er warten müssen."

Abramowitsch wollte Ancelotti schon nach der Entlassung von Luiz Felipe Scolari im Februar verpflichten.

Doch der Trainer des AC Mailand sagte ab, da er Milan nicht während der Saison verlassen wollte.

Fürstliche Entlohnung

Beim FC Chelsea soll Ancelotti einen Dreijahresvertrag erhalten, der ihm angeblich 5,8 Millionen Pfund (6,4 Millionen Euro) pro Jahr einbringen würde.

Allerdings hat Ancelotti beim AC Mailand noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

Ancelotti hatte erst kürzlich erklärt, in Mailand bleiben zu wollen.

Bedingung sei aber, "dass wir mindestens den dritten Platz der Tabelle erobern und die Qualifikation für die Champions League schaffen", sagte Ancelotti. Milan steht in der italienischen Serie A derzeit auf Rang drei.

Hiddinks Doppelfunktion

Auch der als Interimscoach bis Saisonende verpflichtete Guus Hiddink hatte sich zuletzt Hoffnungen auf einen Verbleib beim FC Chelsea gemacht.

Der Niederländer trainiert zusätzlich zum Londoner Klub auch die Nationalmannschaft Russlands, dem schärfsten Rivalen der DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation.

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Fußball zusammengestellt:

Kaka: Keine Lust auf Real

Kaka hat nach Manchester City auch den "Königlichen" von Real Madrid einen Korb gegeben.

"In den letzten Tagen haben so viele Leute darüber geredet, jetzt rede ich: Ich hatte keinen Kontakt zu Real, niemand hat versucht, mich zu kontaktieren, und ich habe oft genug klar gemacht, dass es mein Wunsch ist, beim AC Mailand zu bleiben", sagte Kaka der "Gazzetta dello Sport".

Auf die Frage, ob er davon ausgehe, für den Rest seiner Karriere in Mailand zu bleiben, antwortete er: "Zum fünften Mal, für mich sieht es danach aus."

Saison-Aus für Gallas

Der FC Arsenal muss für den Rest der Saison auf Abwehrchef William Gallas verzichten.

Wie schon bei der vorläufigen Diagnose befürchete wurde, erlitt der Franzose im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Villarreal (1:1) eine Bänderverletzung im Knie.

Neben Gallas, der in den kommenden Partien vom Schweizer Johan Djourou ersetzt werden soll, muss Arsenals Teammanager Arsene Wenger vorerst auch Torwart Manuel Almunia ersetzen.

Der Spanier erlitt ebenfalls in Villarreal eine Knöchelverletzung und fehlt den "Gunners" drei Wochen.

Für Almunia wird der polnische Ersatzkeeper Lukasz Fabianski zwischen den Pfosten stehen.

Niederlande: Fusion geplatzt

Die angestrebte Fusion zwischen den niederländischen Klubs Roda JC Kerkrade und Fortuna Sittard ist vorerst geplatzt.

Die beiden Vereine, die ab der kommenden Saison unter dem Namen Sporting Limburg in der Ehrendivision antreten wollten, werden zunächst unter ihren bisherigen Namen weiterspielen.

Die Provinz Limburg zog eine Zusage zurück, dem neuen Klub finanziell unter die Arme zu greifen, da die beiden Traditionsvereine aus der südniederländischen Provinz selbst zu wenig für die Verbesserung ihrer finanziellen Situation getan hätten.

Roda kämpft derzeit als 16. der Ehrendivision um den Klassenerhalt.

Sittard, das mit fünf Millionen Euro verschuldet ist, muss nach dem Abstieg aus der ersten Liga auch im Unterhaus wieder zittern.

Rumänien feuert Pirtuca

Der rumänische Verband hat Trainer Victor Pirtuca entlassen und damit die Konsequenzen aus der bislang enttäuschend verlaufenden WM-Qualifikation gezogen.

"Piturca ist von seinem Posten freigestellt worden. Eine Entscheidung über den Nachfolger ist aber noch nicht getroffen worden", sagte Dumitru Dragomir, der Präsident der rumänischen Fußball-Liga.

Ausschlaggebend für die Demission war die 1:2-Pleite in der WM-Qualifikation gegen Österreich am 1. April.

Mit nur vier Punkten aus fünf Spielen rangieren die Rumänen derzeit hinter Serbien (12 Punkte), Frankreich (10), Litauen (9) und Österreich (7) in der Europa-Gruppe 7 nur auf einem enttäuschenden fünften Platz.

Kinnear kehrt zu "Magpies" zurück

Teammanager Joe Kinnear wird zur kommenden Saison auf die Trainerbank von Newcastle United zurückkehren.

Nachdem der 62-Jährige im vergangenen Februar drei Bypässe erhalten hatte, mache sein Heilungsverlauf gute Fortschritte, sagte Newcastles Managing-Director Derek Llambias.

Bis zum Ende der laufenden Spielzeit werden die in Abstiegsnot befindlichen "Magpies" vom ehemaligen Stürmer Alan Shearer trainiert, der das Amt Anfang des Monats von Interimscoach Chris Hughton übernommen hatte.

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